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Verleihung des 28. Deutschen Kamerapreises 2018 in Köln - »Sofort Bilder« von Wim Wenders in Berlin

Der Deutsche Kamerapreis trauert um seinen Ehrenkameramann Robby Müller, der am 3.7.2018 in Amsterdam im Alter von 78 Jahren verstarb.

Der Deutsche Kamerapreis wird am 7. Juli 2018 wie immer in Köln unter der Federführung des WDR verliehen. Während die Film Messe Köln einen Monat später wegen Modernisierungsmaßnamen der Messe nach Düsseldorf verlegt werden muss, kann die öffentliche Veranstaltung des Deutschen Kamerapreises weiterhin beim ARD-Sender in Köln durchgeführt werden.

Aus den 427 Filmen und Fernsehbeiträgen, die der Jury des Deutschen Kamerapreises vorgelegen hatten, hat diese 27 Kameraleute bzw. Editorinnen und Editoren nominiert. Erstmals gibt es dabei eigenständige Kategorien für die Bereiche Dokumentation und Dokumentarfilm.

Die Nominierten für den Deutschen Kamerapreis im Überblick:

Die Gewinner haben wir nachträglich als UPDATE farbig markiert.

KINOSPIELFILM

Florian Ballhaus für “Der Hauptmann” – Kamera *Winner

Julia Daschner für “Sommerhäuser” – Kamera (WDR/BR)

Gabriel Lobos für “Blue My Mind” – Kamera (SRF)

Benjamin Ikes für “Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt” – Schnitt

FERNSEHFILM

Thomas W. Kiennast für “Tatort: Die Faust” – Kamera (ORF/ARD)

Michael Kotschi für “Fremde Tochter” – Kamera (SWR) *Winner

Moritz Schultheiß für “4 Blocks: Brüder (Episode 1)” – Kamera (TNT-Serie)

Jan Hille, Lars Jordan für “4 Blocks: Brüder (Episode 1)” – Schnitt (TNT-Serie)

KURZFILM

Dominik Berg für “Berlin is killin’ me” – Kamera

Fabian Gamper für “Freibadsinfonie” – Kamera *Winner

Borris Kehl für “Walya” – Kamera

Boris Seewald für “Afterword” – Schnitt

JOURNALISTISCHE KURZFORMATE

Moritz Frisch für “Xenius: Bei den Spielzeugentwicklern von DJECO” – Kamera (Arte)

Holger Jungnickel für “Reunification Express” – Kamera

Patrick Waldmann für “Metropolis – Budapest, zwischen Mut und Hingabe” – Kamera (Arte) *Winner

Friederike Anders für “37 Grad: Der Bürgermeister-Macher” – Schnitt (ZDF)

DOKUMENTARFILM

Sergej Amirdzhanov “Drei Engel für Russland – Glaube, Hoffnung, Liebe” – Kamera (ZDF) *Winner

Zoë Schmederer für “früher oder später: Die Hoffnung stirbt zuletzt (Folge 4)” – Kamera (BR)

Yunus Roy Imer für “Ohne diese Welt” – Kamera (ZDF)

Calle Overweg “Drei Engel für Russland – Glaube, Hoffnung, Liebe” – Schnitt (ZDF) *Winner

DOKUMENTATION

Sorin Dragoi für “Todeszug in die Freiheit” – Kamera (BR) *Winner

Carsten Johannes Janssen, Sebastian Sievert für “Die Story im Ersten: Komplizen? – VW und die brasilianische Militärdiktatur” – Kamera (ARD/NDR)

Christian Zecha, Thomas Schäfer für “Abenteuer Museum: Museum der Geschichte der polnischen Juden, Warschau” – Kamera (arte/SWR)

Wolfgang Daut für “Der Preis der Anna-Lena Schnabel” – Schnitt (3sat) *Winner

NACHWUCHSPREIS

Andrea Muñoz für "Er Sie Ich" Schnitt *Winner

EHRENPREIS

Neben den aufgeführten Kategorien wurde noch der Ehrenpreis an Birgit Gudjonsdottir verliehen.

