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71. Festival de Cannes 2018 wurde um einen Tag vorverlegt

Pierre Lescue, Präsident des Festivals de Cannes, hat entscheidende Änderung verkündet.

Mit einem leidenschaftlichen Kuss aus Godards Film "Pierrot le fou" (dt. Titel: "Elf Uhr Nachts") aus dem Jahr 1965 werben die 71. Filmfestspiele von Cannes an der Cote d'Azur auf ihrem diesjährigen Festivalplakat um die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

71. Festival de Cannes (Official Press Festival Poster)

© Design : Flore Maquin - Photo : Pierrot le fou © Georges Pierre

Erstmals ist das Festival de Cannes 2018 um einen Tag vorverlegt worden; es findet von 8. bis 19. Mai 2018 statt. Damit dauert die 71. Ausgabe des Festival de Cannes von Dienstag bis Samstag und nicht wie die Ausgaben zuvor von Mittwoch bis Sonntag.

"Nach seinem Jubiläum in diesem Jahr beginnt für das Festival de Cannes ein neuer Abschnitt in seiner Geschichte. Wir wollen unsere Organisation so weit wie möglich ändern und gleichzeitig weiterhin das Kino unserer Zeit hinterfragen und seinen Umbruch zu begleiten", erklärt Festivalpräsident Pierre Lescure.

Festivalleiter Thierry Frémaux ergänzte: "Sie werden überrascht sein, wir streben eine komplette Erneuerung an, um der Vitalität des filmischen Schaffens auf der Welt gerecht werden. Die Filme geben eine Antwort darauf, was das Kino im Jahr 2018 zu bieten hat."

Die Vorverlegung um einen Tag hat laut Lescure zwei Vorteile: "Am Dienstag zu beginnen, gibt uns die Möglichkeit, vor dem Festivalwochenende einen weiteren Galaabend zu veranstalten und Previews des Eröffnungsfilms in ganz Frankreich zu organisieren. Die Preisverleihung um einen Tag, auf Samstagabend, vorzuverlegen, wird außerdem ihr Ansehen erhöhen und dem Abschlussfilm eine breitere Beachtung verschaffen."

Cate Blanchett leitet die große Wettbewerbs-Jury.

Die australische, zweifache Oscarpreisträgerin Cate Blanchett wird die Jury beim 71. Internationalen Film Festival de Cannes leiten. Sie gewann 2014 den Oscar als beste Schauspielerin für "Blue Jasmine". 2005 bekam sie den Oscar als beste Nebendarstellerin für "Aviator".

Die Oscargewinnerin Cate Blanchett übernimmt in diesem Jahr die Jurypräsidentschaft beim Festival de Cannes. "Ich fühle mich durch diese Privileg und die Verantwortung, der Jury vorzustehen, geehrt. Dieses Festival spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, gute Geschichten zu feiern; dieses fremdartige und lebendige Bemühen, das alle Völker teilen, verstehen und erflehen", wird die 48-Jährige in einer Pressemitteilung des Festivals zitiert.

Festivalpräsident Pierre Lescure und Festivalleiter Thierry Frémaux betonen in einem gemeinsamen Statement: "Wir freuen uns, so eine seltene und einzigartige Künstlerin willkommen heißen zu können, deren Talent und Überzeugungskraft sowohl auf der Kinoleinwand als auch auf der Bühne eine Bereicherung sind. Nach unseren Gesprächen im Herbst sind wir davon überzeugt, dass sie eine pflichtbewusste Präsidentin, eine leidenschaftliche Frau und eine großherzige Beobachterin sein wird."

Blanchett folgt als Juryvorsitzende auf den spanischen Regisseur Pedro Almodovar.

Film von Ashgar Farhadi eröffnet das Cannes-Festival.

