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Die Filmpreise in Leipzig, Lübeck, Biberach und Neunkirchen

Günter Rohrbach Filmpreis 2018 im saarländischen Neunkirchen.

Der »Günter Rohrbach Filmpreis« ist ein deutsches Filmfestival, das auf deutschefilmfestivals.de des jungen deutschen Films, dem umfangreichen und ständig aktuellen deutschen Filmfestivalkalender, eingetragen ist.

84 Filme waren für den Günter Rohrbach Filmpreis, der am 2. November 2018 in Rohrbachs Heimatstadt Neunkirchen im Saarland verliehen wurde, eingereicht worden. Daraus hat eine Vorjury eine Shortlist erstellt, die acht Filme umfasste: "Back for Good" von Mia Spengler, "Das schönste Mädchen der Welt" von Aron Lehmann, "Gundermann" von Andreas Dresen, "In den Gängen" von Thomas Stuber, "Kästner und der kleine Dienstag" von Wolfgang Murnberger, "Styx" von Wolfgang Fischer, "Transit" von Christian Petzold und "Unterwerfung" von Titus Selge.

Aus diesen acht Filmen wählte eine Jury unter dem Vorsitz des mehrfach ausgezeichneten Schauspielers Herbert Knaup in diesem Jahr fünf Filme aus, die letztlich um den mit 10.000 Euro dotierten Günter Rohrbach Filmpreis konkurrierten. Diese Filme wurden in der Finalistenwoche vom 29. Oktober bis 1. November 2018 in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen gezeigt:

„Back for Good“ von Mia Spengler

„Das schönste Mädchen der Welt“ von Aron Lehmann

„Gundermann“ von Andreas Dresen

„In den Gängen“ von Thomas Stuber

„Styx“ von Wolfgang Fischer

Nur wenige Tage vor der diesjährigen Verleihung feierte der Namensgeber und Sohn der Stadt Neunkirchen, Dr. Günter Rohrbach, am 23. Oktober 2018, seinen 90. Geburtstag.

Der nach dem gebürtigen Neunkircher benannte Preis wurde 2011 zum ersten Mal vergeben. Prof. Dr. Günter Rohrbach zählt zu den erfolgreichsten Filmproduzenten in Deutschland. Mit Filmen von Format wurde er im Laufe seiner fünf Jahrzehnte umfassenden Karriere einer der wagemutigsten, innovativsten und einflussreichsten Produzenten, u.a. mit Filmen wie „Das Boot“, „Die unendliche Geschichte“ und „Die weiße Massai“.

Beim Gala-Abend waren wieder zahlreiche bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler der deutschen Filmszene zugegen.

Neben dem Hauptpreis für den besten Film, wurde der mit 5.000 Euro dotierte Preis für den besten Darsteller sowie drei Sonderpreise, die mit 5.000, 3.500 und 2.500 Euro dotiert sind vergeben.

Die Preisträger 2018:

Filmpreis: "In den Gängen" (Regie: Thomas Stuber). Hier der Trailer:

Darstellerpreis: Alexander Scheer für seine Rolle in "Gundermann" und Susanne Wolff für ihre Rolle in "Styx"

Preis des Saarländischen Rundfunks: Luna Wedler und Aaron Hilmer für die Hauptrollen in "Das schönste Mädchen der Welt"

Preis der Saarland Medien GmbH: Mia Spengler für ihre Regiearbeit in "Back for Good"

Preis des Oberbürgermeisters: Franz Rogowski für die schauspielerische Leistung in "In den Gängen" und "Transit".

Link: www.guenter-rohrbach-filmpreis.de

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Intendant Adrian Kutter sagt zum 40. Jubiläum seinen Filmfestspielen Adieu.

Während am Bodensee das Arthousekino zerstört wird, wurde es in Biberach vom 30. Oktober - 4. November 2018 gefeiert. Die 40. Biberacher Filmfestspiele zeichneten den Regisseur und Produzent Douglas Wolfsperger für seinen liebevollen, frechen Dokumentarfilm "SCALA ADIEU! – von Windeln verweht" mit dem Dokumentarfilmpreis aus.

