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Frauenfilmfestival in NRW und Filmfestival goEAST in Hessen

100 Filme beim Frauenfilmfestival in Köln und über 100 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme bei goEast Festival in Wiesbaden.

Das 35. Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln präsentiert in diesem Jahr rund 100 Film aus dem In- und Ausland. Es findet jährlich abwechselnd in Dortmund und Köln statt und präsentiert diesmal vornehmlich in Köln mehrere internationale Wettbewerbe mit einem Programm aktueller und historischer Filme, die speziell von Frauen gedreht und/oder produziert worden sind.

Vom 24. bis 29. April 2018 wird an sechs Tagen in Wettbewerben und Sektionen wieder ein Überblick über die aktuellen Arbeiten von Filmemacherinnen gegeben, wie die Organisatoren ankündigten.

Dabei sind alle Genres und Stilrichtungen vertreten: Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Animationsfilme. Während die Dortmunder Festivalausgabe alle zwei Jahre unter einem thematischen Schwerpunkt steht und Filme aus der ganzen Filmgeschichte bis heute zeigt, liegt der Fokus der Kölner Ausgabe bei den unterschiedlichen Sektionen und einem wechselnden Länderschwerpunkt. Dabei werden die Ansätze verfolgt, ein feministisches Filmgedächtnis zu schaffen und Plattform zu sein für neue Trends und aktuelle Themen.

Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln ging 2006 aus der Fusion der beiden in den 1980er-Jahren gegründeten Frauenfilmfestivals femme totale (Dortmund) und der feminale (Köln) hervor und ist heute das größte Frauenfilmfestival Deutschlands.

Das IFFF Köln vergibt diesmal folgende Preise:

Internationaler Debut-Spielfilmpreis

(Köln) 10.000 Euro

Nationaler Nachwuchspreis für Bildgestalterinnen

(Köln) je 2.500 Euro in den Sparten Spiel- und Dokumentarfilm

Publikumspreis

(Köln) 1.000 Euro

Das IFFF Dortmund | Köln ist wegweisend in der Präsentation der international bedeutenden Filmemacherinnen unserer Zeit wie in der Förderung des Filmnachwuchses.

Es ist Forum für Vernetzung und Austausch und legt mit seinem Programm für Schulklassen einen besonderen Schwerpunkt auf die Filmbildung für Kinder und Jugendliche. Ergänzt werden die Filmprogramme durch ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Im Internationalen Debüt-Spielfilmwettbewerb gehen insgesamt acht aktuelle Spielfilme ins Rennen um den Preis von 10.000 Euro, darunter drei Deutschlandpremieren. Die Erstlingswerke führen uns von Afrika über Europa nach Argentinien und Costa Rica.

In dem mit 10.000 Euro dotierten internationalen Wettbewerb der Debüt-Spielfilme konkurrieren acht Filme miteinander. Die Filme erzählen unter anderem von dem familiären Zusammenhalt, Fluchterfahrungen und Abschiednehmen sowie von den Herausforderungen eines selbstbestimmt glücklichen Lebens.

Die Filmauswahl 2018:

"BENZINE"

Regie: Sarra Abidi · Tunesien 2017 · 87’ · Deutsche Erstaufführung

Hier der Trailer:

Anders als viele Filme, die sich mit dem Thema Migration beschäftigen, nimmt Sarra Abidi mit BENZINE die Perspektive der in der Heimat zurückgebliebenen Menschen ein. Die Geschichte erzählt die Ungewissheit, das Warten und die Sorge aus der Sicht eines Elternpaares in der tunesischen Provinz. Sie haben seit neun Monaten keine Nachricht von ihrem Sohn, der heimlich die gefährliche Reise nach Italien angetreten hat.

Do 26.04.2018, 18 Uhr, Odeon / Köln

"CON EL VIENTO // Facing the Wind"

Regie: Meritxell Colell Aparicio · Spanien / Argentinien / Frankreich 2018 · 108’

Der Film lief in der Sektion »Forum« der 68. Berlinale 2018. Hier der Trailer:

Nach langer Abwesenheit kehrt die Tänzerin Mónica zur Beerdigung ihres Vaters in ihr Heimatdorf zurück. Dem Impuls, so schnell wie möglich in ihr weit entferntes Leben zurückzukehren, widersteht sie, um ihrer Mutter beim Verkauf des alten Familienhauses beizustehen. Eine emotionale Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Herkunft beginnt, als es Abschiednehmen nicht nur vom Ort der Kindheit heißt; alte Konfliktlinien und Trauer um verpasste Gelegenheiten scheinen auf und auch die verbleibende Zeit mit der Mutter ist begrenzt. In ihrem mit Laiendarstellerinnen inszenierten Debüt gelingt es Meritxell Colell Aparicio, mit wenigen schlichten Gesten von elementaren Gefühlen zu erzählen.

