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THE HAUS - Berlin Art Bang zieht Massenpublikum an

Volles Haus zu Ostern - Lange Wartschlangen in der Nürnberger Straße, Berlin.



In der Berliner Bülowstraße 7 am Nollendorf Platz soll das erste Street-Art-Museum entstehen, finanziert von der Lotto-Stiftung. Doch bevor es soweit ist und die Räume fertig gestaltet sind, darf ein anderes Haus mit unglaublich guter Graffiti Kunst in der Nürnberger Straße besichtigt werden.

Gegenüber vom Parkhaus am Europa Center befand sich ein Bankhaus, das abgerissen werden soll. Wir meinen nicht den leer stehenden Bau der Berliner Volksbank an der Ecke zur Budapester Straße, der bis letztes Jahr noch die Stiftung Kunstforum der Volksbank enthielt und nun einem Neubau weichen soll, obwohl er selbst erst 32 Jahre alt ist. Die dort gezeigte Kunst-Kollektion umfasste seinerzeit rund 1.450 Werke aus der Zeit nach 1950 und soll irgendwann an anderer Stelle wieder ausgestellt werden. Circa 100 Meter davor befand sich direkt in der Nürnberger Straße ein weiteres Bankhaus, das für kurze Zeit von Street Artisten besetzt werden konnte und deren kunstvoll ausgestalte Räume nun zwei Monate lang bis zum 31. Mai 2017 kostenlos bewundert werden dürfen.

Eigentlich beginnt das große Gallery Weekend Berlin erst Ende April. Doch damit hat diese Szene nichts zu tun. Dennoch ist deren Kunst imposant anzusehen und zog zum verlängerten Osterwochenende Heerschaaren von Besuchern an, die trotz kaltem regnerischen Wetter geduldig längere Wartezeiten am Eingang in Kauf nahmen, um rein zu kommen. Fotos dürfen zwar nicht gemacht werden, sogar Handys müssen in Tüten eingeschweißt werden, was wir bereits von etlichen Pressevorführungen her kennen, wo die Security oft ebenso rigoros gegenüber Filmjournalisten durchgreift. Dafür gibt es einen umfangreichen Bildband käuflich zu erwerben. Außerdem zeigen die dort ausstellenden 165 internationalen Künstler in 108 Räumen auf fünf Stockwerken zum Teil eigene Videos, von denen wir hier glücklicherweise etwas einbinden können.

Dazu gehören Arzek & Erase aus Sofia in Bulgarien, die zeigen wie man kunstvoll mit der Spaydose gestalten kann. Hier der Clip:



Für die mehrtägige Arbeit gibt es nicht einmal Geld, denn der Eintritt ist kostenlos, es sei denn man gibt eine Spende, die gern gesehen wird. Auch das Team von "NOTES OF BERLIN - DEM KINOFILM" aus dem Jahre 2016 ist mit seinen über 7000 gesammelten Zetteln und Notizen, die in Berlin tagtäglich im Stadtbild z.B. an Laternen und Imbissen hinterlassen werden, vertreten. Die Koproduktion von Nico Kupferberg Film, Deutscher Film- und Fernsehakademie Berlin und Rundfunk Berlin-Brandenburg, war vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert worden und wurde im Rahmen der RBB-Reihe LEUCHTSTOFF – als einer der aktuellen Hochschulfilme fürs Fernsehen produziert. Hier ein Bericht darüber vom ZDF:



Auch der Kultursender Arte hat sich einen Raum reserviert, in dem Filme über Urban Art und Streetart gezeigt werden. Mit dem Abriss des Gebäudes im Sommer 2017 verschwinden die Kunstwerke für immer. Alles wird zerstört, denn das Temporäre gehört zum Konzept der Ausstellung und auch zur Streetart, die außerhalb solcher Projekte meist nur illegal stattfindet.

The Haus
Nürnberger Straße 68
1. April - 31. Mai 2017
Link: www.thehaus.de

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