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Neuer Preis und neuer Partner beim 26. Filmfest Hamburg

Arte als neuer Partner des 26. Filmfest Hamburg.

Das in diesem Jahr vom 27. September bis 6. Oktober 2018 stattfindende Filmfest Hamburg hat Arte als neuen Partner gewonnen. Der Kultursender präsentiert in diesem Jahr auch erstmals die Sektion »Freihafen«, in der bis zu zwölf deutsch-europäische Koproduktionen um den mit 25.000 Euro dotierten Hamburger Produzentenpreis Europäische Kino-Koproduktion konkurrieren. Die Sektion beweist bereits seit 2014, wie fruchtbar eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit sein kann und kombiniert Besonderheiten aus unterschiedlichen nationalen Kinematografien zu einzigartigen Kinoerlebnissen.

Festivalleiter Albert Wiederspiel: „Schon immer waren Arte-Koproduktionen sektionsübergreifend ein fester Bestandteil vom Filmfest-Hamburg-Programm. Umso mehr freuen wir uns über die neue Partnerschaft und über das sichtbare Engagement von Arte beim diesjährigen Festival. Wir finden, Filmfest Hamburg und der europäische Sender passen perfekt zusammen. Auch wir feiern den europäischen Kinofilm und setzen, nicht nur filmisch, auf interkulturelle Verständigung.“

Drei Filme, die bereits auf Festivals in Rotterdam und Cannes liefen, feiern in der Sektion »Freihafen« ihre Deutschlandpremiere: Das emotionale Gesellschaftsdrama „Der Fall Sarah & Saleem - The Reports on Sarah and Saleem von Muayad Alayan“, der Film „The Wild Pear Tree“ von Nuri Bilge Ceylan über den türkischen Generationenkonflikt sowie der Animationsfilm „Another Day of Life“ von Raúl de la Fuente und Damian Nenow. Hier der Trailer:

Eröffnet wird das Festival mit der isländischen Produktion "Woman at War - Gegen den Strom" von Benedikt Erlingsson. Der Regisseur und die Hauptdarstellerin Halldóra Geirharðsdóttir werden bei der feierlichen Gala am 27. September 2018 anwesend sein.

"Eine starke isländische Frau, die gegen den Strom schwimmt und dabei die Herzen der Zuschauer erobert - das ist der ideale Eröffnungsfilm für die so sehr nach Norden gewandte Hansestadt", sagte Festivalleiter Albert Wiederspiel.

Der Film wurde bereits in Cannes gezeigt und soll im Dezember in die deutschen Kinos kommen. Hier der Trailer:

Synposis:

Die Komödie, die bereits in der Semaine de la Critique in Cannes lief, handelt von Hella, die in ihrem Ort einen Chor leitet und heimlich als knallharte Umweltaktivistin gegen die lokale Aluminiumindustrie kämpft. Ihr Leben ändert sich plötzlich, als ihr Antrag auf Adoption eines Kindes aus der Ukraine nach Jahren bewilligt wird.

Die 26. Ausgabe des Filmfest Hamburg 2018 zeigt insgesamt 138 Produktionen aus 57 Ländern als Europa-, Deutschland- oder Hamburg-Premieren. Schwerpunkte bilden die Themen »GeschichtsBilder« und »Biografien«.

Im Rahmen von »GeschichtsBilder« werden sektionsübergreifend Filme gezeigt, die sich der Zeitgeschichte widmen wie Guillaume Nicloux' "To the Ends of the World", Lasse Laus "The Raven and the Seagull", Ghassan Halwanis "Erased - Ascent of the Invisible", Donal Foremans "The Image You Missed", "Another Day of Life" von Raul de la Fuente und Damian Nenow, Wang Bings "Dead Souls" und Roberta Grossmans "Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto".

Der Schwerpunkt »Biografien« umfasst Filme, bei denen historische und zeitgeschichtliche Persönlichkeiten im Vordergrund stehen wie Yorgos Lanthimos' "The Favourite", Damien Chazelles "Aufbruch zum Mond", der das Festival in Venedig eröffnet hatte, und Paolo Sorrentinos "Loro", das zwar nicht ganz an sein Meisterwerk "La Grande Bellezza" heranreicht, aber allein schon wegen der Satire auf den ex Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi dennoch sehenswert ist.

