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32. Filmfest Braunschweig (BIFF)

Vier neue Preise beim 32. Braunschweig International Film Festival 2018.

Weil ihnen das cineastische Angebot in der Stadt Braunschweig nicht ausreichte, gründeten Filmstudenten 1987 ein eigenes Filmfestival. Aber auch mit dem Weggang des ehemaligen Leiters Volker Kufahl zum Filmkunstfest in Schwerin ist kein Stillstand in Braunschweig eingetreten.

Seit 2017 leitet Michael P. Aust das Internationale Filmfestival in Braunschweig dessen Logo und Namen er bereits im letzten Jahr geändert hatte. Nur die traditionellen schwarzen & gelben Farben sind geblieben.

In diesem Jahr hat sich beim Filmfest Braunschweig (BIFF) die Zahl der Preise, die zum Ende des Festivals vergeben werden, um vier auf neun erhöht. Das Preisgeld der 32. Ausgabe, die vom 5. bis 11. November 2018 stattfindet, beträgt nunmehr insgesamt 53.500 Euro.

Der langjährige Hauptsponsor des Festivals, VW, erhöht die Dotierung des Hauptpreises »Die Europa« nicht nur von 15.000 auf 20.000 Euro, sondern lobt auch den mit 10.000 Euro dotierten Volkswagen Financial Services Filmpreis für den besten europäischen Debüt- oder Zweitfilm im Wettbewerb aus.

Schauspielpreis für Sandrine Bonnaire.

Der Hauptpreis, der Schauspielpreis »DIE EUROPA«, geht in diesem Jahr an die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire. Sie wird die Auszeichnung auf der Preisverleihung am 10. November 2018 im Großen Haus des Braunschweiger Staatstheaters persönlich entgegennehmen. Zuvor findet um 15:30 Uhr ein Filmgespräch mit Filmjournalist und -publizist Daniel Kothenschulte über ihren Werdegang und ihre Arbeit als Regisseurin statt.

Das Festival verleiht den Preis für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur. Mit 16 wird sie von Maurice Pialat entdeckt und erhält für ihre Rolle in „Auf das, was wir lieben“ (1983) den César. 1985 der zweite César für Agnès Vardas „Vogelfrei“, sie dreht mit Téchiné, Leconte, Rivette, Wargnier, Doillon. 1995 wird sie für Chabrols „Biester“ als beste Darstellerin in Venedig ausgezeichnet. Zu ihrem Spielfilmdebüt „J’enrage de son absence“ (2012) schreibt sie selbst das Drehbuch.

Green & Queere Filmpreise.

Das Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN) vergibt erstmals auf dem Internationalen Filmfestival Braunschweig den mit 5.000 Euro dotierten »Queeren Filmpreis« Niedersachsen. Ebenfalls neu als Preissponsor in Braunschweig an Bord ist die Unternehmensgruppe Oeding, die die Festivalreihe »Green Horizons«, in der fünf Filme zum Thema Nachhaltigkeit gezeigt werden, finanziell unterstützt. Der dort erstmals vergebene »Green Horizons Award« ist mit 2.500 Euro dotiert.

Mit 3.000 Euro dotiert ist der neue Braunschweiger Filmpreis, der an die beste Newcomer-Schauspielerin/den besten Newcomer-Schauspieler eines Films in der Reihe »Neue deutsche Filme« geht; der Preis wird von einer Gruppe Braunschweiger Filmfreunde gestiftet.

Schwerpunkt: Film meets Music.

Das Filmfestival Braunschweig (BIFF) hat aus dem in den letzten Jahren organisch gewachsenen Schwerpunkt »Musik und Film« ein neues Musik-Film-Festival kreiert. Es heißt »FxM: Film meets Music« und fasst in diesem Jahr erstmals die sieben Filmkonzerte des BIFF unter einem Dach zusammen.

Angefangen mit einzelnen Konzerten stehen beim BIFF mittlerweile regelmäßige Porträts eines international renommierten Filmkomponisten und die schon traditionellen Filmkonzerte zur Festival-Eröffnung auf dem Programm. Von Beginn an ist das Staatsorchester Braunschweig der Partner, der die großen Filmkonzerte des BIFF veranstaltet und die später oft mit dem Staatsorchester durch Deutschland reisen.

Unter der neuen Generalintendantin des Staatstheater Braunschweig, Dagmar Schlingmann, ergibt sich nun die Chance, aus den filmmusikalischen Aktivitäten des BIFF ein eigenes kleines Festival zu machen, das neben dem Staatstheater/Staatsorchester Braunschweig auch das Scharoun-Theater Wolfsburg als Partner mit einbezieht.

Das FxM setzt sich dabei gezielt von kleineren Stummfilmfestivals ab, indem es nicht nur Filmklassiker, sondern auch aktuelle Filmbilder mit neuen Musikströmungen live zusammenbringt.

Musikdokumentarfilme und ein diskursiver Rahmen mit Vorträgen und Talks ergänzen das Programm. Teil von FxM ist zudem die Retrospektive zu Irmin Schmidt, dem Mastermind hinter der 1968 in Köln gegründeten avantgardistischen Band „CAN“. Ihm wird ein Filmprogramm mit acht seiner Filme, ein Konzert und ein Filmgespräch gewidmet. Hier ein älteres Musikbeispiel aus dem Jahre 1972.

Restaurierter Stummfilmklassiker zur Eröffnung.

Das 32. Internationale Filmfestival Braunschweig eröffnet am 5. November 2018 mit dem Filmkonzert "Panzerkreuzer Potemkin". Es spielt das Staatsorchester Braunschweig unter der Leitung des amerikanischen Dirigenten Yati Durant. Hier der restaurierte Trailer:

Neues Internationales Kino.

Neben der Reihe »Neue deutsche Filme« mit dem Schwerpunkt um die #MeToo-Debatte sowie dem Wettbewerb um den besten »Debüt- oder Zweitfilm« steht auch »Neues Internationales Kino« auf dem Programm, dessen Motive und Genres universell sind und zum direkten Vergleich der Handschriften unterschiedlichster Regisseur/innen einladen.

Insgesamt zeigt das Festival an sechs Tagen rund 200 Filme für 25.000 Besucher.

Link: www.filmfest-braunschweig.de

Quellen: Filmfest Braunschweig | Filmecho | Blickpunkt:Film

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