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Festival »Kino Varieté« – Film, Musik und Bühnenshow in der Komischen OPER

KOMISCHE OPER BERLIN: Neuauflage mit brandneuem Programm.

Vor zwei Jahren feierte in der Komischen Oper Berlin »Kino Varieté« seine erfolgreiche Premiere, nun gibt es in erneuter Zusammenarbeit mit ZDF/ARTE am Samstag, 11. November und Sonntag, 12. November 2017 eine Wiederauflage des Festivals mit zwei komplett neuen Programmen aus Stummfilmkino mit Vorprogramm und Bühnenshow: »Voyage Oriental« und »Roter Rummel«.

An zwei aufeinanderfolgenden Abenden präsentiert das Haus an der Behrenstraße den Stummfilm als einzigartiges Gesamterlebnis – so, wie er das Kinopublikum in den 1910er und 20er-Jahren in den Filmpalästen begeisterte: ein revueartiger Mix aus Wochenschauen, kurzen Reiseberichten, Werbe-, Kultur- und Spielfilmen, veredelt durch ein abwechslungsreiches Liveprogramm aus Tanz, Gesang, Artistik und Musik.

Diese vielfältige Kinokultur machen die beiden Programme wieder erlebbar und spannen mit Originalfilmmusiken und Neukompositionen den Bogen von der historischen zur heutigen Musik. An jedem Abend gibt es einen Stummfilmklassiker als Hauptfilm: »Voyage Oriental« präsentiert den poetischen Silhouettenfilm "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" (1926) von Lotte Reiniger, am zweiten Abend steht beim »Roten Rummel« der Revolutionsfilm "Arsenal" (1928) von Aleksandr Dowshenko im thematischen Zentrum. Davor läuft jeweils ein thematisch abgestimmtes Vorprogramm aus kurzen Filmen und Live-Acts. Die Hauptfilme werden – wie im Haus üblich – in Deutsch, Englisch, Französisch und Türkisch untertitelt.

Über ARSENAL:

"Arsenal" (UdSSR 1929, 90 min, schwarz/weiß) heroisiert den Aufstand der Arbeiter in der Kiewer Waffenfabrik »Arsenal«. Dieser Aufstand fand real im Januar 1918 statt und war Teil der bolschewistischen Strategie, die vom Osten anrückende Rote Armee zu unterstützen. Der Aufstand wurde von der ukrainischen Nationalarmee blutig niedergeschlagen.

Hier der Stummfilm mit engl. Untertiteln auf YouTube:

Regisseur Aleksandr Dowshenko, selbst Ukrainer, schildert die leidvolle Geschichte seines Landes während des 1. Weltkriegs, der nach 1918 in einen Bürgerkrieg und in den bis 1921 dauernden ukrainisch-sowjetischen Krieg überging. Der Film veranschaulicht historische Vorgänge durch die Montage dokumentarischer Kontrastbilder. Rhythmus des Films und Rhythmus der Revolution interagieren und erschließen neue Wahrnehmungs- und Handlungsräume. Von heute aus gesehen, wirkt der 1929 entstandene Film ausgesprochen experimentell und ist eines der schönsten Beispiele der avancierten sowjetrussischen Filmkunst, die spätestens Ende der 1920er unter das Diktat des sozialistischen Realismus fiel und gnadenlos eliminiert wurde.

An beiden Abenden spielt das Orchester der Komischen Oper unter Leitung des Filmmusik-Spezialisten Frank Strobel in größerer und kleinerer Besetzung, das Vorprogramm von »Voyage Oriental« gestaltet das deutsch-türkische Ensemble Interkom. Zur Aufführung kommen nicht nur Filmmusiken zu den Hauptfilmen, sondern auch originelle Neukompositionen für die Kurzfilme und Live-Acts der Vorprogramme. Sie stammen von Studierenden der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Zürcher Hochschule der Künste. Liveauftritte von Ensemblemitgliedern der Komischen Oper Berlin und Gästen holen die Kinokultur von damals in die Gegenwart.

Mit diesen Filmabenden hat ZDF/ARTE als Auftraggeber der neuen Filmmusiken ein weiteres großes Live-Projekt initiiert. Der deutsch-französische Fernsehsender ARTE schneidet die Filmmusiken des russischen Abends »Roter Rummel« mit und sendet den Film "Arsenal" am 22. November und das Vorprogramm am 9. Dezember 2017.

Abgerundet wird das Festival durch eine Party mit DJ Yuriy Gurzhy (ehemals DJ der Russendisko im Kaffee Burger gemeinsam mit Wladimir Kaminer) am Samstagabend und ein Symposium zum Thema »Die Russische Revolution und ihre Folgen in Kunst und Gesellschaft« in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum am Sonntag.

Komische Oper Berlin

Behrenstraße 55–57

10117 Berlin

Link: www.komische-oper-berlin.de

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