Die Begründung der Jury:

Der »Scala Filmpalast« war ein Arthouse Kino, in der Innenstadt von Konstanz, das im September 2016 der fünften Filiale einer Drogeriemarktkette weichen musste. Der Filmemacher Douglas Wolfsperger, der im Scala einen Großteil seiner eigenen Kinosozialisation erlebte, hat den Protest gegen die Schließung des Traditionshauses mit der Kamera und vielen Gesprächen begleitet.

"Uns hat überzeugt, wie aus einem vermeintlichen Heimatfilm ein Krimi wird, der ein überregionales Phänomen beschreibt und einen sich sozial gebenden Unternehmer enttarnt. Und das auf eine witzige und freche Art. Konstanz, das vom zweiten Weltkrieg verschont blieb, wird nun vom Kommerz zerstört. Ein Beispiel, das auch für viele Innenstädte Deutschlands gilt“, so die Begründung der Jury.

Bundesweiter Kinostart wird erst am 21. März 2019 im Vertrieb der Filmdisposition Wessel sein.

Die Publikumsjury verlieh am Sonntag, den 4. November 2018 ihren Biber dem Regisseur Philipp Hirsch und seinem Debüt-Spielfilm “RAUS”, welches sie als “intensives Spiel der jungen Talente” bezeichneten.

Der Schülerjury hat der Film “Sarah spielt einen Werwolf” von Katharina Wyss am besten gefallen.

Den Preis für den besten Debüt Spielfim bekam Felix Hassenfratz für sein packendes und tief berührendes Familiendrama „Verlorene”. Der Film behandelt das oft tabuisierte Thema des sexuellen Missbrauchs in der Familie und gefiel besonders wegen der vielschichtigen Figuren und der hervorragenden Filmmusik.

Den Biber für den besten Fernsehfilm ging an Max Zähle für “Bist du glücklich?”.

Die Begründung der Jury:

“Ein berührend, leiser Film, der in unserer lauten Zeit viel zu selten in dieser wahrhaftigen Form gewagt wird und der lange nachwirkt”, so die Jury.

Als bester Spielfilm des Festivals wurde der Film “Once Again” von Regisseur Kanwal Sethi ausgezeichnet. Er bekam den Goldenen Biber und damit den mit 8.000 Euro höchstdotierten Preis des Festivals. Es ist die Liebesgeschichte des alternden Filmstars Amar (65) und seiner Köchin Tara (54) vor den Kulissen der Großstadt Mumbai.

Werner Herzog bekam für seine Verdienste um den Film und die Biberacher Filmfestspiele den Ehrenbiber verliehen.

Das Jubiläum der Biberacher Filmfestspiele hat erneut einen Zuschauerrekord gebracht: ca. 16.000 Besucher kamen an den fünf Festivaltagen in den Traumpalast und die Stadthalle – ungefähr 1.000 mehr als im Vorjahr.

Link: www.biberacherfilmfestspiele.de

Quellen: ZOOM Medienfabrik GmbH

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Isländischer Film gewann bei den 60. Nordischen Filmtagen in Lübeck.

Vom 30. Oktober - 4. November 2018 fanden in Lübeck zum 60. Mal die Nordischen Filmtage statt. Gewonnen hat der isländische Film "Gegen den Strom" ("Kona fer i strid"). Erstmals in der 60-jährigen Geschichte des Festivals, das Filme aus Skandinavien und den baltischen Ländern vorstellte, konnte ein Beitrag vier Auszeichnungen auf sich ziehen. Hier der Trailer:

Der Film gewann nicht nur den Hauptpreis des Festivals, den NDR-Filmpreis, sondern auch den Baltischen Filmpreis für den besten nordischen Spielfilm und den von der Lokalzeitschrift "Lübecker Nachrichten" ausgelobten Publikumspreis.