So 29.04., 16 Uhr, Odeon / Köln

"DOPO LA GUERRA // After the War"

Regie: Annarita Zambrano· Frankreich, Italien 2017 · 92’, Deutsche Erstaufführung

Bologna, 2002. Der Widerstand gegen die Arbeitsgesetze kocht an den Universitäten des Landes hoch. Da öffnet der Mord an einem Richter alte politische Wunden zwischen Frankreich und Italien. Marco, ein ehemaliger Terrorist, in Italien wegen Mordes verurteilt, lebt – dank der Mitterand-Doktrin – seit 20 Jahren im französischen Exil. Ihm wird der aktuelle Mord zu Lasten gelegt und die italienische Regierung beantragt seine Ausweisung. Marco sieht sich gezwungen, endgültig abzutauchen. Doch seine inzwischen 16-jährige Tochter Viola weigert sich, mit ihm zu gehen. Kluger und spannender Politkrimi mit Giuseppe Battiston, Barbara Bobulova, Jean-Marc Barr u.a.

Do 26.04., 20.15 Uhr, Odeon / Köln

"ESTIU 1993 // Summer 1993"

Regie: Carla Simón · Spanien 2017 · 96’ Sommer 1993.

Der Film feierte seine Premiere auf der 67. Berlinale 2017 in der Sektion »Generation«. Hier der Trailer:

Die sechsjährige Frida zieht nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Onkel aufs Land. Obgleich sie von dessen Familie liebevoll aufgenommen wird, gewöhnt sich Frida nur zögerlich an ihr neues Zuhause. Momente kindlicher Ausgelassenheit stehen neben nachdenklicher Distanziertheit in dem tollen Coming-of-Age-Drama, das behutsam die Folgen einer unberechenbaren Krankheit verhandelt.

Mi 25.04., 20.45 Uhr, Odeon / Köln

"HJÄRTAT // The Heart"

Regie: Fanni Metelius · Schweden 2018 · 10O’ · Deutsche Erstaufführung

Diese erfrischende Amour fou hat Hauptdarstellerin Fanni Metelius selbst inszeniert. Kapitelweise beschreibt sie hautnah die Entwicklung einer jungen Liebe, unterlegt mit einem ausgefeilten Soundtrack aus englischem und schwedischem Hip-Hop. Ihr gelingt das Porträt einer neuen Generation junger Erwachsener, die mit Intimität, Sexualität und großen Erwartungen ringen. Sa 28.04., 20.15 Uhr, Odeon / Köln

"I AM NOT A WITCH"

Regie: Rungano Nyoni · Großbritannien / Frankreich / Deutschland / Sambia 2017 · 93’

Der Film feierte in Cannes 2017 seine Erstaufführung in der Sektion »Quinzaine« und lief im November 2017 in Berlin beim Festival »14 Films around the World«. Hier der Trailer:

Shula ist zwar noch keine zehn Jahre alt, verfügt aber schon über magische Kräfte. Das meint jedenfalls das hastig eingesetzte Tribunal, das dem Mädchen nach einem nichtigen Vorfall im Heimatdorf Zauberei unterstellt – und Shula in ein Hexenlager schickt, in dem sie mit anderen Verurteilten fortan ihre Tage fristen soll. Es sei denn, sie entscheidet sich für die Flucht und riskiert damit, in eine Ziege verwandelt zu werden. Rungano Nyoni zeichnet mit atemberaubend eigenwilligen Einstellungen das Bild einer sich in archaischen Ritualen selbst lähmenden Stammesgemeinschaft. Sie wurde dafür bei den British Film Awards mit dem BAFTA für das herausragende Debüt 2018 ausgezeichnet.

Fr 27.04., 18 Uhr, Odeon / Köln

"JIBRIL"

Regie: Henrika Kull · Deutschland 2018· 83’

Die Deutschlehrerin Maryam lebt als alleinerziehende Mutter ein selbstbestimmtes Leben. Auf der Suche nach einem Glück jenseits der Alltagspflichten trifft sie den Deutsch-Libanesen Jibril wieder, der eine sechsjährige Haft im Gefängnis absitzt. Mit Feuereifer stürzt sich Maryam in die vorerst weitgehend platonische Romanze. Doch eine Beziehung mit jemandem zu führen, der nicht am eigenen Leben partizipiert, ist eine Herausforderung.