Der iranische Regisseur Ashgar Farhadi, Gewinner der Goldenen Palme 2016 mit seinem Familiendrama "The Salesman" wird in diesem Jahr das Filmfestival von Cannes mit "Todos Lo Saben" - "Everybody Knows" eröffnen. Die Hauptrollen in seinem ersten in spanischer Sprache gedrehten Film spielen die spanischen Stars Penélope Cruz und Javier Bardem. Cruz und Bardem sind verheiratet und in Spanien ein Glamour-Paar. Der Film von Farhadi läuft auch im Wettbewerb für die Goldene Palme. Hier der Trailer:

Synopsis:

In Farhadis neuem Film spielt Cruz eine Mutter, die mit ihrem Mann und ihren Kindern für eine Familienfeier in ihr Heimatdorf in Spanien zurückkehrt. Die Reise entwickelt sich zu einer Bewährungsprobe für die Familie.

Everybody Know startet in den französischen Kinos am 9. Mai 2018, nur einen Tag nach seiner Premiere in Cannes. Zuvor hatte der iranische Arthouse-Regisseur bereits das Drama "Le Passé - Das Vergangene" (2013) in Frankreich realisiert. Der neue Psychothriller des zweifachen Oscarpreisträgers ist der zweite spanischsprachige Eröffnungsfilm in Cannes nach Pedro Almodóvars "La mala educación - Schlechte Erziehung" aus dem Jahre 2004, der weder in Englisch noch in Französisch gedreht wurde.

Der 1972 in Iran geborene Filmemacher schaffte seinen Durchbruch mit dem Familiendrama "ABOUT ELLY", für das er 2009 an der Berlinale den Silbernen Bären gewann. Mit seinem Nachfolgeprojekt, dem vielumjubelten Ehedrama "NADER & SIMIN - A SEPARATION" gewann er 2011 den Hauptpreis der Berlinale und wurde mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet. Sein Drama "THE SALESMAN" (2016) wurde als Gala Premiere am 12. ZFF in Zürich gezeigt und wurde 2017 ebenfalls mit dem Oscar und zahlreichen weiteren Filmpreisen ausgezeichnet.

Wim Wenders Papst-Doku läuft außer Konkurrenz.

Außerhalb des Wettbewerbs stellt Wim Wenders seinen Dokumentarfilm "Pope Francis. A man of his word" über Papst Franziskus vor. Auch wenn vieles, was der Papst bisher verkündet hat, bereits aus den Medien bekannt ist, dürfte Wenders auch diesmal wieder mit außergewöhnlichen Bildern aufwarten, weshalb der Film eingeladen wurde und bei den »Special Screenings« außer Konkurrenz präsentiert wird.

Ansonsten gibt es keinen weiteren deutschen Film in der offiziellen Wettbewerbssektion. Allerdings ist zumindest in der Nebenreihen »Un Certain Regard« der deutsche Filmemacher Ulrich Köhler mit "In My Room" präsent, eine Produktion der Kölner Pandora mit Elena Radonichich und Hans Löw in den Hauptrollen.

Synopsis:

In dem Sci-Fi Drama geht es um einen Freiberufler mit viel Zeit und wenig Geld. Er ist nicht glücklich mit diesem Leben, kann sich aber kein anderes vorstellen. Eines Morgens ist es totenstill: Die Welt sieht aus wie immer, aber die Menschheit ist verschwunden.

Buch und Regie zu "In My Room" stammen von Silberner-Bär-Gewinner Ulrich Köhler ("Die Schlafkrankheit"). Neben Hauptdarsteller Hans Löw ("Hedi Schneider steckt fest", "Es war einmal in Deutschland...") sind Michael Wittenborn ("Toni Erdmann"), Emma Bading und Kathrin Resetaris zu sehen. Für die Kamera verantwortlich zeichnet Patrick Orth.

Spike Lee im Internationalen Wettbewerb.

