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HELLAS FILMBOX - 4. Ausgabe des grichischen Filmfestivals zu Berlin

4. Edition der HELLAS FILMBOX BERLIN vom 16.-20. Januar 2019 zum zweiten Mal im Kino Babylon Berlin.

HELLAS FILMBOX BERLIN

ist ein griechisches Filmfestival. Es wurde im Frühjahr 2015 gegründet, um das hochaktuelle und künstlerisch äußerst spannende Filmschaffen Griechenlands in den Fokus des deutschen Publikums zu rücken. Gerade das Medium Film ist wie kaum ein anderes in idealer Weise geeignet, zu einer Erweiterung des Blickwinkels auf die griechische Kultur insgesamt beizutragen.

HELLAS FILMBOX BERLIN möchte vor allem für den „Neuen Griechischen Film“ eine Plattform sein und cineastische Einblicke in die heutige Situation Griechenlands, seiner Menschen, Einblicke in seine inneren Widersprüche und Geheimnisse ermöglichen. Das Land – mit den Augen seiner Filmemacher gesehen – wird entschieden anders, unmittelbarer und intensiver erlebt werden können als durch die meisten Darstellungen in den deutschen Medien. Griechischer Film hat wesentlich mehr Griechenland zu bieten als deutscher Tagesjournalismus. Deshalb ist ein besonderes Anliegen der HELLAS FILMBOX BERLIN, mit Sparten wie „Neue Visionen“ außergewöhnliche und neuartige Filme aus den Bereichen Kunst, Animation und Experimental zu zeigen und zu fördern.

„Wir möchten“ – so Asteris Kutulas (Gründer der Deutsch-Griechischen Kulturassoziation e.V. und Festivaldirektor des 1. Festivals) – „an den emotionalen und politischen Bruchstellen zwischen Griechenland und Deutschland ansetzen, um konstruktive Reaktionen auf den aktuellen Konflikt zwischen den beiden Ländern anzuregen. Beim Film gehen die Meinungen (fast immer) auseinander, und das ist die beste Voraussetzung für kontroverse Diskussionen.“

Sandra von Ruffin, Schauspielerin und seit April 2016 neue Festivaldirektorin, ergänzt: „Film ist ein universelles, verbindendes und zugleich streitbares Medium. Es nimmt Einfluss auf die Träume, Sehnsüchte und Ängste der Menschen. Es ist hochwirksam. Das trifft auf griechische Filme genauso zu wie auf alle anderen. Wir möchten mit unserem Festivalprogramm vor allem das deutsche Publikum erreichen und den Zuschauern die ganz eigene Sicht griechischer Filmschaffender auf die menschliche Seele offenbaren.“

Im Rahmen der 4. Hellas Filmbox Berlin 2019 wird der griechische Staatssekretär für Digitales, Telekommunikation und Medien, Herr Lefteris Kretsos, einen Vortrag über die Entwicklung der audiovisuellen Industrie in Griechenland halten.

Der Titel des Vortrags und der im Anschluss daran folgenden Diskussion mit dem Publikum (Produzenten, Journalisten usw.) lautet:

„Audiovisuelle Industrie: Eine Herausforderung für das Wirtschaftswachstum Griechenlands“.

Kino, Fernsehen, Unterhaltungsplattformen und Videogames als Bereiche der audiovisuellen Industrie sind ein fruchtbarer Boden für das Wirtschaftswachstum, gerade nach ihrer Aufnahme in das neue Gesetz zur Förderung des Wirtschaftswachstums in Griechenland. Während seines Aufenthalts bei der Hellas Filmbox will der Staatssekretär über die das „cash rebate“ (die finanzielle Anreize der Erstattung des 35% des Budgets einer audiovisuellen Produktion) bestimmenden Parameter bzw. über die neuen günstigen finanziellen Voraussetzungen für audiovisuellen Produktionen und Co-Produktionen in Griechenland sprechen und anschließend mit dem Publikum darüber diskutieren.

Zur 4. Ausgabe des Festival wollen die Festival-Macher auch an das bewegende Ereignis des Berliner Mauerfalls vor 30 Jahren erinnern, das Europa und die Welt verändert hat.

