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Kinofest Lünen eröffnet mit Fatih Akins "Aus dem Nichts"

28. Festival für deutsche Filme vom 23.-26. November 2017.

Nachdem Fatih Akins "Aus dem Nichts" auf dem Festival de Cannes im Mai seine Weltpremiere gefeiert hat und Diane Kruger für ihre Leistung in dem Film als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde, gibt die Geschichte um eine Frau, die ihre bei einem Anschlag getöteten Mann und Sohn rächen will, am 23. November 2017 als Eröffnungsfilm des Kinofest Lünen ihre deutsche Festivalpremiere. Das Nachsehen hatte diesmal das Filmfest Hamburg, das im letzten Monat den Film mit seinem in Hamburg ansässigen Regisseur ebenfalls gerne gezeigt hätte.

Für Regisseur Fatih Akin schließt sich in Lünen dagegen "ein schöner Kreis", wie es in der Mitteilung des Kinofestes heißt, wo er vor 20 Jahren für seinen Kurzfilm "Getürkt" mit dem Kurzfilmpreis ausgezeichnet worden war.

"Aus dem Nichts" geht für Deutschland ins Rennen um eine Oscarnominierung in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film und startet am 23. November 2017 in den deutschen Kinos. Hier der Trailer:

Die Kritiker waren sich allerdings nicht alle voll des Lobes. Einzig die Gerichtszene, zu der der ebenfalls in Hamburg lebende Regisseur Hark Bohm, der auch für Akin schon bei Tschick am Drehbuch mitgewirkt hatte, auch diesmal wieder einen Teil des Drehbuches beigesteuert hatte, soll in sich schlüssig gewesen sein, wie uns Ellen Wietstock vom filmpolitischen Dienst Black-Box sagte, die Fatih Akins Werk schon vorab in einer Pressevorführung sehen konnte. Nicht dass der Film langweilig wäre, vielmehr hätte man bei dem Drama, dass Anleihen an die NSU-Anschlagsmorde nicht verleugnet, noch stringenter die Geschichte erzählen sollen. Fatih Akin verarbeitet in seinem Film die NSU-Morde zu einer fiktiven Geschichte – ein aufwühlender Mix aus Terrorismus-, Gerichts- und Rache-Drama. Wir hoffen, bald eine weitere Filmkritik nachreichen zu können.

Das KINOFEST LÜNEN zeigt vom 23.-26. November 2017 in seiner 28. Ausgabe knapp 60 aktuelle deutschsprachige Filme, inszeniert von namhaften Regisseur*innen und vielversprechenden Regietalenten.

Viele der Stars und Filmschaffenden werden auch in diesem Jahr die Gelegenheit zur direkten und freundlichen Begegnung mit dem Publikum nutzen. Die Zuschauer*innen dürfen sich freuen auf Dennis Moschitto (AUS DEM NICHTS, AMELIE RENNT, WILDE MAUS), Charly Hübner (MAGICAL MYSTERY, WILDES HERZ), Joachim Król (YOU'LL NEVER WALK ALONE), Fabian Busch (AUFBRUCH INS UNGEWISSE), Ruth Bickelhaupt (TATORT WALDLUST), Axel Ranisch (TATORT WALDLUST), Anke Sevenich (FAMILIENNACHWUCHS), Idil Üner (REWIND), Hans W. Geißedörfer (Jury), Traute Hoess (Jury) und viele andere.

Für den beliebten AUFTAKT am Abend vor der feierlichen Festivaleröffnung konnte das Festival in diesem Jahr den beliebten Bochumer Charakterschauspieler und Sprecher Armin Rohde für eine Lesung in der Cineworld Lünen gewinnen, die er auf seine unnachahmliche Weise vorträgt.