Fr 27.04., 20.15 Uhr, Odeon / Köln

Sa 28.04., 20 Uhr, Kino im U / Dortmund

"MEDEA"

Regie: Alexandra Latishev · Costa Rica / Chile / Argentinien 2017 · 76’

Hier der Trailer:

María José, die Protagonistin dieses poetischen und bildstarken Debüts, ist 25. Ihr Leben oszilliert zwischen der Monotonie ihres Studiums, dem Zusammenleben mit ihren ewig desinteressierten Eltern, ihrem Rugbytraining und bizarren Mutproben mit ihrem schwulen Freund. Als sie Javier kennen lernt, versucht sie eine Beziehung mit ihm. Doch Mariá Josés Wahrnehmung ihrer Umwelt entfremdet sie vom ‚normalen Leben’, das ihr einfach nicht gelingen will. Und sie hat ein Geheimnis, das sie akribisch hütet.

Sa 28.04., 18 Uhr, Odeon / Köln

Darüber hinaus bietet die Sektion Panorama einen fokussierten Blick auf das Schaffen von Filmemacher*innen weltweit, deren Bildsprache sich durch außergewöhnliche Perspektiven und formale Experimentierfreude auszeichnet. Gezeigt werden in dieser Sektion acht Dokumentarfilme, ein Spielfilm und zahlreiche Kurzfilme.

Förderer des Festivals:

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Stadt Dortmund

Stadt Köln

Film- und Medienstiftung NRW

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Link: www.frauenfilmfestival.eu

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Noch bis zum 24. April 2018 läuft das vom Deutschen Filminstitut in Frankfurt/Main organisierte goEast Festival des Mittel und Osteuropäischen Films, das wie immer in der Caligari FilmBühne und im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden stattfindet.

16 aktuelle Produktionen konkurrieren dieses Jahr wieder um die goEast-Lilien, die nach sieben Tagen Festivallaufzeit am Dienstag, 24. April, vergeben werden.

Mit "THE DEAD NATION" (R: Radu Jude), "THE MINER" (R: Hanna Slak), und "ONCE UPON A TIME IN NOVEMBER" (R: Andrzej Jakimowski) sind drei starke Filme des Spiel- und Dokumentarfilmwettbewerbs vorgestern ins Rennen gegangen. Ganz auf Augenhöhe miteinander und mit dem Publikum diskutieren die Filmgäste des Tages abends im goEast Salon im Wiesbadener Festivalzentrum.

Über einen bosnischen Bergarbeiter in Slowenien und das Trauma einer ganzen Generation, über einen polnischen Studenten, der mit seiner Mutter und ihrem Hund auf der Straße landet. Über das, was uns hier und anderswo bewegt, übers Filmemachen, über gesellschaftliche Probleme, und über Strategien, mit ihnen umzugehen.

Andrzej Jakimowski "Once Upon A TIME IN NOVEMBER" lief in Berlin im letzten April 2017 beim 12. Festival FilmPolska. Hier der Trailer:

„Mutter” hat durch Polizeiwillkür ihre Wohnung verloren und haust in einem Bretterverschlag. Ihr Sohn „Marky” sucht sie und ihren Hund „Kumpel” eine neue Bleibe. Weil sie mit „Kumpel” jedoch nicht ins Obdachlosenasyl darf, beschließt „Mutter” zu „Markys” Erstaunen in ein besetztes Haus im Zentrum von Warschau zu ziehen. Dann kommt der polnische Unabhängigkeitstag am 11. November, an dem seit Jahren Nationalisten und zunehmend auch rechtsextreme Schläger in der Hauptstadt demonstrieren. Ohne dass die Polizei einschreitet, taucht plötzlich der rechte Mob vor dem besetzten Haus auf.

“Once upon a time in November” steht mit seiner leisen Geschichte über die Verlierer der polnischen Gesellschaft in einer langen Tradition. Dann wird der Film zu einem schmerzhaften Kreischen. Denn die Bilder der rechten Demonstranten und ihres Angriffs auf das Haus sind echt!

Die diesjährige 13. Ausgabe von filmPOLSKA findet in Berlin gleich im Anschluss an das goEast Festival vom 25.04.-02.05.2018 statt.

Im Gegensatz zum Filmfestival Cottbus, dem osteuropäischen Filmfestival in unserer Region Berlin-Brandenburg, das wieder im November veranstaltet wird, liegt der Fokus beim goEast Filmfestival ein wenig mehr auf der mitteleuropäischen Region.

Preisgekrönte Independent Filme speziell aus Süd-Osteuropa werden in Berlin auch vom 24.-27. Mai 2018 bei der dritten Ausgabe von SEEFF à Berlin, dem South East European Filmfestival von Festivaldirektor Harald Siebler, gezeigt.

goEAST

Link: www.filmfestival-goeast.de

18.-24. April 2018

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