Keiner der Künstler, die das HELLAS FILMBOX Festival mitgestalten, vermisst die Berliner Mauer oder irgendeine Mauer, die sich der Kunst in den Weg stellt.

Unsere Filme, unsere Bilder, unsere Worte, unsere Zeichen – have „No Walls“ it's „More Geil“.

Das Plakat, das diesem Jubiläum gewidmet ist, wurde von Art Director Achilleas Gatsopoulos kreiert.

Das Festival startet am Mittwoch, den 16. Januar 2019 im Kino Babylon Berlin-Mitte mit dem eindrucksvollen Historiendrama "Die letzte Notiz". Regisseur Pantelis Voulgaris, Drehbuchautorin Ioanna Karystiani und der deutsche Hauptdarsteller André Hennicke sind im Anschluss an die Vorführung im BABYLON in einem Gespräch über den Film zu erleben. Hier der Trailer:

Mit "Die letzte Notiz" versetzt uns Pantelis Voulgaris (dessen Filme international bereits vielfach ausgezeichnet wurden) in ein von der SS betriebenes Konzentrationslager im Athener Vorort Chaidari zur Zeit der deutschen Okkupation. Im Zentrum des dramatischen Geschehens steht eine Gruppe von etwa 200 am 1. Mai 1944 hingerichteten Widerstandskämpfern, sowie Napoleon Sakotzides, der Dolmetscher des deutschen Lagerkommandanten Karl Fischer.

Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung ist der Auftritt des griechischen Weltstars Maria Farantouri und der deutschen Künstlerin Michaela Meise, die die berühmte Mauthausen Ballade von Mikis Theodorakis singen werden. Der Liederzyklus basiert auf den Texten des Dichters Iakovos Kambanellis, der die KZ-Haft im österreichischen Mauthausen überlebte; er beschreibt die Geschichte einer Liebe im Lager. Theodorakis widmete diese Lieder „allen, die sich der Grausamkeit des Faschismus nicht beugten.“

Als Abschlussfilm des Festivals wird am 20. Januar 2019 der Film "1968" gezeigt, das neueste Werk des Zimt und Koriander-Regisseurs Tassos Boulmetis. Mit viel Humor, Charme und Liebe begleitet Boulmetis’ Dokufiktion die Protagonisten am Abend des legendären Basketball-Finales zwischen AEK Athen und Slavia Prag. 4. Mai 1968. Am Ende dieser Nacht wird sich die griechische Geschichte für immer verändert haben. Hier der Trailer:

Im offiziellen Wettbewerb Emerging Greeks Competition sind fünf Erst- und Zweitlingswerke griechischer Regisseure zu erleben, die ihre Premiere auf bedeutenden Film Festivals wie Karlovy Vary, Tribeka oder Thessaloniki feierten:

1) "Pause" von Tonia Misiali, Berlin Premiere

Zypern, Griechenland 2018, 96 Min, OmengU

Hier der Trailer:

Synopsis:

Elpida, eine Hausfrau mittleren Alters, ist im ganz alltäglichen Elend ihrer Ehe gefangen – mit einem Mann, der ihre Gefühle und Bedürfnisse kaum oder gar nicht berücksichtigt. Ihr monotones Leben wird unterbrochen, als ein junger Handwerker das Haus, in dem sie lebt, zu streichen beginnt. Ihre Fantasie erblüht, und sie sieht sich konfrontiert mit ihren eigenen unstillbaren Wünschen, mit ihrem Körper – und damit, dass sie für ihren Ehemann überhaupt keine Liebe mehr empfindet. Bald aber wird ihre Wahrnehmung der Realität in Frage gestellt, da sie sich an Ereignisse, die es tatsächlich gab, nicht mehr erinnert. Kann eine Pause einen Neuanfang bedeuten?