Im Internationalen Wettbewerb finden sich Titel von Spike Lee "BlacKkKlansman", Jean-Luc Godard "Le livre d'image", dem polnischen "Ida"-Regisseur Pawel Pawlikowski "Zimna Wojna - Cold War" oder Matteo Garrones "Dogman", "At War" von Stéphane Brizé, Alice Rohrwachers "Lazzaro Felice", "Shoplifters" von Kore-Eda Hirokazu und das »Feelgood-Roadmovie« "Three Faces" von Jafar Panahis aus dem Iran, der allerdings Ausreisesperre hat und deshalb nicht persönlich der Einladung nach Cannes folgen kann.

Aus den USA läuft David Robert Mitchell erstmals im Wettbewerb mit "Under the Silver Lake", nachdem er zuletzt "It Follows" in der Sektion »Semaine de la Critique« vorgestellt hatte. Große Namen wie Paolo Sorrentino und Jacques Audiard sollen dagegen nicht fertig geworden sein mit ihren neuen Filmen.

Eine starke Präsenz hat indes das asiatische Kino: Jia Zhangke reist an mit "Ash Is Purest White", Hirokazu Kore-Eda zeigt "Shoplifters". Außerdem dabei aus Asien: "Netemo Sametemo" von Ryusuke Hamaguchi, "Buh-ning" von Lee Chang-Dong, "Yomeddine" von A.B. Shawky.

Darüber hinaus nimmt das Königreich Saudi-Arabien erstmals am Filmfestival in Cannes teil und wird Kurzfilme präsentieren, wie die Delegation von Kronprinz Mohammad bin Salman bei dessen Paris-Besuch am 9. April 2018 mitteilte.

Cannes: Wettbewerbsfilme 2018:

- "Todos Lo Saben" (Everybody knows), Asghar Farhadi (IRN)

- "En guerre", Stephane Brize (FRA)

- "Dogman", Matteo Garrone (ITA)

- "Le livre d'image", Jean-Luc Godard (FRA)

- "Netemo Sametemo (Asako III)", Ryusuke Hamaguchi (JPN)

- "Plaire aimer et courir vite", Christophe Honore (FRA)

- "Les filles du soleil", Eva Husson (FRA)

- "Ash is purest white", Jia Zhangke (CHN)

- "Shoplifters, Koreeda Hirokazu (JPN)

- "Capharnaüm", Nadine Labaki (LIB)

- "Buh-Ning", Lee Chang-Dong (KOR)

- "BlacKkKlansman", Spike Lee (USA)

- "Under the silver lake", David Robert Mitchell (USA)

- "Three faces", Jafar Panahi (IRN)

- "Zimna Wojna" (Cold War), Pawel Pawlikowski (POL)

- "Lazzaro Felice", Alice Rohrwacher (ITA)

- "Yomeddine", A.B Shwaky (AGY)

- "Leto", Kirill Serebrennikow (RUS)

- "The Wild Pear Tree" (TURK)

- "Un couteau dans le coeur", Yann Gonzalez (FRA)

- "Ayka", Sergey Dvortsevoy (KAS)

Cannes legte nach.

Rund eine Woche nach der Programm-PK des 71. Festival de Cannes legte Festivalleiter Thierry Frémaux wie angekündigt noch einmal für die »Sélection officielle« nach.

Im Wettbewerb findet sich nun auch noch der neue Film des vormaligen Goldene-Palme-Gewinners Nuri Bilge Ceylan ("Winterschlaf"), "The Wild Pear Tree", eine türkisch-französisch-deutsche Produktion (deutscher Produzent: Fabian Gasmia), sowie "Un couteau dans le coeur" von Yann Gonzalez mit Vanessa Paradis in der Hauptrolle und "Ayka" von dem kasachischen Filmemacher Sergey Dvortsevoy, der mit seinem Debüt "Tulpan" vor zehn Jahren den Prix »Un Certain Regard« gewinnen konnte.

Ob der Abschlussfilm, "The Man Who Killed Don Quixote" von Terry Gilliam mit seinem "Brazil"-Hauptdarsteller Jonathan Pryce sowie Adam Driver wirklich an der Croisette gezeigt werden kann, steht noch offen, denn das Festival streitet sich derzeit mit dem Produzenten Paulo Branco.