Das Kuratorium des DEUTSCHEN KAMERAPREISES würdigt dieses Jahr die Arbeit der Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir und zeichnet sie mit dem Ehrenpreis 2018 aus. Die renommierten Preise werden den Preisträgern am Samstag während einer feierlichen Gala in Köln überreicht. Moderiert wird die Veranstaltung von Thomas Hermanns. Nominiert sind 27 Kameraleute, Filmeditorinnen und -editoren mit Produktionen aus den Kategorien Kinospielfilm, Fernsehfilm, Kurzfilm, Journalistische Kurzformate, Dokumentarfilm und Dokumentation.

Die gebürtige Isländerin erhält die Auszeichnung für ihre herausragende und im besonderen Maße "zuhörende und intuitive Kameraarbeit". Gudjonsdottir, die in vielen Genres zuhause ist, hat sich mit der Bildgestaltung für zahlreiche Kino- und Fernsehproduktionen einen Namen gemacht. Ihr Verständnis für Bildgestaltung spiegelt sich darüber hinaus in Komödien ("Die Hochzeit meiner Eltern"), Dokumentarfilmen ("Es geht wohl anders") oder Fernseh-Dokumentationen ("Schätze der Welt") wider.

Regelmäßig arbeitet die Kamerafrau mit der Regisseurin Connie Walther zusammen. Ihr gemeinsames Werk "Zappelphilipp" wurde 2013 für den DEUTSCHEN KAMERAPREIS und den Kamerapreis der Deutschen Akademie für Fernsehen nominiert. Für den türkischen Kinofilm "Our Grand Despair"

erhielt sie 2011 beim Istanbul Filmfestival den Preis als beste Kamerafrau.

Im selben Jahr war der Film Wettbewerbsbeitrag bei der Berlinale. 2013 wurde Birgit Gudjonsdottir beim Women´s International Film and Television Showcase WIFTS mit dem Best Cinematography Award ausgezeichnet.

"Meist sind es die ernsten Themen, die sie für Kino- und Fernsehfilme in gefühlvolle Bilder und Stimmungen umsetzt. Es ist die 'innere Kraft', die sie den Bildern verleiht und damit die Zuschauer zum Nachdenken bringt. Dieser besondere Zauber entsteht für sie nicht allein durch ästhetisch perfekte Bilder, sondern vielmehr durch eine fein kalkulierte Melange aus richtigem Moment, Einstellungsgröße, Blickwinkel und Bewegung der Kamera", heißt es in der Begründung des Kuratoriums des DEUTSCHEN KAMERAPREISES.

Das Gremium zeigte sich zudem beeindruckt von Gudjonsdottirs fachlicher und menschlicher Präsenz in der Branche sowie der "Souveränität, mit der sie das Thema Gleichberechtigung im Filmgeschäft vorlebt."

Birgit Gudjonsdottir wurde 1962 in Reykjavik geboren. In Wien absolvierte sie zunächst eine Ausbildung an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt. Ein zweites Studium an der dortigen Filmakademie war ihr als alleinerziehende Mutter nicht möglich, aber über ein Volontariat und die Arbeit bei einem Kameraverleih kam sie schließlich doch zum Film, wo sie sich seither als Bildgestalterin bei zahllosen Fernseh- und Kinofilmen sowie im Dokumentarfilmbereich einen Namen machte. Birgit Gudjonsdottir ist als Dozentin an der Filmakademie Baden-Württemberg und an der Filmuniversität Babelsberg tätig. Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie sowie der Europäischen Filmakademie (EFA).

Mit dem Ehrenpreis des DEUTSCHEN KAMERAPREISES würdigt das Kuratorium die Arbeit von Bildgestaltern, die über das Einzelwerk hinaus kontinuierlich außerordentliche und richtungsweisende Leistungen vollbringen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. Michael Ballhaus, Gernot Roll, Elfi Mikesch, Judith Kaufmann, Renato Berta, Slawomir Idziak, Pio Corradi und Jo Heim.