In diesem Jahr ist Armin Rohde beim Kinofest Lünen nicht nur im Rakete-Film "DAS SAMS" zu sehen, sondern wird bei der Lesung vor dem Lüner Publikum auch Passagen aus seiner Biografie »Größenwahn und Lampenfieber« vortragen. Genug Erfahrung bringt er mit: Zum 50. Geburtstag des »Räuber Hotzenplotz« las er beispielsweise alle drei Hotzenplotz-Bücher für eine große Hörbuch-Edition ein.

Zur Eröffnungsgala am 23. November 2017 hat sich auch Hauptdarsteller Denis Moschitto angekündigt, der beim Kinofest außerdem in den Filmen "AMELIE RENNT" und "WILDE MAUS" noch einmal zu sehen sein wird. Beide Filme waren in Berlin schon auf der letzten 67.Berlinale als Weltpremiere gezeigt worden. Auch ihre offiziellen bundesweiten Kinostarts sind bereits vor Monaten erfolgt.

• Der Kinostart des Thrillers "LOMO - The Language Of Many Others" ein vielversprechendes Langfilmdebüt von Julia Langhof – eine dynamische Coming-of-Age-Story über die wohlsituierten Kinder der Generation Online, erfolgt dagegen erst demnächst. Hier der Trailer:

Synopsis:

Karl (Jonas Dassler) hat die scheinbar perfekte Familie. Sein Vater Michael (Peter Jordan) ist Architekt, seine Mutter Krista (Marie-Lou Sellem) ehemalige Sängerin, beide sind zufrieden. Karls Zwillingsschwester lernt fleißig fürs Abitur und hat schon Pläne für ihr Studium, Karl hingegen ist noch planlos. Am liebsten schreibt er für seinen Blog "The Language Of Many Others" und stellt unter anderem Bilder aus seinem Familienalltag ein, die er in Kontext zu ähnlichen Situationen von Familien überall auf der Welt stellt. Irgendwie scheint Karl alles im Leben austauschbar und diese Meinung teilen auch seine internationalen Follower. Die Situation ändert sich, als Karl sich in seine neue Mitschülerin Mitschülerin Doro (Lucie Hollmann) verliebt und glaubt, nun endlich etwas Besonderes gefunden zu haben. Doch Doro spielt nur mit ihm – und so übernimmt die Hoffnungslosigkeit endgültig in Karls Leben und er lässt sich fortan von seinen Followern vorschreiben, wie er zu leben hat, da ihm alles nur noch willkürlich erscheint…, so die Beschreibung des Farbfilm Verleihs zur Premiere im Sommer beim Filmfest München.

• Luise Heyer und Lars Rudolph sind die Hauptdarsteller*innen des packenden Psychothrillers und Familiendramas "DETOUR" von Nina Vukovic, die Geschichte einer fatal entgleisten Beziehung.

• Was passiert mit unserem Körper in verschiedenen Lebenssituationen? Dieser Frage geht KHM-Absolventin Alisa Berger in schlanken 74 Minuten mit ihrem Debüt "DIE KÖRPER DER ASTRONAUTEN" nach. Ein Film über die Träume im Leben und was aus ihnen wird.

• Ihre zweite Regiearbeit hat Laura Lackmann („MÄNGELEXEMPLAR“) Hauptdarstellerin Laura Tonke auf den Leib geschrieben. In "ZWEI IM FALSCHEN FILM", einer ungewöhnlichen Liebeskomödie, kann die Antwort auf die Frage „Liebst du mich noch?“ auch mal lauten „Nein, natürlich nicht! Wir sind doch schon acht Jahre zusammen!“.

• Klassischer geht es dagegen in der romantischen Komödie "WHATEVER HAPPENS" von Niels Laupert zu. Zwischen Leonard Cohen Platten und Umzugskartons fragt sich das sich gerade trennende Paar Hannah (Sylvia Hoeks) und Julian (Fahri Yardim) ob ihre Entscheidung vielleicht doch vorschnell war.

