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Deutscher Debüt-Film im Wettbewerb der Berlinale

Medienboard mit 3 geförderten Filmen im Berlinale-Wettbewerb und sechs weiteren in den Nebensektionen und im Special!

In knapp 10 Tagen, am 29. Januar 2019, erfolgt die Berlinale Programmpressekonferenz. Bis dahin muss auch der Druck des Programmheftes rechtzeitig fertiggestellt sein, sodass sich in den nächsten Tagen an den bisher bekannt gewordenen Titeln der diesjährigen Berlinale, den 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin, die vom 7. - 17. Februar 2019 stattfindet, ändern wird.

Wie üblich wurden zuvor die Titel sowohl es Wettbewerbs, als auch der einzelnen Sektionen wieder häppchenweise veröffentlicht. Das Forum unter der Leitung des Arsenals verschob sogar seine ersten Pressescreenings um zwei Tage, tagte ein letztes Mal noch in der Nacht davor, um seine Verlautbarung mit Auszügen aus seinem endgültigen Programm dann letzte Woche den Pressevertretern persönlich verkünden zu können.

Berlinale Wettbewerb wird mit Tragikomödie eröffnet.

Das Programm für den Wettbewerb war Mitte dieser Woche fertig. Insgesamt 17 Filme konkurrieren um die Auszeichnungen der goldenen und silbernen aus Bronze gegossenen Bären, teilte das Festival mit. Darunter sind etwa Fatih Akins "Der Goldene Handschuh" und Lone Scherfigs "The Kindness of Strangers" als Opener. Zuletzt neu hinzugekommen sind "Synonymes" von dem israelischen Regisseur Nadav Lapid und der chinesische Film "Yi miao zhong" von Zhang Yimou.

Zudem laufen sechs weitere Filme außer Konkurrenz, darunter „L'adieu à la nuit” ('Farewell to the Night') von André Téchiné (Frankreich/Deutschland; Weltpremiere, Außer Konkurrenz), der Dokumentarfilm „Amazing Grace“ von Alan Elliott mit dem Originalfilmmaterial aus dem Jahr 1972 von Warner Bros. (USA; Europapremiere; Außer Konkurrenz) und "Vice - der zweite Mann" von Adam McKay über den US-Vize-präsidenten Dick Cheney. Der Film feiert in Berlin seine Deutschlandpremiere und steht auch auf der Short-List der Oscar-Nominierungen. Hier der Trailer.

Der Münchner Alamode Filmverleih wird den Lone Scherfigs Eröffnungsfilm "The Kindness of Strangers" voraussichtlich im Herbst 2019 in die deutschen Kinos bringen. Gedreht wurde mit Zoe Kazan, Andrea Riseborough, Tahar Rahim, Caleb Landry Jones, Jay Baruchel und Bill Nighy, die den Film gemeinsam mit der dänischen Regisseurin im Berlinale Palast vorstellen werden.

Die tragikomische Geschichte verknüpft die Schicksale sehr unterschiedlicher Figuren in winterlich, kalten New York, die alle auf ihre eigene Art und Weise damit ringen zu überleben. Als sie aufeinandertreffen, finden sie Ausgelassenheit, Liebe und Zuwendung.

Bekannt wurde Lone Scherfig durch Filme wie "Italienisch für Anfänger" und "An Education".

Drei Medienboard geförderte Werke im Wettbewerb.

Im offiziellen Wettbewerb der Berlinale finden sich drei vom Medienboard Berlin-Brandenburg geförderte Filme wieder. Darunter die deutsche Produktion „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt, einem Debütfilm, der als Weltpremiere die Berlinale eröffnen wird.

Mitte Dezember 2018 hatte die Berlinale die ersten 10 Titel für ihren diesjährigen Wettbewerb bekannt gegeben. Letzte Woche folgten weitere 11 Titel. Mittlerweile ist man bei insgesamt 23 Titeln angelangt. Der vielleicht größte Coup war die Verkündung der Weltpremiere von "Der goldene Handschuh", dem neuen Film von dem deutsch-türkischen Filmemacher Fatih Akin, basierend auf dem Roman von Heinz Strunk über den Hamburger Serienmörder Fritz Honka, gespielt von Jonas Dassler.

Des Weiteren waren an deutschsprachigen Filmen für den Wettbewerb um die Bären genannt worden "Ich war zuhause, aber" von Angela Schanelec, Professorin für narrativen Film an die Hochschule für bildende Künste Hamburg, die mit ihren Filmen zur Berliner Schule gezählt wird und ebenfalls vom Medienboard gefördert wurde, sowie aus Österreich "Der Boden unter den Füßen" von Marie Kreutzer, die Buch und Dramaturgie an der Filmakademie Wien studiert hat.

