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Erste Einblicke in IFA-Produktneuheiten 2018

Mehrere hundert Medienjournalisten feierten bei der gfu Media Night im Haubentaucher auf dem RAW-Gelände.

Eigentlich ist das Clubgelände an der Revaler Straße in Friedrichshain als Drogenumschlagplatz verschrien. Doch es gibt immer weniger Alternativen für unbeschwertes, und ausgiebiges Feiern in Berlin wie die Clubcommission kürzlich verlautete. Das Berliner Netzwerk für Clubkultur setzt sich als Sprachrohr der Berliner Clubszene dafür ein, dass die Belange seiner Mitglieder in Politik und Wirtschaft wahrgenommen werden.

Vor allem Beschwerden von Neuberlinern, die ortsunkundig in Neubauten bzw. restaurierten Altbauten einzogen, beschweren sich mancherorts darüber, dass es in Berlin keine Sperrstunde gäbe und der unerwartete Lärmpegel des Nachts nicht mit stillen Orten auf dem Lande vergleichbar wäre, wodurch viele Clubs und Kneipen bereits schließen mussten, sofern kein aufwändiger Schallschutz installiert werden konnte.

Die soziokulturellen Projekte und das Nachtleben sollen laut Senat zwar erhalten bleiben, doch man sei nicht auf dem Dorf, sondern mitten in der Stadt, sodass weitere Clubs zukünftig wegen der Neubauten an andere Stellen Berlins oder ins Umland verlagert werden müssten.

Am Pool des Haubentauchers auf dem ehemaligen RAW-Gelände des Reichsbahnausbesserungswerkes konnten am Mittwoch Abend dennoch die Gäste der gfu Media Night noch einmal unbeschwert feiern und die WM-Begegnung zwischen Kroatien und England (2:1) beim Fußball Halbfinale auf einer großen LED-Leinwand direkt unter freiem Himmel verfolgen, bevor ein Gewitter das Vergnügen unterbrach.

Womit weir bei eigentlichen Thema wären, denn LED-Bildschirme sind eine Technik von gestern, die das Geschehen auf dem Screen weniger brillant als OLEDs darstellen können. In diesem Jahr werden fast alle großen TV-Geräte Hersteller OLED Flachbildschirme von 55" und 65" in ihrem Portfolio haben.

Panasonic hat sogar in der bisherigen, preiswerteren LCD-Serie das 55" Modell durch ein OLED-Modell ersetzt. Eingespart wurde allerdings eine integrierte Soundbar, die dem ansonsten gleichwertigen, aber teurerem Oberklassemodell vorbehalten bleibt.

Während alle Hersteller, einschließlich Grundig, Philips, Sony, Löwe oder Panasonic u.a. ihre OLED Panels von LG als einzigem Hersteller beziehen, bleibt Samsung seiner Q-LED Eigenentwicklung vorerst weiter treu, die uns allerdings nicht ganz so blickwinkelstabil erscheint wie die OLED Bildschirme. So ist es nicht verwunderlich wenn Panasonic über OLED als den direkten Nachfolger des hochpreisigen, ehemaligen Plasmabildschirms spricht.

„OLED ist eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte – nicht nur wegen der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Technik: Mit OLED lassen sich flexible und transparente Displays fertigen oder zum Beispiel auch Leuchtmittel herstellen. Als Technologie für Fernsehschirme ist OLED kaum zu übertreffen. 2018 wird der OLED-Anteil aller TV-Geräte bereits über dem Plasma-Anteil von 2012 liegen", so Mike Bolatzky, Manager Panasonic Institute.

Auch Henrik Köhler, Geschäftsführer TP Vision D/A/CH präsentierte einige eindrucksvolle Zahlen zu OLED-Fernsehgeräten von Philips:

"2018 stieg der Marktanteil von OLED-Geräten auf 70 Prozent aller 65 Zoll-Modelle im gehobenen Segment über 2.000 Euro. In diesem Jahr stieg der Marktanteil von Philips OLED-TVs am Gesamtmarkt von OLED von 6,9 auf 17,2 Prozent."

Dennoch ist die Branche nicht ganz zufrieden. Die im letzten Jahr prognostizierten Absatzzahlen wurden im ersten Halbjahr 2018 bei weitem nicht erreicht. Offensichtlich sind die Deutschen, was den Medienkonsum betrifft, inzwischen übersättigt worden, denn auch die Kinobesucherzahlen sind um 17% im Vergleich zum Vorjahr gesunken wie wir am 7. Juli 2018 schrieben.

Die IFA ist die bedeutendste Messe für Consumer und Home Electronics und findet vom 31. August bis 5. September 2018 auf dem Berliner Messegelände (ExpoCenter City) statt. Am 11.+12. Juli 2018 konnten schon jetzt Hunderte von Medienvertretern bei den gfu Insights & Trends sich einen ersten Eindruck von kommenden Neuigkeiten im Berliner Congress Center (bcc) am Alex verschaffen. Die 1973 von elf führenden Unternehmen der Unterhaltungselektronik gründete Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik in Deutschland, die heute unter gfu Consumer & Home Electronics GmbH firmiert, hatte zu der Veranstaltung eingeladen.

Besonders spannend war jedoch ein Vortrag des Dozenten Professor Dr. Volker Bush, der allen noch einmal klar machte, dass Erfolg und Leistung nur zu ermöglichen ist, wenn man auch mal Abschalten kann. Der ständige Zwang sich vom Smartphone abhängig zu machen, beeinflusst deutlich die Leistungskurve schon bei Kindern in der ersten Grundschulklasse.

Albert Einstein soll einmal gesagt haben, dass ihm der Gedankengang zur Relativitätstheorie beim Baden kam. Also in einem Moment wo der Mensch entspannt ist und sich nicht durch andere Dinge ablenken lässt.

Fotos © BAF

Wohl deshalb fand die Media Night diesmal auch an einem Swimming Pool statt, um daran zu erinnern, dass wir alle bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren mehr Zeit damit verbringen, Mails zu lesen und zu löschen, als zu entspannen und zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen oder vielleicht sogar mal sexuelle Handlungen auszuführen.

Im Einzelnen listet der Professor die Dinge, die uns zum Schmunzeln brachten und die wir auf dem kleinen Foto rechts abgebildet haben, noch einmal wie folgt auf:

… 22 Jahre Schlaf

… 17 Jahre Arbeit

… 4 Jahre Essen

… 3 Jahre Sprechen (Männer 1, Frauen 3)

… 1 Jahr Sport

… 6 Monate Küssen (+ Anschlusshandlungen)

… 4 Tage Schuhe zubinden

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… 10 Jahre TV gucken

… 6 Jahre Surfen im Internet

… 8 Monate Mails lesen/löschen

Links: www.ifa-berlin.com | www.gfu.de

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