Wegen ungeklärter Rechtefrage herrscht zudem zwischen Produzent Paulo Branco und Terry Gilliam schon seit der Vorproduktion Funkstille. Nun hat sich auch noch der französische Verleih zu Wort gemeldet:

"Paulo Branco war nie, ist nie und wird auch nie Produzent von 'The Man Who Killed Don Quixote' sein", so Philippe Aigle von Ocean Films in einem aktuellen Statement. Laut Aigle hielt Branco zu keinem Zeitpunkt die Copyright-Rechte am Drehbuch, weil er die Summe von 250.000 Euro nicht aufbringen konnte.

Das Festival verurteilte die Versuche des Produzenten, das Screening zum Festivalabschluss gerichtlich verhindern zu wollen. Seine Anwälte hätten versucht, das Festival mit Drohungen einzuschüchtern. Am heutigen 7. Mai 2018 soll ein Gericht darüber entscheiden, ob der Film gezeigt werden darf oder nicht. Parallel zum Screeningstermin in Cannes soll der Film mit 300 Kopien in den französischen Kinos anlaufen.

Außer Konkurrenz läuft im Wettbewerb neben der Papst Doku von Wim Wenders auch "Le Grand Bain" von Gilles Lellouche sowie Disneys "Solo: A Star Wars Story". Hier der Trailer:

Synopsis:

In der "Star Wars"-Auskopplung geht es um das Leben des jungen Han Solo, bevor er Luke Skywalker traf. Regie führt Ron Howard. Alden Ehrenreich spielt den jungen Schmuggler Han Solo, auch "Game of Thrones"-Star Emilia Clarke, Woody

Harrelson und Paul Bettany sind dabei. Weitere Rollen haben u.a. Donald Glover, Emilia Clarke, Woody Harrelson, Paul Bettany und Thandie Newton übernommen.

Han Solo, soll am 15. Mai 2018 im Rahmen eines »Special Screenings« in Cannes seine Premiere feiern. Der deutsche Kinostart ist für 24. Mai 2018 vorgesehen.

In der gleichen Special-Screenings-Reihe läuft auch das Animationsdrama "Another Day of Life" eine NDR/ARTE Produktion von Raúl de la Fuente & Damian Nenow, gefördert von Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein. Der Film bildet ein wichtiges Kapitel aus dem Leben des berühmten polnischen Reporters Ryszard Kapuscinski ab. Hier der Trailer:

"Erzählt wird die Geschichte von Ryszard Kapuscinskis dreimonatigen Reise durch das kriegszerstörte Angola, die ihn für immer veränderte. Der Film basiert lose auf Motiven des gleichnamigen Romans, in dem Kapuscinski seine Erfahrungen während des Bürgerkriegs verarbeitet hat. Zugleich ist er eine Hommage an den Starjournalisten, der damals als letzter Berichterstatter in Angola unterwegs war. Der Film erweckt Menschen wieder zum Leben, die in einem vergessenen Konflikt kämpften, der phasenweise ein Stellvertreterkrieg zwischen der UdSSR und der USA war. Dem Regisseur gelingt es, die Charaktere sehr modern, elegant und zugleich lebendig zu zeichnen. Am Modell von Schauspielern wurden die Figuren entworfen und in der Animationsfabrik in Hamburg-Altona in Szene gesetzt."

"Another Day of Life" wurde bereits mit dem »Cartoon Movie's Producer of the Year Award« geehrt. Der Film ist eine Produktion von Platige Films (Polen) und Kanaki Films (Spanien), als Koproduzenten waren Walking the Dog (Belgien) und aus Deutschland Wüste Film und Animationsfabrik beteiligt.