2) "The Surface of Things" von Nancy Biniadaki, Deutschland Premiere

Griechenland, Deutschland 2017, 85 Min, OmengU

Hier der Trailer:

Synopsis:

In Athen gibt es eine moderne Sage über den uralten Fluss Errinyos, der unter der Stadt fließen soll. Bis heute hat den Fluss aber niemand gesehen, außer einer Gruppe von Teenagerinnen in den achtziger Jahren. Dann macht ein Anthropologe, der sich mit diesem Mythos beschäftigt, drei der inzwischen vierzigjährigen Frauen und deren ehemaligen Lehrer ausfindig. Der Wissenschaftler ist nun mit vier verschiedenen Berichten über die mysteriöse Existenz des Flusses konfrontiert. Anhand von Auszügen aus Briefen, von Kamera-Aufnahmen und Interviews erzählt der Film eine tragische Geschichte, die sich vor dreißig Jahren ereignete und das kollektive Gedächtnis der Stadt prägte.

3) "The Son of Sofia" von Elina Psykou, Berlin Premiere

Griechenland, Frankreich, Bulgarien 2017, 111 Min, OmengU

Hier der Trailer:

Synopsis:

2004, das Jahr der Olympischen Sommerspiele in Athen. Der elfjährige Misha kommt aus Russland, um bei seiner Mutter Sofia zu leben. Was er nicht weiß, ist, dass dort auch ein neuer Vater auf ihn wartet. Während Griechenland den olympischen Traum lebt, wird Misha gewaltsam in die Welt der Erwachsenen katapultiert und lernt die dunkle Seite seiner Lieblingsmärchen kennen.

4) "Do it Yourself" von Dimitris Tsilifonis, europäische Premiere

Griechenland 2019, 98 Min, OmengU

Hier der Trailer:

Synopsis:

Alkis, ein Kleinkrimineller, stimmt zu, in einem viralen Video mitzuspielen, das das öffentliche Ansehen eines prominenten Geschäftsmannes wiederherstellen soll. Als Alkis aber realisiert, dass seine Kollegen ihn umbringen wollen, bleiben ihm nur noch wenige Stunden, um das Studio, in dem er eingeschlossen ist, zu verlassen.

5) "Afterlov" von Stergios Paschos, Deutschland Premiere

Griechenland 2016, 94 Min, OmengU

Hier der Trailer:

Synopsis:

Es ist Sommer in Athen, und Nikos – Musiker, dreißig und pleite – kümmert sich um eine luxuriöse Villa in der Vorstadt, die einem Freund gehört. Zwischen Cocktails am Pool und dem Herumtollen mit dem Hund entwickelt Nikos einen Plan. Er ist immer noch nicht über die Trennung von Sofia hinweg, und das Haus bietet ihm eine einzigartige Gelegenheit … Afterlov ist eine lustige, ergreifende und vernichtende Post-Love-Geschichte zweier Menschen, die nicht erwachsen werden wollen.

In der Sektion Dokumentarfilm werden folgende sechs Filme gezeigt:

1) „Obscuro Barroco“ von Evangelia Kranioti

2) „Invisible Hands” von Marina Yioti und Giorgos Salame

3) „Happy Princess” von Panos Deligiannis

4) „Kick out Poverty” von Menelaos Karamaghiolis; anschließend Gespräch

5) „Dolphin Man“ von Lefteris Haritos

6) History Special

„The Balcony – Memories of Occupation” von Chrisanthos Konstantinidis.

Hier der Trailer:

Synopsis:

Ligiades, ein Dorf in Epirus: wegen seiner wunderbaren Aussicht der „Balkon“ von Ioannina genannt. Doch die Idylle kann die Geschichte eines Nazi-Verbrechens nicht verdecken, die ein deutscher Historiker im Film recherchiert und dokumentiert. Die Nachkriegsgenerationen hören so zum ersten Mal die Stimmen ihrer Vorfahren, die das Verbrechen beschreiben. Es sind Dokumente der Erinnerung und der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas.

Special Screenings und 16 Kurzfilme runden das Programm ab.

1) „Polyxeni” von Dora Masklavanou

2) „In this land nobody knew how to cry” von Giorgos Panousopoulos

3) „Jamaica” von Andreas Morfonios

4) „Ηappy birthday“ von Christos Georgiou

5) „Night Out“ von Stratos Tzitzis

Link: www.hellasfilmbox.de

Quellen: Hellas Filmbox | Babylon Kino

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