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Viel Neues beim 30. Fernsehfestival Baden-Baden

Die Zukunft des Fernsehfilms wird neu diskutiert und widmet sich erstmals dem aktuellen Thema „Film im Zeitalter von Virtual und Augmented Reality“.

Es hat sich einiges getan beim Fernsehfilm Festival Baden-Baden, das vom 26. - 30. November 2018 sein 30-jähriges Jubiläum im Kurhaus der Stadt feiert. Zudem wird 100. Geburtstag des TV-Pioniers Hans Abich gefeiert, der das Festival mitbegründet hat.

Das Auswahlverfahren für die Wettbewerbsfilme wurde grundlegend verändert. Mit dem Rückzug von Sat1 bleibt erstmals seit Beginn des 21. Jahrhunderts das Privatfernsehen in Baden-Baden komplett außen vor. Diesmal entschied eigens eine Kommission um die Juryvorsitzende Bettina Reitz die Auswahl der Wettbewerbsfilme, deren Qualität im Vorjahr von diversen Juroren heftig kritisiert worden war.

Die deutsche Medienmanagerin, Filmproduzentin und Fernsehredakteurin Bettina Reitz war im Oktober 2015 für vier Jahre zur hauptamtlichen Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film München berufen worden. Zuvor war sie seit Juni 2012 fünf Jahre lang Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks. Davor leitete sie neun Jahre lang den Programmbereich Spiel-Film-Serie des Bayerischen Fernsehens.

Die Kommission um Bettina Reitz wählte vier der zwölf Filme aus, die um den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und den 3sat-Zuschauerpreis konkurrieren. Die weiteren Filme wurden von der Akademie und den teilnehmenden Sendern nominiert.

„Ich freue mich“, so Festivalleiterin Cathrin Ehrlich, „dass auf diese Weise die Filme des Wettbewerbs in diesem Jahr äußerst vielfältig sind, was die Genres, die Aktualität und die Brisanz der Themen betrifft.“

Neben den Neuerungen im Auswahlverfahren gibt es auch eine von Bettina Reitz komplett neu zusammengestellte Jury. Dem fünfköpfigen Gremium gehören neben der HFF-Präsidentin Schauspielerin Senta Berger, Regisseurin Julia von Heinz, die FAZ-Redakteurin Sandra Kegel sowie Autor und Regisseur Oliver Kienle an.

Alle Wettbewerbsfilme in der Übersicht:

"Die Freibadclique" (SWR, Degeto, MDR, NDR, SR / Zieglerfilm Baden-Baden; Buch/Regie: Friedemann Fromm). Das bereits im Fernsehen ausgestrahlte TV-Drama ist bei Videoload als Stream erhältlich. Hier der Trailer:

Synopsis:

Die Freibadclique ist ein deutsch-tschechisches Filmdrama basierend auf dem gleichnamigen Roman von Oliver Storz. Erzählt wird eine Geschichte im Sommer 1944 von Jugend in Kriegszeiten, von Freundschaft, Schuld und von der Sehnsucht nach Liebe. Die Fünf Jungs der Freibadclique werden in den letzten Tagen des Krieges zu Flakhelfern von SS und Volkssturm eingezogen. Nur zwei überleben.

"Fremde Tochter" (SWR / Kurhaus Production; Buch/Regie: Stephan Lacant; Buch: Karsten Dahlem)

"Fremder Feind" (WDR / Schiwago Film, Regie: Rick Ostermann; Buch: Hannah Hollinger)

"Kästner und der kleine Dienstag" (Degeto, WDR, ORF / Ester Reglin Film, Dor Film Köln; Regie: Wolfgang Murnberger; Buch: Dorothee Schön)

"Ein Kind wird gesucht" (ZDF, Arte; / Lailaps Pictures, Handwritten Pictures; Regie: Urs Egger; Buch: Katja Röder, Fred Breinersdorfer)

"Die Notlüge" (ORF, SWR / Epo Film; Regie: Marie Kreutzer, Buch: Pia Hierzegger)

"Saat des Terrors" (SWR, Degeto, BR, RBB, SR / Diwa Film; Buch/Regie: Daniel Harrich, Buch: Gert Heidenreich)

