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65. Kurzfilmtage Oberhausen setzen Fokus auf Trailer

Kurzfilmtage Oberhausen zum 65. Mal vor dem Start.

Am 1. Mai 2019 starten die 65. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Als ältestes und eines der wichtigsten Kurzfilmfestivals der Welt bietet es bis zum 6. Mai 2019 ein Programm mit mehr als 500 Beiträgen in 122 Filmprogrammen.

In fünf Wettbewerben konkurrieren insgesamt 140 Produktionen aus 44 Ländern um ein Preisgeld in Höhe von insgesamt knapp 42.000 Euro. Mit über 7.600 Einreichungen aus 127 Ländern hatte das Festival bereits im Vorfeld erneut ein gestiegenes Interesse verzeichnet.

Hier der Trailer des Festivals:

Im Internationalen Wettbewerb, größte Sektion des Festivals, sind 53 Arbeiten – davon 33 Weltpremieren – aus 35 Ländern zu sehen. Mit dabei ist der Kurzfilm „Souvenir“ des Künstlerinnenduos Miriam Gossing und Lina Siekmann, der bereits in Rotterdam gezeigt wurde und auch in Toronto beim internationalen kanadischen Dokumentarfilmfestival Hot Docs (25.04.- 05.05.2019) läuft. In Berlin und Düsseldorf waren bereits Arbeiten der beiden in der Julia Stoschek Collection zu sehen.

Im Deutschen Wettbewerb werden 24 Filme gezeigt, mehr als die Hälfte der Beiträge stammen in diesem Jahr von Filmemacherinnen.

Anlässlich der Präsentation des Festivalprogramms betonte dessen Leiter Lars Henrik Gass: "Kurzfilme nehmen sich im Vergleich zum langen Spielfilm formal gesehen immer größere Freiheiten. Hier wird die Filmsprache ständig neu erfunden."

Hilke Doering, Leiterin des Internationalen Wettbewerbs: "Im internationalen Kurzfilm werden Grenzen verschoben, das zeigt sich in diesem Jahr sehr deutlich: Die Regisseure und Regisseurinnen wählen für ihre Geschichten ganz individuelle Formen, die oft Einflüsse aus Theater, Tanz, Musik oder Kunst aufnehmen. Klare Trends lassen sich kaum mehr ausmachen, dafür bietet jede der Arbeiten, ob politische Dokumentation oder Essay, ob Animation oder Spielfilm, die Möglichkeit, etwas Neues zu entdecken."

Zu den 24 Filmen des Deutschen Wettbewerbs in Oberhausen sagt dessen Leiter Carsten Spicher: "Auch im deutschen Kurzfilm - in diesem Jahr stammen 60 Prozent der Beiträge von Filmemacherinnen - gibt es eine große formale Ausdifferenzierung, auf hohem Niveau. Bei allen Unterschieden sehen wir jedoch, dass die deutschen Kurzfilme, ob Experiment oder Spielfilm, sich mit dem beschäftigen, was in unserem Land geschieht. Migration, Gender, politische Themen - die Kurzfilme greifen Themen auf sehr persönliche Art auf, analysieren, beleuchten Randaspekte, Details, legen unerwartete Zusammenhänge offen."

Zwölf Arbeiten aus NRW, die Hälfte davon Hochschulproduktionen, wurden für den NRW-Wettbewerb ausgewählt. Auch er wird von Carsten Spicher geleitet: "Eine positive Entwicklung für das Filmland NRW: Filmemacher, die früher nach Abschluss ihres Studiums nach Berlin abwanderten, bleiben heute oft lieber in NRW und gründen hier mit Kommilitonen eigene Produktionsfirmen, die im Kollektiv produzieren. Im diesjährigen Wettbewerb zeigt sich das an Arbeiten wie O Catador sem Cabeca oder RIAFN, die in diesen Zusammenhängen entstanden sind."

Elf Musikvideos konkurrieren im Rahmen der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen um den 21. MuVi-Preis, 42 Filme aus 25 Ländern wurden in den 42. Kinder- und Jugendfilmwettbewerb eingeladen.

Hier eine Slider Auswahl:

Das Themenprogramm steht unter dem Motto Trailer.

Das große Themenprogramm der 65. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen steht unter dem Motto „Trailer zwischen Werbung und Avantgarde“. In acht Filmprogrammen mit knapp 100 Trailer-Beispielen und zahlreichen Arbeiten von Künstlern werfen die Kurzfilmtage einen genauen Blick auf ein Genre, dessen filmische Sprache zwar formbar, aber dennoch immer wieder erkennbar geblieben ist. Kuratiert wird dies von Cassie Blake und Mark Toscano (Los Angeles).

Jeder kennt sie, jeder sieht sie – Kinotrailer. Sie werben, fassen zusammen, nötigen, verdichten, erklären und übertreiben. Sind Trailer aber nur ein „dienendes“ Genre, reines Kommerzprodukt, Werbefilm? Was macht ihre besondere Filmsprache aus? Wie hat sie sich mit der Entwicklung der Filmindustrie verändert? Wie haben Künstler Form und Material von Trailern für ihre Arbeit genutzt?

Ein 10 Minuten langer Clip zeigt darüber hinaus legendary Shorts mit sehenswerten Filmen aus 60 Jahren Festivalgeschichte.

Link: www.kurzfilmtage.de

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