Die große Nachricht ist allerdings die Rückkehr nach Cannes von Lars von Trier sieben Jahre nach seiner Verbannung. Sein neuer Film, "The House That Jack Built" mit Matt Dillon wird allerdings ebenfalls außer Konkurrenz gezeigt. Bis zuletzt soll es Auseinandersetzungen zwischen Thierry Frémaux und dem Vorstand des Festivals gegeben haben, ob der Film im Wettbewerb gezeigt werden darf. Frémaux gab offenbar nach.

Netflix von Wettbewerb in Cannes ausgeschlossen.

Wie nach Protesten bei der letzten Jubiläumsausgabe der Filmfestspiele in Cannes beschlossen wurde, werden Filme des Streaminganbieters Netflix nach den im vergangenen Jahr implementierten Cannes-Statuten nicht mehr zum Wettbewerb um die Goldene Palme zugelassen.

Der Wettbewerb soll ausschließlich Filmen vorbehalten bleiben, die in Frankreich zunächst regulär in den Kinos ausgewertet werden. Die Entscheidung betrifft sämtliche Streaminganbieter, obwohl deren Filme weiterhin in anderen Programmen von Cannes laufen dürfen. Hintergrund ist der gewünschte Kinozwang für Filme in Frankreich durch die besonders restriktiven Kulturgesetze.

Nach dem Kinostart eines Films müssen in Frankreich mindestens vier Monate vergehen, bis der Film etwa auf DVD erscheinen darf. Ein Video-on-Demand-Angebot im Internet ist ab diesem Zeitpunkt zwar auch möglich, aber nur, wenn pro Film bezahlt wird - was Netflix anders als etwa Amazon aber nicht anbietet.

Erst ein Jahr nach Filmstart dürfen die Produktionen dann in speziellen Pay-TV-Angeboten laufen und erst 22 beziehungsweise 30 Monate nach Start im gebührenfreien Fernsehen. Streamingangebote, die Filme im Abo anbieten wie Netflix, dürfen die Produktion gar erst drei Jahre nach der Kinoveröffentlichung zeigen.

Christopher Nolan leitet Masterclass zu Kubricks Wirken.

Am 13. Mai 2018 wird Christopher Nolan im Rahmen einer Masterclass in Cannes über seine Arbeiten, aber auch seine Leidenschaft für Kubricks Wirken sprechen. Aus diesem Anlass präsentiert Nolan am 12. Mai 2018 in Cannes noch einmal Kubricks Meisterwerk "2001: Odyssee im Weltraum" in einer 70-mm-Kopie, der vor 50 Jahren erstmals in den Kinos kam. Hier der Trailer:

Benicio Del Toro leitet Un-Certain-Regard-Jury.

Der Schauspieler Benicio Del Toro, der bereits für den Juryvorsitz des ältesten Filmfestivals der Welt, den Internationalen Filmfestspiele von Venedig, Ende August bestätigt ist, leitet in diesem Jahr auch die Jury für den Sonderpreis »Un certain regard« (Ein gewisser Blick) beim Filmfestival von Cannes. 2010 hatte der in Puerto Rico geborene Schauspieler in Cannes der Wettbewerbsjury um Tim Burton angehört.

Die Jury zeichnet ungewöhnliche Filme von zumeist weniger bekannten Regisseuren aus.

2012 war Benicio Del Toro mit seinem Regiebeitrag zum Episodenfilm "7 Tage in Havanna" selbst schon einmal in »Un Certain Regard« vertreten gewesen. Vier Jahre zuvor war er für seine Rolle in Steven Soderberghs Zweiteiler "Che" in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet worden. Vier weitere Filme mit ihm - "Die üblichen Verdächtigen", "Das Versprechen", "Sin City" und "Sicario" - wurden ebenfalls in Cannes gezeigt.

Im vergangenen Jahr hatte Uma Thurman die Un-Certain-Regard-Jury in Cannes geleitet.

Filme der Nebensektion »Un Certain Regard«.

