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Von der DVD über Blu-ray bis hin zur neuen Blu-ray Pure Audio Disc

Nach der gescheiterten HD DVD hat der jüngster Spross der Blu-ray Familie, die Blu-ray Pure Audio, auch noch keinen rechten Erfolg.

Nach der gescheiterten HD DVD und der DVD-Audio hat neben ULTRA HD Blu-ray, der jüngster Spross der Blu-ray Familie, die Blu-ray Pure Audio, auch noch keinen großen Durchbruch erzielt.

Die Industrie lässt sich immer etwas Neues einfallen, um die Geschäfte nicht abflauen zu lassen. Leider unterlaufen den Marketingstrategen oft eklatante Fehler, sodass neue Produkte oft nicht den gewünschten Erfolg haben. Im Zuge der Erneuerung unserer Video-Geräte und des Audio-Equipments stoßen wir immer wieder auf Ungereimtheiten, die einem die Freude an den neuen Anschaffungen, gründlich verderben können.

Mit der IFA-Funkausstellung, die schon in drei Monaten, am 31. August 2018 beginnt, wird wieder versucht dem Publikum zahlreiche Verbesserungen schmackhaft zu machen, die kaum einer zu nutzen weiß. Vor allem junge Leute sind natürlich anfällig für neues, schickes Styling. Ihnen reicht aber meist ein Smartphone und ein Laptop, um damit sowohl Musik zu hören oder Filme zu streamen.

Die Firma Apple gibt in dieser Beziehung den Ton an. Fast in jedem Film in dem ein PC auftaucht ist das Apple Logo zu sehen. Andererseits hat Apple nie die Blu-ray Disc in ihren Systemen unterstützt und deshalb nie in ihre PCs eingebaut, denn Filme möchte man lieber über den eigenen iTunes-Store zum Download verkaufen. Demzufolge sanken weltweit die Umsätze an CD's, DVD's und Blu-rays, während der Download und das Streamen von Musik und Filmen stetig zu nimmt.

Dennoch ist die Blu-ray für die Kinobranche nicht überflüssig geworden. Insbesondere auf Festivals wird im Notfall - wenn wieder mal die DCPs nicht den DCI-/InterOp-Standards entsprechen oder der falsche Schlüssel für die gängigen Kinoserversystemen geliefert wurde -, dann wird eben kurzerhand auf eine Blu-ray ausgewichen, die der Produzent oder Regisseur meist in der Tasche bei sich hat.

Auch betuchtere Kundschaft, die ein eignes Heimkino haben, oder einen der übergroßen 4K-Flachbildfernseher besitzen, werden ihre Filme nicht mehr zu Hause von DVD in schlechter Bildqualität abspielen wollen, sondern greifen zur deutlich höheren Auflösung einer Blu-ray Disc.

Die Medien-Industrie ist sich darüber sehr wohl bewusst und hat für die hochauflösenden 4K-Fernsehgeräte deshalb im letzten Jahr auf der IFA mit großem Werbeaufwand die ULTRA HD Blu-ray in den Markt gedrückt. Deren Inhalte liegen allerdings oft noch nicht nativ in 4K vor, sondern wurden per Upscaling von der Blu-ray-Vorlage auf die neuen Scheiben gepresst. Eigentlich wäre dies gar nicht nötig, denn viele der neueren Blu-ray Player beherrschen intern das Upscaling für die höher auflösenden 4K-Fernseher, sodass man sich den Kauf von neuen Medien derzeit noch ersparen kann.

Zukünftig dürfte daher allein das Feature einer höheren Farbtreue durch HDR und eines größeren Kontrastumfangs, den Reiz für die ULTRA HD Blu-ray ausmachen. Doch wenn nur wenige Kinofilme mit Hilfe von HDR aufgenommen werden, dann ist der Kauf der überteuerten neuen Medien eigentlich fast überflüssig.

Dennoch geht die Industrie davon aus, dass die Durchdringung des Marktes mit Blu-ray schon weit fortgeschritten ist und wendet sich deshalb in jüngster Zeit verstärkt den Musikfreunden zu, um ihnen mit einer »High Fidelity Blu-ray Pure Audio Disc« ein vermeintlich neues Klangerlebnis schmackhaft zu machen.

Bilder, Filme oder Videos sind darauf aber trotz der hohen Auflösung nicht zu finden. Im Prinzip sind diese neuen HiFi-Discs nur alte Abmischungen von zuvor veröffentlichten SACDs bzw. von nicht mehr produzierten DVD-Audio Discs oder sogar nur schöner verpackte Ausgaben von einfachen CDs. Mit ähnlicher Masche haben schon einmal Toshiba mit der DVD-Audio-Disc und Sony mit der SACD ihr Glück versucht, um höhere Umsätze im Musik-CD-Bereich zu erzielen.

Übersehen wird allerdings das steigende Angebot an Musik Streaming-Plattformen mit High Res Audio Download-Angeboten von Onkyomusic, Technics Tracks und vielen Anderen sowie dem neuen Portal 7-Digital.com, die durchaus erfolgreich sind, denn mit High Resolution Audio-Downloads kann man offensichtlich gute Geschäfte machen. Die Musik liegt zwar nicht in dem aussterbenden und verlustbehafteten MP3-Format vor, sondern in Flac, dass nur mit spezieller Hardware abzuspielen geht. Dennoch besteht dafür eine große Nachfrage. Sony hat z.B. nicht nur seine weltbekannten Walkman Geräte inzwischen Flac tauglich gemacht, sondern kann das spezielle Dateiformat auch auf seinen Smartphones abspielen.

Zudem kommen Global-Player wie Netflix und Amazon im Video-Bereich mit Streaming und Download-Angeboten hinzu, sodass viele Blu-ray Player zu Hause immer seltener benutzt werden, wenn der Download von Musik oder Filmen schneller und praktischer ist.

Mit einer neuen HiFi-Anlage, die bereits mit einem NET-Player für das Musikstreaming und einem Blu-ray Player für das Abspielen von Filmen sowie für die Wiedergabe von Musik ausgerüstet ist, haben wir allerdings zum Teil weniger gute Erfahrungen gesammelt.

1.) Musik CDs lassen ich im Blu-ray Player zwar abspielen, aber nicht mehr schnell vor- oder zurückspulen.

2.) MP3-CDs lassen sich nur abspielen wenn das TV-Gerät eingeschaltet ist, denn die Datenstruktur wird im Display des Gerätes nicht angezeigt, sodass die Auswahl der Stücke nur über den Fernseher erfolgen kann.

3.) Wird der Fernseher abgeschaltet, schaltet sich bei laufender Musik auch der Blu-ray Player aus.

Dass diese Nachteile für HiFi-Fanatiker ein Graus sind, verwundert nicht. Verständlich wenn inzwischen die gute alte Vinyl-Schallplatte ein Revival erlebt und auch die SACD scheint ein Comeback zu haben, denn die neuen SACD-Player haben alle zusätzlich einen USB oder iPod Eingang, um darüber ganz einfach, die auf einem USB-Stick aufgenommene Hi-Res Musik im Flac-Format, wiedergeben zu können.

Der in den SuperAudio Playern eingebaute Digital Analog Converter (DAC) ist für die Wiedergabe von SACDs so hochwertig ausgelegt, dass darüber problemlos FLAC Dateien in 24-bit / 96 kHz oder auch höher abgespielt werden können. Herkömmliche CDs weisen nur einen Frequenzgang von maximal 16-bit / 44 kHz auf.

Link: www.ifa-berlin.de

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