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Neues Logo für Deutschen Filmpreis 2019 - Bekanntgabe der Nominierungen

Zehn Lola-Nominierungen für Andreas Dresens "Gundermann".

Die Deutsche Filmakademie hat unter ihrem neuen Präsidenten, dem Schauspieler Ulrich Matthes, gemeinsam mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters gestern die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2019 bekannt gegeben.

Nach drei Amtsperioden und neun Jahren Präsidentschaft der Deutschen Filmakademie, kandidierte Iris Berben im Februar 2019 nicht mehr für den Vorsitz.

"Die Deutschen Filmakademie hat sich in diesen Jahren zu einer Institution gemausert, die heute aus der deutschen Kultur und Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist", so die bisherige Präsidentin.

Ulrich Matthes fühlte sich sehr geehrt, das Amt übernehmen zu dürfen und ist der Meinung, dass im Zeichen von Blockbuster versus Arthouse sowie Kino versus Netflix und Co. die Deutsche Filmakademie noch politischer werden kann, als sie jetzt schon ist.

Noch unter Iris Berben hatte die aus elf Mitgliedern bestehende Vorauswahlkommission Dokumentarfilm die Sichtung aller eingereichten Filme abgeschlossen und nach gemeinsamer Beratung 13 Dokumentarfilme in die Vorauswahl gewählt. Diese stellten die Grundlage für die Nominierungen des Dokumentarfilms 2019 zum Deutschen Filmpreis 2019 dar.

Auch die Liste der vorausgewählten Spiel- und Kinderfilme war bereits am 7. Januar 2019 bekannt gegeben worden. Basierend auf der Liste der vorausgewählten Filme stimmten die knapp 2.000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie bis März über die Nominierungen ab, die am gestrigen 20. März 2019 auf der Homepage des Deutschen Filmpreises veröffentlicht wurde.

Am 3. Mai 2019 ist wieder „Lola“-Tag.

Die feierliche Verleihung des Deutschen Filmpreises findet dann am 3. Mai 2019 im Palais am Funkturm in Berlin statt und wird am gleichen Abend zeitversetzt um 22:55 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Der Deutsche Filmpreis – die renommierteste und höchstdotierte Auszeichnung für den deutschen Film – ist mit Preisgeldern der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in einer Gesamthöhe von knapp 3 Mio. Euro dotiert und wird nach der Wahl durch die Mitglieder der Deutschen Filmakademie von Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters verliehen. Die Verleihung ist eine Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), produziert von der Deutschen Filmakademie Produktion GmbH.

Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises für Margarethe von Trotta.

Zwei Gewinner des Deutschen Filmpreises stehen bereits fest. So wird Margarethe von Trotta für ihre herausragenden Verdienste um den deutschen Film mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet und Caroline Link erhält die Lola für den besucherstärksten deutschen Film des Jahres für "Der Junge muss an die frische Luft", der erst am 25. Dezember 2018 gestartet war und schon Anfang des Jahres 2019 mit mehr als 3,5 Mio. Besuchern alle anderen deutschen Konkurrenten hinter sich gelassen hatte.

Der Auswahlkommission, die noch im letzten Jahr über den Ehrenpreis befand, gehörten Iris Berben, Fred Breinersdorfer, Willi Geike, Dagmar Hirtz, Alfred Holighaus, Klaus Keil, Thomas Plenert, Hansjörg Weißbrich, Ina Weisse und Gisela Spiering an.

Es ist nicht zuletzt ihre Rolle als Vorreiterin, die Margarethe von Trotta bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Filmpreises ganz besonders ins Rampenlicht rückt.

Denn wie es der frischgewählte Präsident der Deutschen Filmakademie formuliert: "Margarethe von Trotta hat in einer Zeit, in der Frauen das Regieführen kaum zugetraut wurde, gesagt: ich kann das! Schon dafür gebührt ihr Ruhm und Ehre. Und sie konnte es - und hat uns in all den Jahren ein paar der intensivsten Frauenfiguren des deutschen Kinos geschenkt. Glückwunsch von Herzen!", so Ulrich Matthes.