Im Jubiläumsjahr kam die Vielfalt und hohe Qualität der Festivalfilme beim Publikum besonders gut an. Insgesamt 199 Filme wurden in 331 Vorführungen beim Festival gezeigt. Neun Preise mit einem Preisgeld von 50.000 Euro wurden bei den 60. Nordischen Filmtagen Lübeck vergeben. Auch publikumsmäßig waren das Festival mit insgesamt 36.000 Besucherinnen und Besuchern ein voller Erfolg.

Der erstmalig vergebene Preis des Freundeskreises für das Beste Spielfilmdebüt, der mit 7.500 Euro dotiert ist, ging an „Die kleine Genossin“ (Seltsimees laps) von Regisseurin Moonika Siimets aus Estland.

Der Dokumentarfilmpreis der Lübecker Gewerkschaften ging an "DIE DAS LICHT BRACHTEN" (Valontuoja) von Antti Haase, Finnland.

Der CineStar-Preis ging an "TRACING ADDAI" von Esther Niemeier, Deutschland

Der Kinder- und Jugendfilmpreis ging an "SOMMERKINDER" (Sumarbörn) von Gudrun Ragnarsdóttir, Island/Norwegen.

Den Preis der Kinderjury erhielt "ALLEIN IM ALL" (Ensamma i rymden), Regie: Ted Kjellsson, Schweden.

Links: www.luebeck.de/filmtage/de | www.nordische-filmtage.de

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DOK Leipzig verlieh goldene Tauben.

Mit einem regen Besucherandrang ist die 61. Ausgabe von DOK Leipzig nach sieben Tagen am 4. November 2018 zu Ende gegangen. 47.155 Zuschauer/innen und Besucher/innen kamen in der zurückliegenden Festivalwoche in die Kinos und zu den Veranstaltungen des Festivals.

Die meisten Preise hat die literarische Produktion "I Had a Dream" abgeräumt. Die Langzeitstudie von Regisseurin Claudia Tosi über das letzte politische Jahrzehnt Italiens gewann unter anderem die mit 10.000 Euro dotierte »Goldene Taube« als bestes internationales Werk in der Kategorie langer Dokumentarfilm. Ihren beiden Protagonistinnen stellt sie die brutale Frage, ob Demokratie und Politik überhaupt noch am Leben sind.

Eine Lobende Erwähnung erhielt Goran Dević für den Film "On the Water" – eine poetisch-politische Studie über Menschen am Wasser.

Insgesamt wurden bei der diesjährigen DOK Leipzig 22 Preise in einem Gesamtwert von mehr als 78.000 Euro vergeben, darunter sieben Goldene Tauben. 306 Filme sowie zwölf interaktive Arbeiten wurden bei dem Filmfest präsentiert.

Die »Goldene Taube« im Deutschen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm ging an den kontrovers diskutierten Beitrag "Lord of the Toys" von Pablo Ben Yakov. Mit seinen präzisen Beobachtungen und einer kritischen Einordnung legt der Film eine Jugendkultur und deren erschreckende Sprache offen, die das Internet bewusst nutzt – mit weit reichenden Folgen in den Alltag. Hier der Trailer:

Mit der »Goldenen Taube« im Next Masters Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm wurde die brasilianische Produktion "Cinema Morocco" von Ricardo Calil ausgezeichnet. Der Preis, gestiftet von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, dient als Anschubfinanzierung für das nächste Filmprojekt.

Im Internationalen Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm wurden "All Inclusive" von Corina Schwinggruber Ilić als bester Dokumentarfilm sowie "Egg" von Martina Scarpelli als bester Animationsfilm geehrt. Die Gewinnerfilme können sich nun direkt für den OSCAR® qualifizieren (in den Kategorien ‚Short Film' bzw. ‚Documentary Short Subject'), sofern sie die formalen Kriterien der Academy erfüllen.

Link: www.dok-leipzig.de

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