Darüber hinaus die zum Teil in Deutschland gedrehte deutsche Koproduktion “The Operative” zusammen mit (Israel/Frankreich/USA) vom israelischen Filmemacher Yuval Adler, der nach New York gezogen war und an der Columbia University seine Promovierung (Ph.D.) in Philosophie ablegte, bevor sich ausschließlich dem Filmen widmete. Der Thriller wird als Weltpremiere, aber außer Konkurrenz im Wettbewerb gezeigt.

Zu den ersten zehn genannten Wettbewerbstiteln gehören auch aus Frankreich kommend "Grâce à Dieu" von François Ozon mit Melvil Poupaud, "Répertoire des villes disparues" von Denis Côté und Agnès Vardas Doku „Varda par Agnès“ ('Varda by Agnès'), der Grand-mère de la Nouvelle Vague (Weltpremiere; Außer Konkurrenz).

Aus der Türkei geladen und auch vom Medienboard gefördert, wurde Emin Alper mit"Kiz Kardesler".

Zu den weiteren bisher bekannt gewordenen insgesamt 21 Titeln gehören:

“Di jiu tian chang" ('So Long, My Son') von Wang Xiaoshuai (Volksrepublik China; Weltpremiere).

“Elisa y Marcela“ (Elisa & Marcela) von Isabel Coixet (Spanien; Weltpremiere).

„Gospod postoi, imeto i' e Petrunija” ('God Exists, Her Name is Petrunija') von Teona Strugar Mitevska (Mazedonien/Belgien/Slowenien/Kroatien/Frankreich; Weltpremiere).

„Marighella“ von Wagner Moura (Brasilien; Weltpremiere; Außer Konkurrenz).

„Mr. Jones“ von Agnieszka Holland (Polen/Großbritannien/Ukraine; Weltpremiere).

„Öndög“ von Wang Quan'an (Mongolei; Weltpremiere).

„La paranza dei bambini“ ('Piranhas') von Claudio Giovannesi (Italien; Weltpremiere).

“Ut og stjæle hester" ('Out Stealing Horses') von Hans Petter Moland (Norwegen/Schweden/Dänemark; Weltpremiere).

Vier Medienboard geförderte Debüts bei Perspektive Deutsches Kino.

Die Newcomer-Reihe Perspektive Deutsches Kino präsentiert 4 Medienboard-geförderte Debüts: Von der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF die Filme "Die Grube" von Hristiana Raykova und "Dust" von Udita Bhargava, von der dffb das Abschlussprojekt "Die Einzelteile der Liebe" von Miriam Bliese sowie David Dietls "Berlin Bouncer".

Panorama ebenfalls mit einer Medienboard geförderten Produktion.

Die Sektion Panorama hat Xaver Böhms vom Medienboard gefördertes "O Beautiful Night" eingeladen, der 2014 an der "Kunsthochschule Berlin Weißensee" sein Diplom in Visueller Kommunikation ablegte.

Das komplette Programm vom Panorama ist noch nicht vollständig und kann deswegen noch nicht aufgelistet werden. Die bisher veröffentlichten Titel hatten wir bereits am 8. Januar 2019 veröffentlicht.

Darunter befindet sich auch das in Toronto als Weltpremiere beim tiff Film Festival gefeierte Regiedebüt "Mid90s", ein Coming-of-Age-Film von Jonah Hill. Er schickt darin eine Gruppe Teenager aus Kalifornien auf einen Selbsterfahrungstrip mit Alkohol, Drogen und Sex. Hauptprotagonist ist der 13-jährige Stevie (Sunny Suljic), der unbedingt Skateboard fahren lernen will, um so cool zu wirken wie die anderen der Clique. Mit dabei ist auch Lucas Hedge als älterer Bruder in einer kleinen Nebenrolle, den wir in "Ben ist Back" das letzte Mal bei unseren Filmkritiken besprochen hatten. Der Film "Mid90s", der zu den 'must-have-seen' gehört, läuft im Panorama als Europapremiere. Hier der Trailer:

Berlinale-Sektion Generation eröffnet mit Debüt-Film aus Berlin.

In der Reihe "Generation" wurde als Eröffnungsfilm Erik Schmitts Langspielfilmdebüt "Cleo" (AT: 'Story of Berlin'; Produzent: Fabian Gasmia) ausgewählt. Der Berliner FIlmemacher machte sich zuvor einen Namen mit zahlreichen preisgekrönten Kurzfilmen und war mit zwei ("Nashorn im Galopp" und "Berlin Metanoia") bereits auf die Berlinale eingeladen.

Synopsis:

An der Zeit drehen und alles vergangene Unglück rückgängig machen: Cleos größter Wunsch rückt plötzlich in greifbare Nähe, als sie von einer Schatzkarte erfährt, die das Versteck einer magischen Uhr verrät. Gemeinsam mit Zufallsbekanntschaft Paul und zwei schrulligen Hobby-Schatzsuchern macht sie sich auf eine turbulente Reise durch die Zeiten und quer durch Berlin.

