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LUX Filmpreis 2018 ging an isländische Kopoduktion

Gewinner des LUX Filmpreises ist »Woman at War - Gegen den Strom«.

Drei deutsche Ko-Produktionen waren unter den zehn europäischen Filmen, die dieses Jahr ins Rennen um den LUX-Filmpreis gingen. Die Nominierten wurden am 1. Juli 2018 beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary in Karlsbad bekanntgegeben. Die Preisverkündung erfolgte am 14. November 2018 in Straßburg.

Evelyne Gebhardt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Helga Trüpel, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung, Martina Dlabajová, stellvertretende Vorsitzende des Haushaltskontrollausschusses, Michaela Sojdrova und Bogdan Wenta, Mitglieder des Bildungsausschusses, sowie Doris Pack, LUX-Filmpreis-Koordinatorin, präsentierten die Filme, die für den diesjährigen LUX-Filmpreis ausgewählt wurden.

LUX-Filmpreis 2018.

Das waren die 10 nominierten Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge):

"Border" ('Gräns') von Ali Abbassi (Schweden, Dänemark)

"Donbass" von Sergei Loznitsa (Deutschland, Frankreich, Ukraine, Niederlande, Rumänien)

"Girl" von Lukas Dhont (Belgien, Niederlande)

"Glücklich wie Lazzaro" ('Lazzaro felice') von Alice Rohrwacher (Italien, Schweiz, Frankreich, Deutschland)

"Mug" ('Twarz') von Małgorzata Szumovska (Polen)

"Styx" von Wolfgang Fischer (Deutschland, Österreich)

"The Other Side of Everything" ('Druga strana svega') von Mila Turajlić (Serbien, Frankreich, Katar)

"The Silence of Others" ('El silencio de los otros') von Almudena Carracedo & Robet Bahar (Spanien, USA)

"U_July 22" ('Utøya 22.juli') von Erik Pope (Norwegen)

"Woman at War" ('Kona fer í stríđ') von Benedikt Erlingsson (Island, Frankreich, Ukraine) *Winner.

Die ausgewählten Filme beschäftigen sich mit einer Vielfalt an Themen, die die Herausforderungen der heutigen europäischen Gesellschaft widerspiegeln: Einwanderung, Nationalismus, Populismus, Krieg, Umwelt, Religion und Gender. Bei vielen der Filme haben Frauen aus ganz Europa Regie geführt, außerdem handelt es sich bei einigen der ausgewählten Filme um Debütwerke.

Aus der Liste dieser zehn Filme wurden drei Finalisten für den Wettbewerb um den LUX-Filmpreis 2018 ausgewählt. Die drei Finalisten wurden Ende Juli in Rom auf einer Pressekonferenz im Rahmen der „Giornate degli Autori“ bekanntgegeben. Die Finalistenfilme wurden dann in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und während der LUX-Filmtage im Herbst in allen 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt und promotet.

Der Gewinner des LUX-Filmpreises 2018 wurde am 14. November 2018 in Straßburg von den EU-Abgeordneten ausgewählt und geehrt. Der Gewinnerfilm wird auch für seh- und hörbehinderte Menschen zugänglich gemacht und vom Europäischen Parlament beworben.

Gewonnen hat "Woman at War - Gegen den Strom" von Benedikt Erlingsson. Ab 13. Dezember 2018 im Kino. Hier der Trailer:

Synopsis:

„Gegen den Strom („Woman at war“/„Kona fer í stríð“) des isländischen Regisseurs Benedikt Erlingsson ist ein politischer Film, die Geschichte eines starken Frauencharakters und eine Fabel über eine Musiklehrerin, die ein Doppelleben als engagierte Umweltaktivistin führt. Sie sieht ihre politischen Überzeugungen in Frage gestellt, als ihre Pläne zur Adoption eines Kindes in Erfüllung gehen.

Die beiden anderen Finalistenfilme für den diesjährigen Preis waren „Die andere Seite von allem - The Other Side of Everything“ und „Styx“.

„Ich bin außerordentlich stolz auf unseren Filmwettbewerb, der seit 2007 europäischen Filmproduktionen gewidmet ist und sich auf Themen konzentriert, die für unsere Europäische Union von grundlegender Bedeutung sind: Universalität der europäischen Werte, Integration und Toleranz sowie Verteidigung der kulturellen Vielfalt.

Noch nie war die Verleihung des LUX-Preises so schwierig wie in diesem Jahr. Die Nominierten des Wettbewerbs waren außergewöhnlich, sowohl was die Originalität der Filme als auch die Relevanz der von ihnen behandelten Themen betrifft. Die Finalistenfilme behandeln drei Schlüsselthemen für die Zukunft Europas: die Risiken, die mit extremem Nationalismus verbunden sind, die Dringlichkeit des Handelns zum Schutz der Umwelt und die Notwendigkeit, kohärente Antworten auf die Migrationsfrage zu finden. Diese Filme, die sich in Genre und Thema unterscheiden, haben einen wichtigen Punkt gemeinsam: Sie erzählen Geschichten von starken Frauen, die entschlossen sind, den Status quo zu ändern“, so Antonio Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments, bei der Preisverkündung in Straßburg.

Nicht nur die EU-Abgeordneten bestimmen, welcher Film mit dem LUX-Filmpreis ausgezeichnet wird. Auch das Publikum wird befragt. Während der LUX-Filmtage können die Besucher abstimmen, welcher der drei Finalistenfilme ihnen am besten gefällt. Im letzten Jahr wurde der Preisträger des Publikumspreises ("Audience Mention") auf dem Karlovy Vary Festival im tschechischen Karlsbad verkündet und ging 2017 an "Sami Blood" von Amanda Kernell.

Über den LUX-Filmpreis.

Mit dem LUX-Filmpreis honoriert das Europäische Parlament die Vielfalt der europäischen Film- und Kinokultur. Die Auszeichnung wird jedes Jahr an eine Produktion vergeben und soll dazu dienen, europäische Filme einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und eine gesellschaftliche Debatte über Werte und soziale Themen in Europa anzuregen.

Link: luxprize.eu

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