• Spannendes Genrekino erwartet die Zuschauer*innen mit "REWIND" von Johannes Sievert, Absolvent der ifs – Internationalen Filmschule Köln. Während der Ermittlungen in einem Mordfall macht der verwitwete Polizei-Kommissar Richard Lenders (Alex Brendemühl) die irritierende Entdeckung, dass das Mord-Opfer aus einer anderen Zeit zu kommen scheint...

• Florian Schewe hat ein realer Fall zu seinem Debüt "SOMEWHERE IN TONGA" inspiriert: Den passionierten Sozialarbeiter Wolski hält nichts mehr in Deutschland. Auf einer unbewohnten Insel im Königreich Tonga beginnt er ein Projekt mit einem kriminellen Jugendlichen, der eine zweite Chance bekommt.

• Die Dokumentarfilme im Wettbewerb machen ein weiteres weites und spannendes Feld auf. Für seine Beobachtung "THERAPIE FÜR GANGSTER" im Stil des Cinema Direkt hat sich Regisseur Sobo Swobodnik für Monate in eine forensischen Psychiatrie begeben. Was sind die Bedürfnisse der Menschen dort, wie funktioniert die Binnenstruktur, wenn ein raues Leben zwischen Sucht, Delinquenz und sozialer Randständigkeit in die Bahnen von Vernunft, Kontrolle und Verhaltensregeln gezwungen wird?

• Extremerfahrungen anderer Art haben Bill und Tom Kaulitz schon sehr jung gemacht. Der Erfolg ihrer Band "TOKIO HOTEL" Mitte der Nullerjahre war so gigantisch, dass sie mit Anfang Zwanzig nach Los Angeles flohen und Tausende Fans und ein Leben hinter Schutzwällen hinter sich ließen. Der Film begleitet Bill und Tom unter anderem in die einsamen Wüsten Kaliforniens.

"TIERE UND ANDERE MENSCHEN" von Flavio Marchetti erzählt über das gegenwärtige Verhältnis von Mensch und Tier. Das Wiener Tierschutzhaus beherbergt 1.000 Schützlinge – von ausgesetzten Haustieren, konfiszierten Exoten bis zu Wildtieren – die aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt wurden. Trotz allem ist es ein Ort voller Hoffnung, der den Rahmen für eine Vielzahl humorvoller Geschichten bildet.

• In der Reihe Extra CHARLY HÜBNER stellt der preisgekrönte Schauspieler zwei aktuelle Arbeiten persönlich in Lünen vor: "MAGICAL MYSTERY - DIE RÜCKKEHR DES KARL SCHMIDT" und "WILDES HERZ", seinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm als Regisseur, ein mitreißendes und liebevolles Porträt über Jan „Monchi“ Gorkow, den Sänger der Punkband »Feine Sahne Fischfilet« aus Mecklenburg-Vorpommern.

• Festival-Abschlussfilm ist der Spielfilm "DER MANN AUS DEM EIS" von Felix Randau. Der historische Fund des Ötzi ist Ausganspunkt dieses Dramas über einen vor über 5.000 Jahren in den Alpen lebenden Mann und seine Großfamilie. Vor spektakulärer Kulisse verkörpert Hauptdarsteller Jürgen Vogel seine Figur regelrecht mit Naturgewalt. (Kinostart 30. November 2017) Hier der Trailer:

2017 werden 11 Filmpreise im Wert von 32.000 Euro vergeben. Um den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis LÜDIA konkurrieren 7 Spielfilme und 3 Dokumentarfilme. Vier weitere Preise werden von Fachjurys an die Filme des LÜDIA-Wettbewerbs vergeben: Drehbuchpreis, Filmmusikpreis, Preis für den besten Filmtitel, Schüler-Filmpreis 16+. Die Perle (Preis für Frauen aus der Filmbranche) und der RuhrPott werden sektionsübergreifend ausgelobt und ebenfalls durch Jurys vergeben.

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Das Kinofest Lünen ist eine Veranstaltung des PRO Lünen e.V.

mit freundlicher Unterstützung der Film- und Medienstiftung NRW

Link: www.kinofest-luenen.de

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