Sektionsleiterin Maryanne Redpath kommentiert das diesjährige Programm mit den Worten: "Die Protagonist*innen der ausgewählten Filme sind selbstbestimmte Charaktere, die häufig von konservativen Traditionen herausgefordert werden und neue Wege beschreiten. Nicht selten erwächst die Kreativität, die sie dabei an den Tag legen, einer ziellosen Langweile, von der wir Erwachsenen fast vergessen haben, welche Produktivität ihr innewohnt".

Insgesamt umfasst die Sektion, die sich aufteilt in Generation Kplus und Generation 14plus, 62 Lang- und Kurzfilme aus 36 Produktions- und Koproduktionsländern, die aus knapp 2500 Einreichungen ausgewählt worden sind. Neben Schmitts "Cleo" wurde mit Nina Wesemanns "Kinder" eine zweite Produktion aus Deutschland von der HFF München eingeladen.

Der Eröffnungsfilm des Jugendfilmprogramms 14plus ist "We Are Little Zombies" von Makato Nagahisa aus Tokyo, Japan.

Ganz besonders hervorheben möchten wir aber das sozialkritische Drama "Stupid Young Heart", der finnischen Regisseurin und Oscarpreisträgerin Selma Vilhunen, eine Koproduktion mit den Niederlanden und Schweden, die ihre Weltpremiere im letzten Jahr in Toronto beim tiff Film Festival feierte und nun erst die europäische Premiere auf der Berlinale hat. Hier der Trailer des sehenswerten Werkes, um zwei sehr unterschiedliche, kaum 16-jährige Jugendliche, die unverhofft vor dem Problem einer Schwangerschaft stehen. Der Film hätte durchaus auch einen Platz in einer Crosssektion des Panoramas verdient, auf die diesmal aber generell verzichtet wurde.

"Ich freue mich, dass wir mit der Einführung des Jugendfilmprogramms 14plus beim ehemaligen Kinderfilmfest im Jahr 2004 und der Umbenennung der Sektion in Generation 2007 die Beliebtheit des Programms so enorm weiter steigern konnten. Die Besucher*innenzahlen sind von damals 15.000 auf inzwischen 70.000 gestiegen", sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.

Sektion Forum eröffnet mit Heimatfilm.

Eröffnen wird die Sektion Forum mit Thomas Heises fast dreieinhalbstündigem Werk "Heimat ist ein Raum aus Zeit" ('Heimat is a Space in Time') über den Begriff Heimat, Vaterland und Patriotismus.

Der deutsche Dokumentarfilmer, Sohn des Philosophieprofessors Wolfgang Heise, der seine Filmlaufbahn als Regieassistent im DEFA-Studio der DDR begann, das anschließende Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ aber 1982 abbrach, liest aus alten Briefen und Kriegstagebüchern zum Ende des 19. Jahrhunderts und folgt in seinen biografischen, weit zurückreichenden Spuren seiner eigenen zerrissene Familie bis zur Gegenwart.

Insgesamt umfasst das Hauptprogramm in diesem Jahr 39 Filme, darunter 31 Weltpremieren. Es sind Filme, die Wagnisse eingehen, Haltung zeigen und keine Kompromisse machen.

Special Programme in drei beliebten Locations.

Im Berlinale Special-Programm laufen im Haus der Berliner Festspiele: Jennifer Baichwals "Anthropocene: The Human Epoch" (Europäische Premiere), Dominik Wesselys "Es hätte schlimmer kommen können - Mario Adorf" (Weltpremiere), Gregory Navas "El Norte" (Europäische Premiere der restaurierten Fassung) und der Dokumentarfilm "Peter Lindbergh - Women Stories" von jean Michel Vecchiet.

Im Special-Programm des Friedrichstadt-Palastes wird gezeigt: Chiwetel Ejiofors Regiedebüt "The Boy Who Harnessed the Wind" (Europäische Premiere), Alice Agneskirchners vom Medienboard gefördertes Werk "Lampenfieber" (Weltpremiere) und der Musik-Dokumentarfilm "Weil du nur einmal lebst - Die Toten Hosen auf Tour von Cordula Kablitz-Post. Darüber hinaus laufen dort Wettbewerbsfilme der Berlinale als Wiederholung.

Im Special-Programm des Zoo-Palastes feiert Safy Nebbous "Celle que vous croyez" seine Weltpremiere.

Außerdem laufen im Special das Doku-Drama "Brecht" von Heinrich Breloer aus Deutschland mit Burghart Klaußner und Tom Schilling, ebenso wie "Gully Boy" von Zoya Akhtar, einer indischen Filmregisseurin und die Doku "Watergate" von Charles Ferguson (USA).

Link: www.berlinale.de

Quellen: Medienboard Berlin-Brandenburg | Berlinale | Filmecho | Blickpunkt:Film | ARD Text

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