Die Vergabe des Ehrenpreises an Margarethe von Trotta begründet die Deutsche Filmakademie nicht zuletzt damit, dass die Preisträgerin "stets komplexe Frauenfiguren in das Zentrum ihrer Filme" gestellt habe - und damit nicht zuletzt einer Reihe großartiger Schauspielerinnen die Gelegenheit gegeben habe, "diese Rollen bravourös mit Leben zu füllen".

Bekanntheit hatte die gebürtige Berlinerin zunächst vor der Kamera erlangt. Denn nach dem Studium der Germanistik und Romanistik in München und Paris sowie dem Besuch der Schauspielschule avancierte sie zu einer der bekanntesten Schauspielerinnen des Neuen Deutschen Films und wirkte in Filmen von Volker Schlöndorff ("Baal"), Rainer Werner Fassbinder ("Warnung vor einer heiligen Nutte"), Klaus Lemke ("Brandstifter") oder Herbert Achternbusch ("Das Andechser Gefühl") mit.

Schon bald beteiligte sie sich indes auch als Co-Autorin an verschiedenen Werken Schlöndorffs, bei "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" debütierte sie an seiner Seite schließlich als Co-Regisseurin. 1977 inszenierte Margarethe von Trotta mit "Das zweite Erwachen der Christa Klages" ihren ersten eigenen Film - und machte sich seither als Autorenfilmerin einen Namen. Zu ihren vielfach preisgekrönten Werken zählen Filme wie "Schwestern oder die Balance des Glücks", "Die bleierne Zeit", "Heller Wahn", "Rosa Luxemburg", "Das Versprechen", "Rosenstraße", "Ich bin die Andere", "Vision - aus dem Leben der Hildegard von Bingen" oder "Hannah Arendt" (2013).

Letzterer wurde bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises mit einer Silbernen Lola in der Kategorie »Bester Spielfilm« ausgezeichnet und brachte Barbara Sukowa eine Lola als »Beste Hauptdarstellerin« ein.

Zehn Lola-Nominierungen für Andreas Dresens "Gundermann".

Mit zehn Nominierungen hat das Porträt über den DDR-Liedermacher "Gundermann" von Andreas Dresen die meisten Chancen auf eine Auszeichnung mit dem Deutschen Filmpreis. Hier der Trailer:

Andreas Dresens Film wurde unter anderem als bester Spielfilm, für die beste Regie und das beste Drehbuch nominiert und konkurriert mit Wolfgang Fischers Drama "Styx" über eine Seglerin, die auf dem Meer auf ein Flüchtlingsboot trifft und entscheiden muss, wie sie sich verhält, das auf sechs Nominierungen kommt.

Mit jeweils fünf Nominierungen gehen Fatih Akins Serienmörderporträt "Der Goldene Handschuh" und das Biopic "Der Junge muss an die frische Luft" von Caroline Link über die Kindheit des Entertainers Hape Kerkeling ins Rennen.

Für die Lola als bester Kinder- und Jugendfilm sind "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" und "Rocca verändert die Welt" nominiert. Um die Auszeichnung als bester Dokumentarfilm konkurrieren "Elternschule", "Hi, AI" und "Of Fathers and Sons".

Alle Nominierten im Überblick:

BESTER SPIELFILM

"25km/h"

Sunnysideup Film / Produzenten: Markus Goller, Oliver Ziegenbalg / Regie: Markus Goller / Drehbuch: Oliver Ziegenbalg

"Gundermann"

Pandora Film Produktion / Produzent*in: Claudia Steffen, Christoph Friedel / Regie: Andreas Dresen / Drehbuch: Laila Stieler

"Der Junge muss an die frische Luft"

UFA Fiction / Produzenten: Sebastian Werninger, Nico Hofmann, Hermann Florin / Regie: Caroline Link / Drehbuch: Ruth Toma