Als weiterer Highlight ist Sandra Nettelbecks "Was uns nicht umbringt" angekündigt.

Festivalkinos sind das Abaton, Cinemaxx Dammtor, Metropolis, Passage und das Studio-Kino.

Elf Kandidaten für Hamburger TV-Produzentenpreis.

Elf Filme konkurrieren in der neu benannten Sektion »Televisionen - Fernsehen mit Format« (ehemals Sektion 16:9) um den Hamburger Produzentenpreis "Deutsche Fernsehproduktion", die von Friedemann Beyer geleitet wird.

● "Tödliches Comeback" (Regie: Hermine Huntgeburth)

● "Gespenster" (Regie: Sherry Horman)

● "Die Affäre Borgward" (Regie: Marcus O. Rosenmüller)

● "Echte Bauern singen besser" (Regie: Holger Haase)

● "Der Anfang von etwas" (Regie: Thomas Berger)

● "Aufbruch in die Freiheit" (Regie: Isabel Kleefeld)

● "Scheidung für Anfänger" (Regie: Thorsten M. Schmidt)

● "Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester" (Regie: Ingo Rasper)

● "Fischer sucht Frau" (Regie: Sinan Akkus)

● "Bist Du glücklich?" (Regie: Max Zähle)

● "Unschuldig" (Regie: Nicolai Rohde)

Außer Konkurrenz laufen in dieser Sektion auch Andreas Kleinerts "Tatort - Borowski und das Glück der anderen", Lars Beckers "Nachtschicht - Es lebe der Tod", Matthias Glasners Serienabschluss "Blochin - Das letzte Kapitel", drei Folgen der Serie "Der Tatortreiniger" sowie Sebastian Stojetz' Webserie "Technically Single".

"Unsere neu benannte Sektion steht für eine Vision des Fernsehens, das über die klassischen Kriminalerzählungen und Ermittlerkrimis hinausgeht und adäquate Ausdrucksformen für eine komplexer gewordene Wirklichkeit und sich wandelnde Sehgewohnheiten findet. Diese Offenheit und Vielfalt möchten wir zeigen - mit Serien- und Webformaten und einer großen Bandbreite unterschiedlicher Milieus, Themen und Genres", erklärt Sektionsleiter Friedemann Beyer.

Weiterer neuer Produzentenpreis beim Filmfest Hamburg.

Der bereits erwähnte Hamburger Produzentenpreis wird beim Filmfest Hamburg in diesem Jahr erstmals in drei Kategorien vergeben. Neben dem weiter oben aufgeführten Hamburger Produzentenpreis für eine Europäische Kino-Koproduktion sowie einer deutschen Fernsehproduktion wird der Preis erstmals auch an eine herausragende deutsche Kinoproduktion ausgelobt und ist ebenfalls mit 25.000 Euro dotiert.

Darüber hinaus werden auf dem Filmfest Hamburg der »Douglas Sirk Preis«, der »Commerzbank Publikumspreis«, die Auszeichnung »Der Politische Film« der Friedrich Ebert-Stiftung, der »Michel Filmpreis« für einen Kinderfilm, der »Art Cinema Award«, der »Sichtwechsel-Filmpreis«, der »NDR-Nachwuchspreis« und der »Filmfest Hamburg-Kritikerpreis« vergeben. Insgesamt werden beim Filmfest Hamburg in diesem Jahr Preisgelder von 125.000 Euro ausgeschüttet.

Europäische Kassenschlager in der Sektion "Eurovisuell".

Sechs Filme der Sektion »Eurovisuell« konkurrieren in diesem Jahr auf dem Filmfest Hamburg um den mit 5.000 Euro dotierten Commerzbank Publikumspreis. In der Sektion zeigt das Filmfest Hamburg alljährlich Kinoerfolge aus den europäischen Nachbarländern.