"Südstadt" (ZDF / Network Movie; Regie: Matti Geschonneck; Buch: Magnus Vattrodt)

"Tatort: Die Musik stirbt zuletzt" (SRF / Hugo Film; Buch/Regie: Dani Levy)

"Toulouse" (HR; Regie: Michael Sturminger; Buch: David Schalko)

"Unterwerfung" (RBB / NFP; Buch/Regie: Titus Selge)

"Wir lieben das Leben" (ZDF / Wiedemann & Berg; Regie: Sherry Hormann; Buch: Gabriela Sperl, Lena May Graf)

Gleich vier Filme - "Saat des Terrors", "Unterwerfung", "Fremde Tochter" und "Toulouse" beschäftigen sich in diesem Jahr, zumindest im weitesten Sinne mit (islamistischem) Terror. Wobei an "Saat des Terrors" und "Fremde Tochter" der Rundfunk und Fernsehsender Berlin-Brandenburg (rbb) aus unserer Region beteiligt war. Diese am Wettbewerb beteiligten Fernsehfilme entstanden in der Nachwuchsreihe Debüt im Dritten.

Mit "Die Freibadclique" und "Kästner und der kleine Dienstag" sind zwei Filme als Repräsentanten des Historiendramas im Rennen.

Mut zur Komödie beweisen die Österreicher - der ORF schickt Marie Kreutzers TV-Debüt "Die Notlüge" ins Rennen.

Mit "Ein Kind wird gesucht" und Dani Levys "Tatort: Die Musik stirbt zuletzt", produziert vom Schweizer Fernsehen, sind auch zwei Krimidramen im Wettbewerb, die es sogar auf die Nominierungsliste für den Preis der deutschen Fernsehakademie geschafft haben.

Die Zukunftswerkstatt widmet sich der VR & AR.

Bereits im dritten Jahr findet die Zukunftswerkstatt statt und ist dennoch eine Premiere: Erstmals wird sie als Entwicklungsworkshop in Zusammenarbeit mit Arri Media ausgerichtet und widmet sich am 28. November 2018 ab 11:00 Uhr dem aktuellen Thema „Film im Zeitalter der Virtual und Augmented Reality“.

Die Teilnahme an der Zukunftswerkstatt ist kostenlos, erstmals starten wir sie mit einer öffentliche Diskussion mit renommierten VR und AR Experten aus den Bereichen Gamification, 360° VR/AR, Filmproduktion und -postproduktion. Für den anschließenden Workshop ist eine Anmeldung erforderlich, da die Plätze dafür leider begrenzt sind.

Auslobung des Nachwuchspreises MFG-Star.

Am Freitag, 30. November 2018 wird im Rahmen des Fernsehfestivals auch der Nachwuchspreis MFG-Star von der Baden-Würtembergischen Filmförderung MFG im Kurhaus Baden-Baden ausgelobt:

Vier Nachwuchsregisseure bewerben sich mit ihrem Erstlings- oder Zweitlingswerk um ein Stipendium für einen Aufenthalt in der Villa Aurora, Los Angeles. Ihre Spielfilme "1000 Arten Regen zu beschreiben" von Isabel Prahl (WDR/ARTE), "Alles ist gut" von Eva Trobisch (BR), "Freiheit" von Jan Speckenbach (ZDF) und "Verlorene" von Felix Hassenfratz (SWR/WDR) werden in Baden-Baden vor Publikum vorgeführt und von dem Berliner Filmjournalisten und rbb-Radiomoderator, Knut Elstermann, mit einem Filmgespräch begleitet. Über den Gewinnerfilm entscheidet ein einzelner Juror nach Sichtung aller vier Filme.

Während die ersten drei Filme bereits ihren Kinostart in Deutschland hatten, kommt der vierte Film erst am 17. Januar 2019 in die Kinos. Hier der Trailer:

Seine Premiere feierte der Film im Februar 2018 auf der 68. Berlinale in der Reihe »Perspektive Deutsches Kino«.

Link: www.fernsehfilmfestival.de

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