Über den DEUTSCHEN KAMERAPREIS:

Die Auszeichnung zur Förderung und Anerkennung herausragender Arbeiten an der Kamera wurde 1981 vom WDR, der Stadt Köln und der Deutschen Gesellschaft für Photographie ins Leben gerufen und alle zwei Jahre vergeben. Seit 2001 wird der Deutsche Kamerapreis, mittlerweile getragen von BR, SWR, WDR, ZDF, der Stadt Köln, der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und anderen Institutionen, jährlich durchgeführt. Neben einer Trophäe und einer Urkunde kann zusätzlich je ein Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro für herausragende Nachwuchsleistungen an Kamera oder Schnitt verliehen werden.

Link: www.deutscher-kamerapreis.de

Quellen: Film & TV Kamera | Blickpunkt:Film | ots by dpa

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»Sofort Bilder« von Wim Wenders in Berlin.

Auch aus Berlin gib es Neues zu berichten. Hier wird heute, den 6. Juli 2017 in der Fotogalerie C|O Berlin am Bahnhof Zoo im ehemaligen Amerikahaus um 19:00 Uhr eine Photographie-Ausstellung mit »Sofort Bildern« vom Filmemacher Wim Wenders eröffnet. Der Eintritt ist am Eröffnungsabend frei. Die Ausstellung läuft offiziell vom 7. Juli bis zum 23. September 2018.

Sommer 1973, Toast, Schinken und Ei, Ketchup und Filterkaffee – Szenen aus einem amerikanischen Diner. Die Aufnahmen sind trivial, ihr Anlass ist jedoch spektakulär: Es ist der Beginn der Dreharbeiten zu Wim Wenders’ Roadmovie Alice in den Städten (1974), in dem der Protagonist mit einer Sofortbildkamera des Typs SX-70 durch die Straßen der USA wandert. Die Polaroid-Kamera war für Wim Wenders von den späten 1960er- bis in die frühen 1980er-Jahre Tagebuch, Experimentierfeld und fotografisches Roadmovie. Dabei entstanden tausende persönliche und einmalige Aufnahmen von Filmsets, Reisen durch Europa, den USA und vielen anderen Orten der Welt. Sie zeigen Wim Wenders in privater Umgebung oder Porträts von bekannten Persönlichkeiten und Freunden wie Annie Leibovitz, Robby Müller, Dennis Hopper oder Peter Handke. Erstmals und als einziger Ort in Deutschland präsentiert C/O Berlin mit der Ausstellung Wim Wenders . Sofort Bilder eine Auswahl von etwa 240 Polaroids des preisgekrönten Regisseurs, Filmemachers und Künstlers Wim Wenders. Neben diesen Aufnahmen werden Auszüge seiner filmischen Arbeiten gezeigt, die sowohl das Sofortbildmedium als auch die Fotografie selbst als Teil der filmischen Narration zum Thema haben.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Wim Wenders Stiftung und The Photographers’ Gallery in London entstanden und wurde für Berlin von Felix Hoffmann und Anna Duque y González kuratiert. Zur Ausstellung ist eine begleitende Publikation im Verlag Schirmer/Mosel, München, erschienen. Ergänzend präsentiert die Yorck Kinogruppe im delphi LUX eine Filmreihe von Wim Wenders.

Wim Wenders gilt als einer der Vorreiter des Neuen Deutschen Films und als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Kinos der Gegenwart. Er ist Regisseur, Produzent, Fotograf und Autor. Wenders fotografische Arbeiten wurden weltweit in zahlreichen Museen ausgestellt, u.a. im Pariser Centre Pompidou, im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin, im Guggenheim Museum Bilbao, und in den Deichtorhallen in Hamburg.

Link: www.co-berlin.org

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