● "Dany" (Regie: François Damiens), Belgien/Frankreich

● "One Step Behind the Seraphim" (Regie: Daniel Sandu), Rumänien

● "Put Grandma in the Freezer" (Regie: Giancarlo Fontana, Giuseppe G. Stasi), Italien

● "So lange ich lebe" (Regie: Ole Bornedal), Dänemark

● "Solsidan" (Regie: Felix Herngren, Måns Herngren), Schweden

● "Three Million Euros" (Regie: Tadas Vidmantas), Litauen

Über die diesjährige Filmauswahl sagt Festivalleiter Albert Wiederspiel: "Europa ist im Umbruch und offenbar nicht in der Stimmung für harmlose Albernheiten und kreischende Comedies im Kinosaal. Das Publikum der an der Kinokasse erfolgreichsten Filme aus Belgien, Schweden, Rumänien, Italien, Dänemark und Litauen weicht unbequemen Themen nicht aus und stellt sich der Realität."

Douglas Sirk Preis für den iranischen Regisseur Jafar Panahi.

Das Filmfest Hamburg zeichnet den iranischen Regisseur Jafar Panahi mit dem Douglas Sirk Preis aus, den seine Tochter Solmaz Panahi und die Hauptdarstellerin seines neuesten Films "Drei Gesichter", Behnaz Jafari, vor dessen Deutschlandpremiere auf dem Filmfest Hamburg entgegen nehmen werden.

Festivalleiter Albert Wiederspiel: "2009 haben wir die grüne iranische Oppositionsbewegung, deren Gallionsfigur Panahi war, von Hamburg aus sichtbar unterstützt. 2013 hat Jafar Panahi für uns die Reihe 'Iran Deluxe' mit seinen persönlichen Meilensteinen des iranischen Kinos kuratiert und wir haben seine Filme 'Der Kreis', 'Dies ist kein Film', 'The Accordion' und 'Closed Curtain' bei Filmfest Hamburg gezeigt. Es ist also längst überfällig und in diesen Zeiten, in denen auf der ganzen Welt immer mehr systemkritische Künstler*innen und Journalist*innen festgehalten, weggesperrt und an ihrer Arbeit gehindert werden, auch absolut notwendig, diesen mutigen Regisseur für sein künstlerisches Schaffen zu ehren."

Sonderprogramm »Heimatfilme« mit Studentenoscar-Gewinner.

Im Rahmen des Sonderprogramms »Heimatfilme«, das in diesem Jahr zum zweiten Mal während des Filmfest Hamburg stattfindet, präsentiert das Filmfest Hamburg zusammen mit dem Filmclub Heimatfilme zwölf Werke, die von Geflüchteten und deutschen MuttersprachlerInnen ausgesucht und deutsch untertitelt worden sind.

Die Filme stammen neben Deutschland aus Afghanistan, Eritrea, Kurdistan, dem Irak, dem Iran, dem Sudan, aus Somalia und Syrien und sollen "Erinnerungen an die alte Heimat wachrufen und bewahren, Erfahrungen in der neuen Heimat thematisieren oder eine Heimat zeigen, die nur innerhalb der scharfen Grenzen eines Flüchtlingslagers existiert".

In diesem Rahmen wird auch Katja Benraths Studentenoscar-Gewinner "Watu Wote" in Suaheli mit deutschen Untertiteln gezeigt. Hier der Trailer:

● "Die Heimaten des Hanna Saliba", deutsche Originalfassung (Regie: Yasser Salem)

● "Soufra", Arabisch mit deutschen Untertiteln (Regie: Thomas Morgan)

● "Kine-Em(a) Kurdi", deutsche Originalfassung (Regie: Komcivan Berlin e.V.)

● "Bekas" , Sorani mit deutschen Untertiteln (Regie: Karzan Kader)

● "Haleema", Arabisch mit deutschen Untertiteln (Regie: Boris Schaarschmidt)

● "Watu Wote", Suaheli mit deutschen Untertiteln (Regie: Katja Benrath)

● "Qamar", Dari mit deutschen Untertiteln (Regie: Nima Latifi)

● "Farax", Somali mit deutschen Untertiteln (Regie: Ahmed Abdullahi)

● "Stand Together", Somali mit deutschen Untertiteln (Regie: Ahmed Farah)

● "Die Reise nach Sundevit" , deutsche Originalfassung (Regie: Heiner Carow)

● "Mina Walking", Dari mit deutschen Untertiteln (Regie: Yosef Baraki)

● "Kinder des Himmels" , Farsi mit deutschen Untertiteln (Regie: Majid Majidi)

ARD Degeto mit sieben Produktionen beim Filmfest Hamburg.

