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Netflix begann Dreharbeiten zu „Dogs of Berlin“ & weitere News aus Hollywood

Netflix meldet Produktionsstart der zweiten deutschen Originalserie "Dogs of Berlin".

Nach Beendigung der Dreharbeiten der ersten deutschen Netflix©-Serie: „Dark“, deren Premiere von zehn einstündigen Episoden am 1. Dezember 2017 erfolgt, ist inzwischen in Berlin die Klappe zur zweiten deutschen Originalserie des US-Streaming-Dienstes „Dogs of Berlin“ gefallen. Der genaue Streaming-Termin steht noch nicht fest, doch soll die Serie in 2018 zu sehen sein.

Zum Inhalt:

„Dogs of Berlin“ kreist um Neonazis, Fußballfans und Polizisten, die in der Hauptstadt für Chaos und Ordnung sorgen. Im Zentrum der zehn Folgen der ersten Staffel stehen die Polizisten Erol Birkan und Kurt Grimmer, die im Fall eines ermordeten deutsch-türkischen Fußball-Nationalspielers ermitteln. Zu den Verdächtigen gehören neben den Familienangehörigen des Sportlers auch Neonazis, die Mafia und der eine oder andere fanatische Fußballfan.

In die Hauptrollen der Ermittler sind Fahri Yardim und Felix Kramer geschlüpft. Zum Ensemble der mit deutschen Kino- und TV-Stars gespickten Serie gehören ferner Katharina Schüttler, Anna Maria Mühe, Misel Maticevic, Katrin Sass und Hannah Herzsprung. Produziert wird „Dogs of Berlin“ vom Produktionsstudio Syrreal Entertainment, das bereits die eine oder andere „Tatort“-Folge mit Til Schweiger verantwortet hat.

„Tschiller: Off Duty“-Regisseur Christian Alvart ist Schöpfer, Drehbuchautor und Regisseur der Serie. An der Seite seines Syrreal-Entertainment-Kollegen Sigi Kamml fungiert er auch als Produzent.

„Christian Alvart ist ein höchst talentierter Geschichtenerzähler, dessen Konzept für „Dogs of Berlin“ uns begeistert hat“, sagt Erik Barmack, Vizepräsident für Internationale Originalserien bei Netflix.

Netflix setzt "House of Cards" mit Kevin Spacey ab.

Nach diversen Vorwürfen gegen Hollywood-Schauspieler und Produzenten wegen sexueller Übergriffe auf Frauen, hat es jetzt offensichtlich auch Schwule-Stars erwischt. Prominentester Vertreter ist der US-Schauspieler Kevin Spacey, gegen den zahlreiche Anschuldigungen über sexuelle Belästigungen junger Männer vorliegen sollen. Die Taten sind zwar meist schon verjährt, dennoch hat sich NETFLIX entschlossen seinen mehrfach mit Preisen überschütteten Dauererfolg "House of Cards" mit Oscar-Preisträger Kevin Spacey als Hauptdarsteller sofort abzusetzen. Das Unternehmen werte noch gemeinsam mit der Produktionsfirma aus, ob die Serie ohne ihn fortgesetzt werden könne.

"Es war ein vergiftetes Umfeld für junge Männer in Reihen der Crew, des Casts und der Statisten, die mit ihm zu tun hatten", sagte ein ehemaliger Produktionsassistent dem Sender CNN. "Kevin hatte wenig bis gar keine Skrupel, seinen Status und seine Position auszunutzen." Der Mann, der anonym bleiben wollte, berichtete von einer Autofahrt mit Spacey, bei der dieser ihm an die Hose gefasst und ihn später bedrängt habe. "Ich stand unter Schock." Weitere Crewmitglieder bestätigten CNN, dass derartiges Verhalten am Set an der Tagesordnung gewesen sei. Männer hätten aus Angst, ihren Job zu verlieren, geschwiegen. Spacey selbst habe sich zu den neuen Vorwürfen nicht äußern wollen, jedoch outete er sich erstmals öffentlich und gab zu, Männer zu lieben, berichtete CNN.

Die «House of Cards»-Produktionsfirma MRC richtete eigenen Angaben zufolge eine Hotline ein, bei der sich Mitarbeiter anonym melden können. Der Streamingdienst Netflix kündigte an, einen Mitarbeiter ans Set schicken zu wollen, um die Crew zu den Vorwürfen zu befragen.

In der erfolgreichen Politserie, die mit der kommenden sechsten Staffel enden soll, spielt Spacey den rücksichtslosen US-Präsidenten Frank Underwood. In den vergangenen Tagen hatten der Schauspieler Anthony Rapp (46, "Star Trek: Discovery") und andere Spacey sexuelle Übergriffe vorgeworfen, die schon Jahre zurückliegen. Spacey habe sich deshalb in therapeutische Behandlung begeben, erklärte eine Sprecherin.

Sony zieht Film von Festival zurück.

Noch brutaler geht Regisseur Ridley Scott gegen seinen Star vor und exerziert damit wohl einen einmaligen Vorgang in der Kinogeschichte: Nur sechs Wochen vor dem geplanten US-Kinostart am 22. Dezember 2017 gibt der Regisseur bekannt, dass er Kevin Spacey aus seinem neuen Film "Alles Geld der Welt" entfernen wird. Sony zog den Film zudem vom AFI-Filmfestival in Los Angeles zurück.