Neben dem bereits eingangs erwähnten Werk "In My Room" des deutschen Filmemachers Ulrich Köhler werden u.a. folgende Filme in der Nebensektion »Un Certain Regard« gezeigt:

"Grans" von Ali Abbasi, "Long Day's Journey into the Night" von Bi Gan, "Manto" von Nandita Das, "Sextape" von Antoine Desrosères, "Girl" von Lukas Dhont, "Geuele d'Ange" von Vanessa Filho, "Euphoria" von Valeria Golino, "Rafiki" von Wanuri Kahiu, "Mon Tissue Préférée" von Gaya Jiji, "Die Stropers" von Etienne Kallos, "El Angel" von Luis Ortega und "The Gentle Indifference of the World" von Adilkhan Yerzhanov.

Der Eröffnungsfilm der Reihe »Un Certain Regard« ist die deutsche Koproduktion "Donbass" von Sergei Loznitsa, die nachträglich aufgenommen wurde. Mit seinen letzten drei Spielfilmen war der ukrainische Filmregisseur und Drehbuchautor Loznitsa stets im Wettbewerb gelaufen.

Paolo Moretti zum neuen Quinzaine-Leiter ernannt.

Die zweite Nebensektion »Quinzaine des Réalisateurs« die parallel zum Festival de Cannes von der Société des Réalisateurs de Films veranstaltet wird, hat einen neuen künstlerischen Leiter: Paolo Moretti folgt auf den scheidenden Edouard Waintrop. Waintrop kuratiert die Reihe dieses Jahr zum letzten Mal, Moretti übernimmt dann 2019.

Paolo Moretti ist ein italienischer Filmexperte, der zuletzt das International Film Festival of La Roche-sur-Yon geleitet hat und in der Stadt auch ein Kino führte. Von 2008 bis 2011 war er Stellvertretender Direktor und Programmberater beim Filmfestival in Venedig.

Die Independent Sektion "Directors' Fortnight", die im Rahmen von »Quinzaine des Réalisateurs« stattfindet, feiert übrigens 2018 ihre 50. Edition.

Joachim Trier leitet Semaine-de-la-Critique-Jury.

Joachim Trier ist Jurypräsident für die Veranstaltungsreihe »Semaine de la Critique«, die ebenfalls von 9. bis 17. Mai im Rahmen des Festival de Cannes stattfindet. Der norwegische Regisseur war selbst bereits mit zwei Filmen auf dem Festival vertreten gewesen: 2011 in »Un Certain Regard« mit "Oslo, 31. August" und 2015 im Wettbewerb mit "Louder Than Bombs".

Die weiteren Mitglieder der Semaine-de-la-Critique-Jury sind die Schauspieler Chloe Sevigny und Nahuel Perez Biscayart, der in diesem Jahr für seine Rolle in Robin Campillos "120 BPM" mit dem César ausgezeichnet worden war, die neue Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi und der französische Journalist Augustin Trapenard.

Zusammen mit Joachim Trier vergeben sie den Nespresso Grand Prize an einen von sieben Filmen aus dem Wettbewerb, den Leica Cine Discovery Prize an einen von zehn Kurzfilmen sowie erstmals den Louis Roederer Foundation Rising Star Award an eine Schauspielerin oder einen Schauspieler aus den Wettbewerbsfilmen.

Im vergangenen Jahr hatte Emmanuel Gras' "Makala" den Hauptpreis der »Semaine de la Critique« gewonnen.

Ursula Meier leitet Caméra d'Or-Jury.

Die Schweizer Filmemacherin Ursula Meier ist Präsidentin der »Caméra-d'Or-Jury«. Der Preis geht jährlich an den besten Erstlingsfilm im Rahmen des Festival de Cannes. Der Preisträger darf aus allen Wettbewerbssektionen sowie aus den Teilnehmern der »Semaine de la Critique« und der »Quinzaine des Réalisateurs« ausgewählt werden.

Meier machte sich einen Namen mit "Home" und "Winterdieb", der 2012 in Berlin einen Silbernen Bären gewonnen hat. In Cannes war sie 2014 mit einer Episode des Kollektivfilms "Bridges of Sarajevo" vertreten gewesen.

