Skip to content

Gestern war Preisverleihung des Europäischen Filmpreises in Sevilla

Bester Film wurde "COLD WAR". Zur besten Schauspielerin wurde Joanna Kulig in "Cold War" gekürt und zum besten Darsteller wurde Marcello Fonte in "Dogman" gewählt.

Auch die deutsche Schauspielerin Marie Bäumer war für ihre Rolle in dem Romy-Schneider-Drama "3 Tage in Quiberon" beim Filmfestival in Sevilla für den Europäischen Filmpreis nominiert worden. Sie ist eine von insgesamt sechs Darstellerinnen, die in die nähere Auswahl der Kategorie »beste Schauspielerin« gelangte. Bäumer (49) trat unter anderem gegen die Polin Joanna Kulig ("Cold War") und die Italienerin Alba Rohrwacher an, deren Schwester Alice Rohrwacher für den kunstvollen Streifen "Glücklich wie Lazzaro" sowohl für den besten Film, als auch für die beste Regie und das beste Drehbuch nominiert war.

Die Nominierungen wurden am 9. November 2018 beim 15. Filmfestival in Sevilla (9.-17. November 2018) bekanntgegeben. Die Preise wurden ebenfalls in Sevilla gestern abend, den 15. Dezember 2018 vergeben.

In den einzelnen Gewerken wurden die Gewinner bereits peu à peu im November veröffentlicht. Demnach waren Christoph M. Kaiser und Julian Maas für die Musik zu Emily Atefs "3 Tage in Quiberon" sowie André Bendocchi-Alves und Martin Steyer für das Sounddesign in Robert Schwentkes "Der Hauptmann" ausgezeichnet worden.

Zwei Europäische Filmpreise gingen an Matteo Garrones "Dogman" für das beste Kostüm und für das beste Maskenbild. Erik Poppes "Utoya 22 Juli" erhielt den Preis für die beste Kamera, Pawel Pawlikowskis "Cold War - Der Breitengrad der Liebe" für den besten Schnitt, Kirill Serebrennikows "Leto" für das beste Szenenbild und Ali Abbasis "Border" für die Visual Effects. Letztere Sparte ist erstmals dabei.

Die Nominierungen & Gewinner des 31. Europäischen Filmpreises.

Bester Spielfilm:

- "BORDER" von Ali Abbasi (SWE/DEN)

- "DOGMAN" von Matteo Garrone (ITA/FRA)

- "GIRL" von Lukas Dhont (BEL/NED)

- "HAPPY AS LAZZARO" von Alice Rohrwacher (ITA/FRA/GER/SUI)

- "COLD WAR" von Pawel Pawlikowski (POL/GBR/FRA) *Winner

• Hier der Trailer:

Beste Regie:

- Ali Abbasi für "BORDER"

- Matteo Garrone für "DOGMAN"

- Samuel Maoz für "FOXTROT"

- Alice Rohrwacher für "HAPPY AS LAZZARO"

- Pawel Pawlikowski für "COLD WAR" *Winner

Bestes Drehbuch:

- Ali Abbasi, Isabella Eklöf & John Ajvide Lindqvist für "BORDER"

- Matteo Garrone, Ugo Chiti & Massimo Gaudioso für "DOGMAN"

- Gustav Möller & Emil Nygaard Albertsen für "THE GUILTY"

- Alice Rohrwacher für "HAPPY AS LAZZARO"

- Paweł Pawlikowski für "COLD WAR" *Winner

Beste Schauspielerin:

- Marie Bäumer ("3 Tage in Quiberon")

- Halldóra Geirharðsdóttir ("Gegen den Strom")

- Barbara Lennie ("Petra")

- Eva Melander ("Border")

- Alba Rohrwacher ("Glücklich wie Lazzaro")

- Joanna Kulig ("Cold War") *Winner

Bester Schauspieler:

- Jakob Cedergren ("The Guilty")

- Rupert Everett ("The Happy Prince")

- Sverrir Gudnason ("Borg/McEnroe")

- Tomasz Kot ("Cold War")

- Victor Polster ("Girl")

- Marcello Fonte ("Dogman") *Winner;

• Hier der Trailer:

Beste Komödie:

- "C'EST LA VIE - Das Leben ist ein Fest" von Olivier Nakache und Eric Toledano (FRA)

- "DIAMANTINO" von Gabriel Abrantes und Daniel Schmidt (POR/FRA/BRA)

- "THE DEATH OF STALIN" von Armando Iannucci (FRA/GBR/BEL) *Winner; • Hier der Trailer:

Bester Debütfilm:

- "ONE DAY - Egy Nap" von Zsófia Szilágyi (Hungary)

- "SCARY MOTHER - Sashishi Deda" von Ana Urushadze (Georgia, Estonia)

- "THE GUILTY - Den Skyldige" von Gustav Möller (Denmark)

- "THOSE WHO ARE FINE - Dene wos guet geit" von Cyril Schäublin (Switzerland)

- "TOUCH ME NOT" von Adina Pintilie (Romania, Germany, Czech Republic, Bulgaria, France)

- "GIRL" von Lukas Dhont (Belgium/Netherlands) *Winner;

• Hier der Trailer:

Bester Dokumentarfilm:

