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Hilferuf vom VIDEODROM, Berlins ältester und bestsortierter Progammvideothek

Immer mehr Videotheken stehen vor dem »AUS«, während Netflix über 7 Millionen neuer Kunden hat.

Hilferuf vom VIDEODROM, Berlins ältester und bestsortierter Progammvideothek. Weil immer mehr Menschen Filme und Serien online-streamen, müssen viele Verleiher aufgeben. Auch Videoworld hat in letzter Zeit schon zahlreiche Filialen in einzelnen Stadtteilen Berlins schließen müssen, denn es rentiert sich nicht mehr wenn keine Parkplätze vor der Tür vorhanden sind und zudem die Mieten im Gewerbebereich ständig steigen.

Im Jahre 2007 gab es nach Angaben des Interessenverbandes für Video- und Medienfachhandel bundesweit mehr als 3.000 Videotheken plus 1.000 Automatenvideotheken. 2016 waren es nur noch 900. Ein Rückgang von mehr als 75%. Die Kunden streamen lieber gemütlich von zu Hause über Portale wie Netflix, Maxdome oder Amazon, obwohl der Streaming-Preis entweder monatliche Gebühren kostet, oder bei einer einmaligen Ausleihe mindestens doppelt so teuer ist, wie in einer Videothek.

Ursachen für den Tod der Videotheken ist auch die hohe Nachfrage nach aktuellen Serien, die nicht in der Videothek zu finden sind, dafür aber die Kunden an die Online-Portale durch Abo-Gebühren binden.

Allerdings gibt es durch die Konsolidierungsphase wieder Hoffnung für die übrig gebliebenen Videotheken, die dadurch vielleicht mehr umsetzen können. Gefragt sind neben selteneren Filmen, die man kaum online findet, vor allem Videospiele, die man online nur teuer kaufen kann, aber nicht wie in der Videothek für einen Euro pro Tag testen kann.

Hilferuf vom Videodrom:

"Liebe Leute, das Videodrom muss sich leider in einer überaus wichtigen und dringlichen Angelegenheit an Euch wenden.

Dem Videodrom steht das Wasser bis zum Hals, denn die Verleihzahlen sind in den letzten Monaten massiv eingebrochen. Demgegenüber stehen die ständig wachsenen Fixkosten für Miete (Erhöhung um 50% bei der letzten Verlängerung), Versicherungen, Filmeinkauf usw., die nur mit Müh und Not und eigener Rücklagen gestemmt werden konnten. Doch jetzt sind alle Reserven komplett aufgebraucht und der Schuldenberg bei den Banken wächst und lässt sich ohne Hilfe von Außen nicht abbauen. Das Videodrom hat zur Zeit über 20.000 Euro Schulden, die monatlich mehr werden.

Wir haben Videodrom immer als "Labour Of Love" verstanden, weil wir Filme und die damit zusammenhängende Kultur, genauso wie die vielen Menschen, die wir durch unsere Arbeit kennen- und schätzengelernt haben, von ganzem Herzen lieben. Spaß und Leidenschaft standen immer im Vordergrund, reich werden wollten wir damit nie, doch wir hatten gehofft, dass uns unsere Arbeit wenigstens die Existenz sichert. Zudem sehen wir es auch als unsere Verantwortung an, den großen Filmschatz, den wir über Jahrzehnte angesammelt haben, auch in Zukunft zur Verfügung stellen zu können. Schon jetzt gehen soviele Filme für die Allgemeinheit verloren, die man bei uns noch bekommt.

Eine Welt ohne Videodrom ist für uns - und hoffentlich auch für Euch - unvorstellbar.

Wie viele andere kleine Geschäfte in Berlin sehen wir den Wandel in der Stadt und die zunehmende Verdrängung von alteingesessenen Einzelkämpfern durch gesichtslose Großkonzerne und Ketten. Wir haben lange versucht, mit eigener Kraft und Energie dem entgegenzuwirken, doch im Angesicht der jetzigen katastrophalen finanziellen Lage und der Aussicht auf noch weniger Umsatz im Sommer, sehen wir uns gezwungen, Euch um Unterstützung und Hilfe zu bitten.

Wie könnt Ihr helfen?

- Kommt vorbei und leiht viele Filme.

- Unterstützt uns durch Spenden auf unser Paypal Konto verleih@videodrom.com oder auf unser Bankkonto.

- Fördert uns und unsere Arbeit mit einer Clubmitgliedschaft (die kostet 25 Euro im Monat). Das hilft uns nachhaltig!

Mehr Info dazu unter:

Link: www.videodrom.com/verleih

- Fördert uns durch eine monatliche Patenschaft (Dauerauftrag: Jeder kleine Beitrag hilft!)

- Kauft Euch 10er Karten für Euch selbst oder verschenkt sie.

- Erzählt Euren filminteressierten Freunden und Freundinnen von uns.

- Verbreitet unseren Hilferuf in den Sozialen Netzwerken, Print- und sonstigen Medien.

- Wenn Ihr Ideen für Kooperationen oder andere Sponsoring-Maßnahmen habt, meldet Euch bei uns.

Dieser Auftruf ist für uns ein letzter Strohhalm, doch wir wollen uns nicht kampflos geschlagen geben, sondern wir sind uns ganz sicher, daß wir genauso wie in der Vergangenheit auf Eure Hilfe und tolle Unterstützung zählen können.

Wir danken Euch im Voraus für Eure Hilfe!

So, support your local VIDEODROM !!!

Friesenstrasse 11

10965 Berlin

Tel.: 030-6928804

Web: www.videodrom.com/verleih

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