Im vergangenen Jahr ging die Caméra d'Or an Léonor Serrailles "Montparnasse Bienvenue".

Bertrand Bonello leitet die Kurzfilm- und Cinéfondation-Jury.

Die Jury, die über den besten Kurzfilm sowie über den Gewinner in der Sektion »Cinéfondation« entscheidet, wird vom französischen Filmemacher Bertrand Bonello geleitet.

Aus 3.943 eingereichten Kurzfilmen sind die ersten acht von insgesamt 10 Filmen für den Kurzfilmwettbewerb des Festival de Cannes ausgewählt worden:

- "Gabriel" (Regie: Oren Gerner), Frankreich

- "Judgement" (Regie: Raymund Ribay Gutierrez), Philippinen

- "Caroline" (Regie: Celine Held, Logan George), USA

- "Tariki" (Regie: Saeed Jafarian), Iran

- "III" (Regie: Marta Pajek), Polen

- "Duality" (Regie: Masahiko Sato, Genki Kawamura, Yutaro Seki, Masayuki Toyota, Kentaro Hirase), Japan

- "On the Border (Regie: Wei Shujun), China

- "All these Creatures" (Regie: Charles William), Australien

Aus 2.426 Filmen wurden außerdem 17 für die Sektion »Cinéfondation« ausgewählt:

- "Dolfin Megumi" (Regie: Ori Aharon), Israel

- "End of Season" (Regie: Zhannat Alshanova), Großbritannien

- "Sailor's Delight" (Regie: Louise Aubertin, Eloise Girard, Marine Meneyrol, Jonas Ritter, Loucas Rongeart, Amandine - Thomoux), Frankreich

- "Inanimate" (Regie: Lucia Bulgheroni), Großbritannien

- "El Verano del León Eléctrico" (Regie: Diego Céspedes), Chile

- "Palm Trees and Power Lines" (Regie: Jamie Dack), USA

- "Dong Wu Xiong Meng" (Regie: Di Shen), China

- "Fragment de Drame" (Regie: Laura Garcia), Frankreich

- "Cinco Minutos Afuera" (Regie: Constanza Gatti), Argentinien

- "Los Tiempos de Héctor" (Regie: Ariel Gutiérrez), Mexiko

- "Dots" (Regie: Eryk Lenartowicz), Australien

- "Inny" (Regie: Marta Magnuska), Polen

- "Albastru si Rosu, in Proportii Egale" (Regie: Georgina Moldoveanu), Rumänien

- "Così in Terra" (Regie: Pier Lorenzo Pisano), Italien

- "Kalendar" (Regie: Igor Poplauhin), Russland

- "Mesle Bache Adam" (Regie: Arian Vazirdaftari), Iran

- "I Am My Own Mother" (Regie: Andrew Zok), USA

Midnight Screening mit Doku über Whitney Houston.

Bei den Midnight Screenings gibt es "Whitney" zu sehen, die neue Doku von Oscargewinner Kevin Macdonald über die 2012 verstorbene Popsängerin Whitney Houston. Hier der Trailer:

Der Film konzentriert sich dabei auf die letzte Phase des Lebens der Sängerin und enthält bislang unveröffentlichte Songs, seltenes Archivmaterial und Mitschnitte von Liveauftritten.

Gezeigt wird außerdem in der Spätvorstellung die Neuverfilmung von "Fahrenheit 451" von Ramin Bahrani, eine HBO-Produktion mit Michael B. Jordan, Michael Shannon und Sofia Boutella in den Hauptrollen. Die erste Verfilmung des Romans von Ray Bradbury stammt von Francois Truffaut aus dem Jahr 1966.

Link: www.festival-cannes.com/en

Quellen: 3sat | Blickpunkt:Film | Golem | filmecho | ots by dpa | The Hollywood Reporter | Medienboard

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