- "A WOMAN CAPTURED" von Bernadett Tuza-Ritter

- "OF FATHERS AND SONS" von Talal Derki

- "THE DISTANT BARKING OF DOGS" von Simon Lereng Wilmont

- "EL SILENCIO DE OTROS" von Almudena Carracedo and Robert Bahar

- "BERGMAN, A YEAR IN A LIFE" von Jane Magnusson *Winner;

• Hier der Trailer:

Die nominierten fünf Dokumentarfilme gehörten ursprünglich zu einer Shortlist von insgesamt 15 Dokus, die auf zehn Dokumentarfilmfestivals liefen. Darunter befanden sich mit Bernadett-Tuza Ritters "Eine gefangene Frau", Jane Magnussons "Bergman - A Year in Life", Talal Derkis "Kinder des Kalifats" und "The Poetess" von Stefanie Brockhaus und Andreas Wolff ursprünglich sogar insgesamt vier deutsche Koproduktionen, von denen aber nur zwei nominiert wurden.

Bester Animationsfilm:

- "EARLY MAN" von Nick Park (UK)

- "THE BREADWINNER" von Nora Twomey

(Ireland, Canada, Luxembourg)

- "WHITE FANG - Croc-Blanc" von Alexandre Espigares

(France, Luxembourg)

- "ANOTHER DAY OF LIFE" von Raul de la Fuente & Damian Nenow

(Poland, Spain, Belgium, Germany, Hungary) *Winner;

• Hier der Trailer:

European University Film Award (EUFA):

Der 2016 eingeführte Preis wird von Studierenden aus ganz Europa verliehen.

- "FOXTROT" von Samuel Maoz (Israel, Germany, France, Switzerland)

- "STYX" von Wolfgang Fischer (Germany, Austria)

- "TARZAN'S TESTICLES - Ouăle lui Tarzan" von Alexandru Solomon

(Romania, Franc)

- "UTØYA 22. JULI" von Erik Poppe (Norwegen)

- "HAPPY AS LAZZARO - Lazzarro Felice" von Alice Rohrwacher

(Italy, France, Germany, Switzerland) *Winner;

• Hier der Trailer:

15 Shorts Nominated:

Insgesamt 15 Kurzfilme waren für den Wettbewerb nominiert worden.

Gewonnen hat "THE YEARS / GLI ANNI"; *Winner

People's Choice Award:

Neun Filme waren für die Publikumswahl nominiert worden.

Gewonnen hat "CALL ME BY Your NAME"; *Winner

• Hier der Trailer:

EFA-Präsident und -Vorstand vergab den Ehrenpreis an Costa-Gavras.

Anlässlich der 31. European Film Awards wurde der legendäre Filmemacher Costa-Gavras mit dem Ehrenpreis des EFA-Präsidenten und EFA-Vorstands ausgezeichnet.

Mit diesem Preis möchte die European Film Academy "einem außergewöhnlichen Regisseur Anerkennung zollen, und damit einer Persönlichkeit, die mit starker politischer Stimme nicht nur von Kollegen zutiefst respektiert, sondern auch weltweit vom Publikum gefeiert wird".

Costa-Gavras ist der fünfte Filmemacher, der diesen Ehrenpreis erhält, frühere Preisträger waren Manoel de Oliveira, Michel Piccoli, Sir Michael Caine und Andrzej Wajda.

In Griechenland geboren, emigrierte Costa-Gavras 1955 im Alter von 22 Jahren nach Frankreich, wo er 1965 seinen ersten Film drehte: "Mord im Fahrpreis inbegriffen", möglich gemacht mit der Unterstützung von Yves Montand und Simone Signoret, die beide auch in dieser Adaption von Sébastien Japrisots Roman mitspielten. Weiter ging es mit "Z – Anatomie eines politischen Mordes" (1969), der zwei Preise beim Cannes Film Festival sowie zwei Oscars erzielt. Weitere filmische Stationen waren "Das Geständnis" (1971), "Der unsichtbare Aufstand" (1973), "Vermisst" (1981), "Hanna K." (1983), "Verraten" (1988), "Music Box - Die ganze Wahrheit" (1989), "Mad City" (1997), "Der Stellvertreter" (2002), "Die Axt" (2004), "Eden à l'ouest" (2009) und "Le Capital" (2012). Costa-Gavras inszenierte darüber hinaus Opernaufführungen und Musikshows und war von 1971 bis 1973 Präsident der Société des réalisateurs de films (Vereinigung der Filmregisseure). Er ist Präsident der Cinémathèque Française.

Costa-Gavras nahm persönlich den Preis bei der Verleihung der European Film Awards am 15. Dezember 2018 in Sevilla entgegen.

Weitere Preise an Carmen Maura und Ralph Fiennes.

Den Preis der Europäischen Filmakademie für das Lebenswerk von Carmen Maura übergab persönlich Wim Wenders. Und den Preis für herausragende Leistung beim Weltkino erhielt Ralph Fiennes.

----------------------

European Film Academy e.V.

Kurfürstendamm 225 / 10719 Berlin

Links: www.europeanfilmawards.eu | www.eufa.org

  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Print this article!
  • E-mail this story to a friend!

Anzeige