Die ARD Degeto ist auf dem 26. Filmfest Hamburg mit fünf TV-Produktionen und zwei Kino-Koproduktionen vertreten. Insgesamt wird das Festival rund 120 nationale und internationale Spiel- und Dokumentarfilme zeigen.

Christine Strobl, Geschäftsführerin der ARD Degeto: „Die Auswahl spiegelt dabei die Qualität und die Vielfalt der Degeto-Filme: Neben fünf besonderen Fernsehfilmen werden mit ‚Der Trafikant‘ und ‚Trautmann‘ auch zwei unserer aktuellen Kinokoproduktionen aufgeführt."

Zu den TV-Produktionen zählen "Echte Bauern singen besser" (Komödie um einen Schlagerstar und sein Double mit Sebastian Bezzel, Susanne Bormann, Pegah Ferydoni und Roman Knizka), „Fischer sucht Frau" (Einfach ist sie nicht, die Liebe im kleinen Hafen mit Sebastian Fräsdorf, Uwe Rohde, Cornelia Gröschel und David Simon), "Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester" (Geschwisterzwist um Liebe, Schein und Sein mit Dagmar Manzel, Axel Prahl und André M. Hennicke), „Scheidung für Anfänger" (Ein sehr gediegenes Eheleben, eine scheinbar sehr vernünftige Entscheidung, eine überraschende Wendung, ein unerwarteter Neuanfang mit Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Doris Schretzmayer und Pierre Besson) sowie der TV-Zweiteiler "Unschuldig" (Nach der Haftentlassung kämpft ein Mann um seine Rehabilitation und seine Kinder mit Britta Hammelstein, Felix Klare, Anna Loos und Godehard Giese).

Vertragsverlängerung für Albert Wiederspiel.

Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) hat den Vertrag mit Albert Wiederspiel als Leiter des Filmfestes Hamburg für weitere fünf Jahre vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2023 verlängert. Wiederspiel ist seit 2003 Leiter vom Filmfest Hamburg.

In einer Pressemitteilung unterstreicht Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: "Albert Wiederspiel hat das Filmfest Hamburg zu einem wichtigen Treffpunkt für Kinobegeisterte des Films aus aller Welt gemacht. Der Zuschnitt des Filmfestes, das immer auch einen politischen Anspruch hat, zieht immer mehr - auch auswärtige - Besucherinnen und Besucher an. Ich freue mich, dass Albert Wiederspiel seine intensive Arbeit für den Film und das Kino in Hamburg weitere fünf Jahre fortführen wird."

Und Maria Köpf, Geschäftsführerin der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, fügt hinzu: "Wir freuen uns sehr, dass das Filmfest Hamburg durch die kontinuierliche Arbeit und den Esprit Albert Wiederspiels als wichtiges überregionales Herbstfestival immer stärker wahrgenommen wird. Der erweiterte Hamburger Produzentenpreis für einen Deutschen Spielfilm in der neuen Sektion 'Große Freiheit' wird das in den nächsten Jahren noch verstärken!"

Für die Vertragsverlängerung bedankt sich Albert Wiederspiel: "Ich freue mich auf fünf weitere herausfordernde Jahre, für die ich mir das Credo 'Wehret den Anfängen!' ausgewählt habe. Dabei denke ich nicht nur an den weltpolitischen Kontext, sondern auch an die Bedrohung des Kinos als Ort des kollektiven Filmerlebnisses. In einer Zeit, wo manche schon über die museale Zukunft des Kinos nachdenken, ist es umso wichtiger, das Kino lebendig zu halten und dem Publikum die bestmöglichen Kinoerlebnisse zu verschaffen. Filmfest ist Kino, ist Film, ist der Dialog zwischen Publikum und den Filmschaffenden. Und in bedrohliche Zeiten wie diese, muss jeder Dialog gefördert werden; weil Dialog per se Kompromiss bedeutet, da wir uns ja dann auf die Meinung des anderen einlassen (sagt Dalai Lama)."

Link: www.filmfest-hamburg.de

Quellen: ARD | Filmecho | Blickpunkt:Film

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