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55. Grimme Preis 2019: Bekanntgabe der Preisträger*Innen

Am 26. Februar erfolgte die Bekanntgabe der Grimme Preisträger*Innen - Die Preisverleihung findet erst am 5. April 2019 statt.

Beim Grimme Fernsehpreis ist alles anders. Die undotierten Grimme-Preise sind nicht mit Geld verbunden, aber unter Fernsehleuten hochbegehrt. Nur Til Schweiger soll angeblich seinerzeit den Preis, der seiner Meinung nach eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Zimmerantenne hat, so hässlich empfunden haben, dass er ihn sogleich wieder verscherbelte.

Der Schöpfer dieser Trophäe war die Entwicklungsgruppe 5 der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm unter der Anleitung von Prof. Otl Aicher. Der Entwurf ordnet mehrere spiegelnde, dem Bildschirm ähnliche Flächen so ineinander, dass ein komplexes Spiegelbild entsteht. Die progressive Art der Zuordnung der Flächen kann sowohl für die Technik des Sendens (Relais) verstanden werden, als auch für das Fernsehen an sich, als Mittel der Ausstrahlung und Verbreitung.

Zur 55. Ausgabe, die gestern, den 26. Februar 2019 verkündet wurde, sind die Preise noch nicht ausgehändigt worden. Sie werden erst am 5. April 2019 bei der Preisverleihung in Marl, dem Sitz des Instituts, übergeben.

Mit einem Grimme-Preis werden Fernsehsendungen, Serien und Mehrteiler sowie spezielle TV-Leistungen ausgezeichnet, die (so die Präambel) „die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und dabei nach Inhalt und Form Vorbild für die Fernsehpraxis sein können.“

Zu den Hauptmerkmalen des Grimme-Preises gehören die Breite seiner Programmbeobachtung, die Professionalität bei den Nominierungen, die Sorgfalt der Juryarbeit, weiter die Unabhängigkeit der Entscheidungen und, nicht zuletzt, das Prinzip einer umfassenden Öffentlichkeit und einer weitgehenden Begründung und Transparenz aller Entscheidungen.

Die Nominierungskommissionen und Jurys sind aus Fernsehkritikern und Publizisten, aus Medienwissenschaftlern und Bildungsfachleuten zusammengesetzt, welche vom Grimme-Institut für diese Aufgabe berufen werden. Stifter des Preises ist der Deutsche Volkshochschul-Verband.

Das Erste erhält in diesem Jahr 12 der 17 Grimme-Preise. Mehr als zwei Drittel der Preise gingen also an ARD-Koproduktionen, so ARD-Programmdirektor Volker Herres. Die Jury habe dabei "Filme und Sendungen der ARD in allen vier Kategorien ausgezeichnet".

Damit bestätige sich der ARD-Anspruch, ein qualitativ hochwertiges Vollprogramm für alle Alters- und Interessengruppen zu bieten. So wurde für die besondere journalistische Leistung in der Kategorie Information & Kultur Isabel Schayani für ihre "Tagesthemen"-Kommentare und "Weltspiegel"-Moderationen (WDR) ausgezeichnet.

Aber der Grimme Preis liefert in diesem Jahr auch Futter für den anhaltenden Serienhype. Drei der fünf Auszeichnungen gingen an serielle Formate verschiedenster Provenienz.

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Die Grimme-Preise 2019

Fiktion:

- Bad Banks (ZDF/ARTE)

- Beat (Amazon Prime Video)

- Hackerville (HBO Europe/TNT Serie)

- Familie Lotzmann auf den Barrikaden (ARD Degeto)

- Spezialpreis: Erol Yesilkaya (Buch) und Sebastian Marka (Regie) für "Tatort: Meta" (RBB)

Information/Kultur:

- Betrug - Aufstieg und Fall eines Hochstaplers (SWR)

- Die Story im Ersten - Am rechten Rand (NDR/MDR)

- Kulenkampffs Schuhe (SWR/HR)

- Spezialpreis: Team von Docupy für Die Story: "Ungleichland - Reichtum, Chancen, Macht" (WDR) und das dazugehörige Online-Konzept

- Isabel Schayani (WDR) in der Kategorie Besondere Journalistische Leistung

Unterhaltung:

- CATCH! Der große Sat.1 Fang-Freitag (Sat.1)

- Kroymann (RB/SWR/NDR)

- Lass dich überwachen! DIE PRISM IS A DANCER Show (ZDFneo/ZDF)

Kinder/Jugend:

- Animanimals (KiKA/SWR)

- Bohemian Browser Ballett (SWR/funk)

- Spezialpreis: Marco Giacopuzzi für seine herausragende Autorenleistung bei "Schau in meine Welt" (HR)

Marler Gruppe Publikumspreis:

- "Im Schatten der Netzwelt - The Cleaners" (gebrueder beetz filmproduktion, Grifa Filmes für WDR/NDR/RBB)

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Übrigens kein Grimme-Preis ohne Jan Böhmermann: Der in Marl schon mehrfach ausgezeichnete Moderator und Fernsehmacher und sein Team erhalten zum 5. Mal die begehrte Fernsehauszeichnung in diesem Jahr für "Lass dich überwachen! - Die Prism Is A Dancer Show" (ZDF/ZDFneo).

Thema der im April und November 2018 ausgestrahlten Sendung war der Umgang des ahnungslosen Saal-Publikums mit persönlichen Daten im Internet.

Insgesamt zeichnet das Grimme-Institut wie im Vorjahr 16 Produktionen und herausragende Leistungen im Fernsehen aus. 13 von ihnen kommen aus den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, 3 von privaten Anbietern. Darunter sind zwei Serien: "Hackerville" (HBO Europe/TNT Serie) und "Beat" des Streaming-Anbieters Amazon Prime Video.

Zum ersten Mal vergaben die Grimme-Leute in der Kategorie Kinder & Jugend mit dem 17. Preis einen Spezial-Preis. Er geht an den Autor und Regisseur Marco Giacopuzzi für seine "sensible und berührende Umsetzung von Beiträgen zur Reihe "Schau in meine Welt"" (HR).

Link: www.grimme-preis.de

Quellen: ARD Text | Grimme Institut | General Anzeiger | Blickpunkt:Film

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