In dem Film über den Ölmilliardär J. Paul Getty, der sich nach der Entführung von seinem Enkel John Paul Getty III. fünf Monate lang geweigert hatte, das geforderte Lösegeld zu bezahlen, sollen alle Szenen mit Kevin Spacey neu gedreht und durch Christopher Plummer ersetzt werden. Auch die anderen Hauptdarsteller Mark Wahlberg und Michelle Williams müssen dafür erneut antreten. Anschließend wird der Film neu geschnitten.

Im offiziellen Trailer zum Film ist Kevin Spacey noch in der Rolle zu sehen. Es wäre eine weitere Paraderolle für den Schauspieler geworden, der bekannt ist für seine Porträts von Killern, Bösewichtern und Misanthropen ( "Glengarry Glen Ross", "Sieben", "American Beauty"), so der Spiegel:

Spacey ist einer von mehreren Hollywood-Stars, die sich derzeit mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung und des Missbrauchs konfrontiert sehen. Auch gegen den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein kamen neue Anschuldigungen ans Licht. Die Schauspielerin Paz de la Huerta ("Boardwalk Empire") sagte dem TV-Sender CBS, dass Weinstein sie 2010 zweimal vergewaltigt habe. Die New Yorker Polizei bestätigte, dass die Vorfälle untersucht würden.

HBO kündigt die Verbindung zu Star-Comedian Louis C.K.

Jüngster Vorfall ist die Absage der Premiere von Star-Comedian Louis C.K.'s Film "I Love You, Daddy", die am Donnerstag, den 9. November 2017, in New York hätte stattfinden sollen. Die "New York Times" enthüllte, dass der Comedian vor Kolleginnen aus der Comedy-Welt über die Jahre immer wieder masturbiert hätte. HBO soll die Verbindung mit Louis C.K. bereits gekappt haben.

Auch in Deutschland sind inzwischen Sexvorwürfe wegen unsittlicher Annäherungen bekannt geworden, angeblich auch gegen den Berlinale Chef Dieter Kosslick. Dieser soll sich bereits entschuldigt haben, dennoch werden Rufe lauter, seine Amtszeit nicht zu verlängern. Für kurzfristigen Ersatz ist mit Wieland Speck bereits gesorgt worden, der vor Kurzem noch von Kosslink selbst zu Unterstützung in sein Wettbewerbs-Team geholt wurde. Die Rolle als Panorama-Leiter musste Speck damit abgeben.

In Deutschland steht Ex-Fifa-Boss Sepp Blatter im Kreuzfeuer.

Auch gegen den Ex-Fifa-Boss Sepp Blatter (81) liegt jetzt ein Vorwurf wegen sexueller Belästigung der amerikanischen Torhüterin Hope Solo (36) vor. Bei einer Preisverleihung des Ballon d'Or in Frankreich 2013, die von der FIFA und der Zeitschrift "France Football" ausgetragen wird, soll Blatter ihr an den Hintern gegriffen haben, behauptete die Kickerin, laut Angaben der portugiesischen Zeitung Expresso. Ein Sprecher des heute 83-jährigen FIFA-Funktionärs äußerte sich zu den Anschuldigungen, dass diese Behauptung lächerlich sei.

Dass diese Missgriffe oder vielleicht auch versehentliche Berührungen in den Amerika anders als bei uns gewertet werden, liegt am Rechtssystem der USA, wo Klagen auch nach etlichen Jahren noch zu horrenden Abfindungen in Millionenhöhe führen können. Natürlich sind solche Berührungen unschicklich, wenn sie nicht im gegenseitigen Einvernehmen stattgefunden haben.

Man muss allerdings bedenken, dass manche Vorwürfe - vor allem im prüden Amerika - wie in einem Falle von Kevin Spacey oder auch von Roman Polański zum Teil schon mehr 30 Jahre zurück liegen und es jetzt ein wenig übertrieben erscheint diese Fälle jetzt noch einmal hoch zu kochen. Daran verdienen nur die Medien und den Opfern ist nicht geholfen. Vielmehr ist von Hexenjagd bereits die Rede und hysterischen Reaktionen, die spießiger seien als in den Fünfziger- und Sechzigerjahren.

Dazu passt genau auch der zwei Jahre alte Dokumentarfilm "An open Secret" von Amy Berg mit einem Trailer auf Vimeo, den die Hollywood-Kinos seinerzeit abgelehnt hatten zu zeigen, der aber nun im Internet frei verfügbar ist und darüber berichtet wie Hollywood-Teenager von einem pädophilen Ring angeblich für eine Kinokarriere sexuell missbraucht wurden. Hier der Clip:

Roman Polańskis Opfer hat ihrem Peiniger allerdings schon vor Jahren persönlich verziehen, sodass eine bei uns längst verjährte Tat eigentlich für eine fortgesetzte Strafverfolgung durch die USA inzwischen überflüssig wäre. Doch die USA wollen schon seit Jahren ein Exempel statuieren.

Schlimmer noch sind möglicherweise frei erfundene Anschuldigungen aus Schweden, wie im Falle von Julian Assange, dem australischen WikiLeaks-Gründers und Internet-Aktivisten, der in London in Ecuadors Botschaft seit Jahren festsitzt und sich nicht mehr aus dem Haus traut, weil ein Auslieferungsgesuch an die USA vorliegt, wo ihm wegen seiner Aufdeckungen mit der Todesstrafe gedroht wurde.

Letztendlich würde das heißen, dass man möglicherweise wegen eines unerwünschten Seitensprungs in jungen Jahren lebenslang mit drastischen Strafen zu rechnen hat. Schöne neue Welt!

Quellen: CNET.de | Spiegel | fm1today | New York Times

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