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Die 42. Duisburger Filmwoche gedenkt Klaus Wildenhahn

Das Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms zeigt ein Spezial zum Gedenken an Klaus Wildenhahn.

Die 42. Duisburger Filmwoche, das Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms, wird am heutigen Montag, den 5. November 2018 um 20:00 Uhr im filmforum am Dellplatz mit dem Eröffnungsfilm "KULENKAMPFFS SCHUHE" feierlich eingeläutet.

Hier ein Intro vom Kulturmagazin "ttt – titel, thesen, temperamente".

Synopsis:

Der Dokumentarfilm "Kulenkampffs Schuhe" von Regina Schilling, der vollständig aus Archivmaterial besteht, zeigt Nachkriegsgeschichte auf überraschende, ungewöhnliche und berührende Art und Weise: Anhand von zahlreichen Showausschnitten von damals, Interviews, privatem Super8-Material, historischen Dokumenten und Fotos eröffnet sich eine ganz neue Sicht auf das Unterhaltungsfernsehen der Bundesrepublik: Es war angetreten, eine ganze Nation von ihren Kriegstraumata zu therapieren, ein unverzichtbarer Ruhepol. Ein Film, der generationsübergreifend herausfinden möchte, wie die Deutschen wurden, was sie sind.

Attraktives Rahmenprogramm in Kooperation mit ARTE und 3sat.

Zusammen mit seinen Partnern und Preisstiftern ARTE und 3sat ergänzt das Festival, das bis zum 11.11.2018 stattfindet, seine Filmauswahl auch in diesem Jahr wieder um ein attraktives Rahmenprogramm.

Am Donnerstag, den 8. November 2018, um 14:30 Uhr findet das EXTRA in Kooperation mit 3sat satt. In dem Gesprächsformat diskutiert Autor und Filmemacher Rüdiger Suchsland mit der Filmemacherin und Produzentin Kristina Konrad, dem Regisseur und Produzent Constantin Wulff und dem Produzenten Thomas Kufus über das Konzept grenzüberschreitender Diskurse, das die Filmwoche und ihren Medienpartner prägt: drei Länder, ein Festival – drei Länder, ein Sender.

Es ist an der Zeit, den angestrebten Dreiklang mit Kennern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu hinterfragen: Wie ist der Stand der ästhetischen Maßstäbe, wie unterscheiden sich die jeweiligen Dokumentarfilmszenen – oder ist ihre Differenzierung nach Ländern letztlich nur ein Konstrukt? Praktisch gewendet: Was sind die Möglichkeiten und Limitationen von Ko-Produktionen über die Grenzen der deutschsprachigen Länder hinweg?

Es werden exemplarisch Ausschnitte u. a. aus den Dokumentarfilmen "ZUM VERGLEICH" von Harun Farocki, "UNSER TÄGLICH BROT" von Nikolaus Geyrhalter sowie "WEIT WEG VON HIER" von Kristina Konrad gezeigt.

23 Filme im Dokumentarfilm Wettbewerb.

Insgesamt 23 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konkurrieren zwischen dem 5. und 11. November 2018 um die Preise der Filmwoche. Bereits seit 1994 wird der mit 6.000 Euro dotierte ARTE-Dokumentarfilmpreis verliehen. Zum zweiundzwanzigsten Mal wird der 3sat-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm vergeben. Zudem werden die „Carte Blanche“, der Nachwuchspreis des Landes NRW, und der Förderpreis der Stadt Duisburg, jeweils dotiert mit 5.000 Euro, vergeben.

Gedenken an den Mitbegründer der Filmwoche.

Klaus Wildenhahn, der am 9. August 2018 in Hamburg im Alter von 88 Jahren verstarb, war Mitbegründer der Duisburger Filmwoche und lange Zeit Mitglied ihrer Auswahlkommission. Er prägte den deutschen Dokumentarfilm seit den 1960er-Jahren als Regisseur, Lehrer, Fernsehredakteur.

„Der Verlust schmerzt. Die Duisburger Filmwoche verdankte Klaus Wildenhahn nicht nur eine Reihe großartiger Dokumentarfilme – viele davon aus dieser Region –, sondern loyale und beständige Unterstützung unserer Idee. Die Bilder der Menschen in ihrer Zeit, die er diesem Land schenkte, sind kostbare Erinnerung, für immer gültig“, so Festivalleiter Werner Ružička.

Das Gedenken an Klaus Wildenhahn wird bei der 42. Duisburger Filmwoche einen Platz finden.

Der in Bonn geborene Filmemacher gilt als Mitbegründer des "Direct Cinema" in Deutschland und ist bis heute für viele Filmschaffende stilbildend. Wildenhahn beobachtete mit einer kleinen, tragbaren 16-Millimeter-Kamera den Alltag von Menschen. Wildenhahns Protagonisten waren meist alltägliche Menschen wie z.B. die Beobachtung eines Bauern bei der Arbeit in "Die Liebe zum Land", der den alltäglichen Existenzkampf eines Landwirtes zeigt. Hier der komplette Film:

Klaus Wildenhahn arbeitete u.a. als Autor für das Magazin "Panorama" beim NDR. Unter seiner Regie entstanden mehr als 60 Dokumentarfilme.

Link: www.duisburger-filmwoche.de

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Im Rahmen der Duisburger Filmwoche findet wie immer auch Kino für junge Lebenswelten statt.

Neun Dokumentarfilme des diesjährigen Festivalprogramms sind für die »GROSSE KLAPPE« nominiert. Eine elfköpfige Jugendjury aus Duisburg, Bochum und Moers hat in medienpädagogisch betreuten Workshops alle Filme gesichtet und intensiv diskutiert. Ihre Entscheidung verkündet sie am Freitag, 9. November 2018 im Rahmen der doxs!-Preisverleihung im Kino filmforum in Duisburg.

Zum achten Mal werden mit dem europaweit einzigartigen Filmpreis GROSSE KLAPPE während des doxs! kino Filmfestivals Produktionen ausgezeichnet, die in besonderem Maße die ästhetische und politische Auseinandersetzung mit Dokumentarfilm fördern. Zur Teilnahme eingeladen sind dokumentarische Produktionen aus Deutschland und Europa, die mit Fantasie und Intelligenz die Lebenswelt von jungen Menschen aufgreifen und adressieren.

Hier der Trailer mit Ausschnitten der nominierten Filme:

Die GROSSE KLAPPE wurde 2011 anlässlich des zehnjährigen Bestehens von doxs! ins Leben gerufen und wird gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro für die Regieleistung dotiert und würdigt eine europäische Filmproduktion, die in besonderem Maße die ästhetische und politische Auseinandersetzung mit Dokumentarfilm fördert.

Link: www.do-xs.de

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