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60. Nordische Filmtage zeigen zum Jubiläum 199 Filme in Lübeck

Die nordischen Filmtage in Lübeck, 1956 erstmals veranstaltet, zählen zu den traditionsreichsten Filmfestivals weltweit.

Die Nordischen Filmtage Lübeck feiern in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird das Festival um einen Tag verlängert und startet bereits am 30. Oktober 2018. An sechs Tagen gibt es bis 4. November 2018 die neuesten Highlights und innovatives Kino aus den nordischen und baltischen Ländern sowie aus Norddeutschland mit dem Schwerpunkt auf Schleswig-Holstein und Hamburg zu sehen.

199 Filme stehen in diesem Jahr auf dem Programm der Nordischen Filmtage Lübeck, wie die Festivalleiter Linde Fröhlich und Florian Vollmers anlässlich einer Pressekonferenz am 10. Oktober 2018 bekannt gaben.

Eröffnet wird das Festival erstmals mit einem Film aus Estland: Der Spielfilm „The Little Comrade - Die kleine Genossin“ (EE 2018) von Moonika Siimets schildert die Schrecken und Wirrnisse der Stalinzeit aus der Perspektive eines 6-jährigen Mädchens in den frühen 50er-Jahren. Die Regisseurin reist zusammen mit ihrem Hauptcast sowie Teammitgliedern in die Hansestadt, um ihr Spielfilmdebüt persönlich vorzustellen. Hier der Trailer:

Synopsis:

Geschildert wird die Unterwerfung des Landes aus Sicht einer Vorschülerin, die die Schuld am Verschwinden der Mutter bei sich sucht – und sich für die Jugendorganisation der Sowjets begeistert, deren Willkürverhaftungen in Wahrheit für ihr Familiendrama verantwortlich sind.

Im diesjährigen Wettbewerb treffen etablierte Filmschaffende, die bereits mehrfach im Programm der Nordischen Filmtage Lübeck vertreten waren, auf vielversprechende Newcomer.

Nachdem das Festival im vergangenen Jahr bereits „100 Jahre Finnland“ thematisiert hatte, würdigt es nun das 100-jährige Jubiläum der Baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie die Unabhängigkeit Islands. Filme aus diesen Ländern werden in allen Sektionen des Festivals herausgehoben präsentiert.

Neben Moonika Siimets Eröffnungsfilm sind die baltischen Staaten mit zwei jungen innovativen Filmemacherinnen aus Litauen vertreten. Giedrė Beinoriūtė stellt ihre Familientragödie „Breathing into Marble“ (LT/LV/HR 2018) vor und Marija Kavtaradze ihre melodramatische Komödie „Summer Survivors“ (LT 2018), deren Hauptdarstellerin Gelmine Glemzaite ebenfalls in Lübeck sein wird.

Aus Island reist die Regisseurin Isold Uggadóttir an, die in „Atme ganz normal“ (IS/SE/BE) vom Schicksal zweier unterschiedlicher Frauen erzählt, die unter ungewöhnlichen Umständen aufeinander angewiesen sind. Ein weiterer „Insel“-Film ist „Nina“ (DK/FO 2018) von Maria Winther Olsen, die das Leben und die Einsamkeit auf den Färöern aus der Sicht einer aus Kopenhagen zugezogenen jungen Frau beschreibt.

Mit seinem ersten Spielfilm „Ditte & Louise“ (DK 2018) zu Gast in Lübeck ist der Däne Niclas Bendixen, der darin auf humoristische Art und Weise Geschlechterrollen hinterfragt. Begleitet wird er von seinen beiden Drehbuchautorinnen und Hauptdarstellerinnen Ditte Hansen und Louise Mieritz. Ebenfalls aus Dänemark kommen Regisseur Kasper Kalle und die Schauspielerin Rosalinde Mynster. Sie präsentieren den Historienfilm „Christian IV. – Die letzte Reise“ (DK 2018), der über weite Strecken einer Pferdekutsche spielt.

Für Norwegen gehen Camilla Strøm Henriksen und Tuva Novotny ins Rennen. Bisher in erster Linie als Schauspielerinnen bekannt, sorgen sie nun mit ihren Regiedebüts für Furore. Strøm Henriksens nutzt in „Foniks - Phönix (NO/SE 2018) Stilelemente des Horrorgenres für die Geschichte der 13-jährigen Jill, die unter dem Verlust ihres Vaters und dem psychisch labilen Zustand ihrer Mutter leidet. Hier der Trailer:

Novotnys Tragödie „Blinder Fleck“ (NO/DK 2018) begleitet die Eltern eines jungen Mädchens nach einem plötzlichen Unglück – Der Film wurde in einer einzigen Einstellung gedreht.