"Das schönste Mädchen der Welt"

Tobis Filmproduktion / Produzenten: Sebastian Zühr, Timm Oberwelland, Peter Eiff, Theodor Gringel / Regie: Aron Lehmann / Drehbuch: Lars Kraume, Aron Lehmann, Judy Horney

"Styx"

Schiwago Film / Produzent: Marcos Kantis / Regie: Wolfgang Fischer / Drehbuch: Wolfgang Fischer, Ika Künzel

"Transit"

Schramm Film Koerner & Weber / Produzenten: Florian Koerner von Gustorf, Michael Weber, Antonin Dedet / Regie & Drehbuch: Christian Petzold

BESTER DOKUMENTARFILM

"Of Fathers And Sons"

"Elternschule"

"Hi Ai"

BESTER KINDERFILM

"Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"

"Rocca - Verändert die Welt"

BESTE REGIE

Andreas Dresen "Gundermann"

Caroline Link "Der Junge muss an die frische Luft"

Wolfgang Fischer "Styx"

BESTES DREHBUCH

Laila Stieler: "Gundermann"

Ruth Toma: "Der Junge muss an die frische Luft"

Lars Kraume, Aron Lehmann, Judy Horney: "Das schönste Mädchen der Welt"

David Nawrath, Paul Salisbury: "Atlas"

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Luise Heyer in "Das schönste Paar"

Susanne Wolff in "Styx"

Aenne Schwarz in "Alles ist gut"

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Alexander Scheer in "Gundermann"

Jonas Dassler in "Der Goldene Handschuh"

Rainer Bock in "Atlas"

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Luise Heyer in "Der Junge muss an die frische Luft"

Eva Weißenborn in "Gundermann"

Margarethe Tiesel in "Der Goldene Handschuh"

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Oliver Masucci in "Werk ohne Autor"

Alexander Fehling in "Das Ende der Wahrheit"

Martin Wuttke in "Glück ist was für Weicheier"

BESTE KAMERA / BILDGESTALTUNG

Judith Kaufmann für "Nur eine Frau"

Judith Kaufmann für "Der Junge muss an die frische Luft"

Andreas Höfer für "Gundermann"

Benedict Neuenfeld für "Styx"

Felix Leiberg für "Vom Lokführer, der die Liebe suchte..."

BESTER SCHNITT

Anne Fabini für "Of Fathers And Sons"

Jörg Hauschild für "Gundermann"

Ana de Mier y Ortuno für "Das schönste Mädchen der Welt"

Monika Willi für "Styx"

BESTE TONGESTALTUNG

Dominik Schleier, Christian Conrad, Martin Steyer für "Transit"

Andreas Turnwald, Uwe Dresch, Andre Zimmermann, Tobias Fleig für "Styx"

Roland Winke, Christian Bischoff, Chrissy Rebay für "Ballon"

BESTE FILMMUSIK

Ralf Wengenmayr, Marvin Miller für "Ballon"

Gerd Baumann für "Trautmann"

Hochzeitskapelle in "Wackersdorf"

BESTES SZENENBILD

Matthias Müsse für "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"

Susanne Hopf für "Gundermann"

Tamo Kunz für "Der Goldene Handschuh"

BESTES KOSTÜMBILD

Sabine Greunig für "Gundermann"

Anke Winckler für "Trautmann"

Katrin Aschendorf für "Der Goldene Handschuh"

BESTES MASKENBILD

Gritt Kosse, Uta Spikermann für "Gundermann"

Maike Heinlein, Daniel Schröder, Lisa Edelmann für "Der Goldene Handschuh"

Birger Laube, Heike Merker für "Eleanor & Colette"

BESUCHERSTÄRKSTER FILM

Caroline Link mit "Der Junge muss an die frische Luft"

Links: www.deutscher-filmpreis.de |

www.deutsche-filmakademie.de

Quellen: DFA Produktion GmbH - Gerold Marks | Medienboard | T-Online | Filmecho

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