Zum Jubiläum vergeben die Nordischen Filmtage Lübeck an ihren Nachwuchs erstmalig den Preis für das beste Spielfilmdebüt. Die Auszeichnung ist mit 7.500 Euro ausgestattet und wird vom Freundeskreis der Nordischen Filmtage Lübeck gestiftet. Sie soll helfen, den Film-Nachwuchs noch besser zu unterstützen, und Mut machen, interessante Stoffe und Geschichten im Spielfilmformat auf die Leinwand zu bringen. Auch die CineStar-Gruppe erhöht ihr Engagement und erhöht das Preisgeld für den von ihr gestifteten Preis für den besten in Norddeutschland hergestellten Kurzfilm, seit 2013 in der Sektion Filmforum vergeben, von 3.000 auf 5.000 Euro. Insgesamt werden in diesem Jahr neun Preise im Wert von 50.000 Euro in Lübeck vergeben.

17 Filme im Wettbewerb um den NDR-Filmpreis.

17 Filme konkurrieren um den mit 12.500 Euro dotierten NDR-Filmpreis. Darunter befinden sich auch drei Regisseure, die den NDR-Filmpreis bereits gewonnen hatten: Michael Noer, 2013 für "Der Nordwesten" ausgezeichnet, kommt mit seinem neuen Film "Vor dem Frost" nach Lübeck, Baldvin Z., der 2014 für "Straße der Hoffnung" den NDR-Filmpreis erhalten hatte, präsentiert in der Hansestadt den mit deutscher Beteiligung entstandenen "Lass mich fallen" und Martin Dahlsbakken, der 2015 für sein Debüt "Die Rückkehr" in Lübeck ausgezeichnet worden war, stellt dort seinen neuen Film "Eine Affäre" vor. Mit Klaus Härö ("Ein unbekannter Meister"), Benedikt Erlingsson ("Gegen den Strom"), Hannes Holm ("Ted - Alles aus Liebe"), Simo Halinen ("Wendepunkt") und Heikki Kujanpää ("Lach oder stirb") sind außerdem einige Regisseure im Spielfilmwettbewerb der Nordischen Filmtage Lübeck vertreten, die dort schon ihre Visitenkarten abgegeben hatten.

"Wir sind stolz und glücklich, dass wir den 60. Festivalgeburtstag mit großartigen Regisseurinnen und Regisseuren feiern können, die sich durch sehr spezifische Handschriften und eine eigenwillige Themenwahl auszeichnen. Aber wir freuen uns auch, neue Gäste dabei zu haben: Filmemacherinnen und Filmemacher, die ihre Spielfilmdebüts bei uns im Wettbewerb vorstellen, und von denen man in Zukunft noch viel hören wird", erklärte die Künstlerische Leiterin der Nordischen Filmtage Lübeck, Linde Fröhlich, im Rahmen einer Pressekonferenz.

Darüber hinaus widmet das Festival dem schwedischen Kultregisseur Ingmar Bergman anlässlich seines 100. Geburtstags eine Hommage.

Das Filmfestival wird von der Hansestadt Lübeck in Zusammenarbeit mit den Filminstituten und Filmstiftungen Skandinaviens sowie den Filminstitutionen der baltischen Länder ausgerichtet.

Kinos und Spielstätten sind 2018 der CineStar Filmpalast Stadthalle (Haupt-Kino und Location für den Eröffnungsfilm), das Kolosseum, das Kommunale Kino Lübeck, das Filmhaus und das Hafenkino der Retrospektive im Schuppen 6.

Insgesamt werden in Lübeck Preise im Wert von 50.000 Euro verliehen. Erstmals ausgelobt ist ein Preis für das beste Spielfilmdebüt.

Weitere Informationen unter www.nordische-filmtage.de

Das Festival wird übrigens zukünftig seine Internetpräsenz und alle Email-Adressen auf die neue Webadresse umgestellen. Bisher galt die Adresse www.filmtage.luebeck.de

Quellen: Nordische Filmtage | SVZ | Blickpunkt:Film

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