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8. Favourites Film Festival & zwei Filmfestivals für Menschenrechte in Berlin

Zum achten Mal werden im City Kino Berlin-Wedding internationale Filme von Publikumspreisträgern gezeigt.

In den Anfangsjahren fand das internationale Favourites Film Festival noch im Garten des Moabiter Filmrauschpalastes statt.

Inzwischen ist man ins schönere City Kino Wedding umgezogen, dass einst nur für Militärangehörige der französischen Streitkräfte im Areal Cité Foch bestimmt war. Mit der Deutschen Wiedervereinigung haben sich die alliierten Besatzungsmächte in Berlin erübrigt und das denkmalgeschützte Erbe konnte den Berlinern zur anderweitigen Nutzung übergeben werden.

Regisseurinnen in der Mehrzahl beim diesjährigen Festival.

In diesem Jahr findet das Favourites Film Festival zum achten Mal in Berlin statt. Vom 19. - 23. September 2018 werden im City Kino Wedding internationale Filme gezeigt, die auf Festivals in aller Welt mit einem Publikumspreis ausgezeichnet wurden. Bei vier der acht ausgewählten Langfilme führten Frauen Regie, ein weiterer Film wurde von einem gemischten Regie-Duo realisiert. Damit sind die Regisseurinnen diesmal in der Mehrzahl.

„Jeder Film hat uns auf seine Weise überzeugt und emotional berührt – sowohl ästhetisch, als auch dramaturgisch und thematisch. Wir haben uns bei der Programmauswahl keine Quote gesetzt. Nun sind wir sehr froh über die Stimmigkeit der diesjährigen Auswahl. Die einzelnen Filme scheinen aufeinander Bezug zu nehmen, ergänzen sich und bereichern sich gegenseitig.“, kommentieren die beiden Leiterinnen Anna Jurzik und Paula Syniawa die Programmauswahl des 8. Favourites Film Festival Berlin.

Die Regisseurinnen von zwei der ausgewählten Spielfilme werden zum Festival in Berlin zu Gast sein, um im Anschluss an die Vorführung mit dem Publikum über ihre Filme zu sprechen: Die ukrainische Regisseurin Marina Stepanska präsentiert ihren Film "Strimholov / Falling" zur Eröffnung des Festivals am 19. September 2018 um 20:00 Uhr. Hier der Trailer:

Synopsis:

Katya (Dasha Plahtiy) und Anton (Andriy Seletskiy) treffen an einem entscheidenden Punkt ihres Lebens und müssen inmitten der postrevolutionären ukrainischen Gesellschaft ihren Platz finden.

Am Samstag, den 22. September 2018, um 19:30 Uhr, ist dann die Fien Troch zur Präsentation ihres Films "Home" aus Belgien zu Gast. In Berlin wurde dieser Film sowie "Loveless" von Andrey Zvyagintsev aus Russland erstmals im November 2017 bei der 12. Ausgabe des Festivals »Around the World in 14 Films« gezeigt.

Wer das in Venedig ausgezeichnete Sozialdrama um einen straffällig gewordenen Jugendlichen noch nicht gesehen hat, sollte den Termin nicht versäumen, denn regulär ist das Werk bisher nicht im Kino zu sehen. Hier der Trailer:

Noch beeindruckender ist das russische Sozialdrama "LOVELESS" über einen 12-jährigen Knaben, der die grausame und voller Hass gezeichnete Scheidung seiner Eltern nicht verkraften kann und deshalb einfach spurlos verschwindet.

Der Film, der den Preis der Jury in Cannes 2017 gewann, war für kurze Zeit im März 2018 in Berlin angelaufen und ist am Freitag, den 21.09.2018 um 19:00 Uhr nochmals im Rahmen des 8. Favourites Film Festivals zu sehen. Hier der Trailer:

Am Freitag, 14. September 2018, hatten wir von der EFA Publikumswahl, der Online-Abstimmung für den Europäischen Publikumspreis berichtet und dabei nochmals die EFA Young Audience Awards erwähnt, die im Mai 2018 stattgefunden hatten. Gewinner wurde "WALLAY" von Regisseur Berni Goldblat, einer Koproduktion der Länder Frankreich, Burkina Faso und Katar.

Nur einmal lief der Film bisher im Generation Programm der 68. Berlinale und hat ansonsten noch keinen deutschen Kinostart. Er wird stattdessen aber beim Favourites Film Festival am Freitag, den 21.09.2018, im Kinderprogramm um 11:00 Uhr vormittags gezeigt. Hier nochmals der Trailer:

Synopsis:

Der Film handelt von dem 13-jährige Ady, der von seinem alleinerziehenden Vater über den Sommer zu seinem Onkel nach Burkina Faso geschickt wird. Im Glauben, eigentlich der Ferien wegen dort zu sein, muss der renitente Junge in dem afrikanischen Land zum Mann werden...

Filme von Regisseurinnen im FFF-Programm 2018:

Mittwoch 19.09.18 | 20:00 Uhr

Eröffnungsfilm: "Strimholov | Falling"

Spielfilm | Ukraine 2017 | Regie & Drehbuch: Marina Stepanska

Donnerstag, 20.09.18 | 19:00 Uhr

"Tempestad"

Dokumentarfilm | Mexiko 2016 | Regie & Drehbuch: Tatiana Huezo

Donnerstag, 20.09.18 | 21:00 Uhr

"Como Nossos Pais | Just Like Our Parents"

Spielfilm | Brasilien 2017 | Regie: Laís Bodanzky

Samstag, 22.09.18 | 17:30 Uhr

"The Silence of Others"

Dokumentarfilm | USA, Spanien 2018 | Regie: Almudena Carracedo, Robert Bahar

Samstag, 22.09.18 | 19:30 Uhr

"Home"

Spielfilm | Belgien 2016 | Regie, Drehbuch: Fien Troch

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Festival-Website.

Tickets können auf der Festivalwebsite reserviert und unter citykinowedding.de gekauft werden.

8. Favourites Film Festival Berlin

Links: www.favouritesfilmfestival.de | fffberlin.de

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Neues Filmfestival unter der Schirmherrschaft von Ai Weiwei.

Fast zur gleichen Zeit findet vom 20. bis 26. September 2018 in Berlin ein neues Filmfestival zu Menschenrechten in Berlin statt. Bekannt war uns bisher nur das One World Human Rights Film Festival, das von uns schon mehrfach erwähnt wurde, und in den letzten Jahren u.a. im Kino Arsenal stattfand. Spielort ist diesmal im Oktober das Aquarium am Kotti. Mehr dazu weiter unten im Text.

Das neu ins Leben gerufene Human Rights Film Festival Berlin möchte mit Dokumentarfilmen die Augen öffnen für Menschen und ihre Lebenswirklichkeit. Kriege, Ausbeutung, Hunger, Vertreibung – die Liste der Menschenrechtsverletzungen ist lang. 2016 waren über 65 Millionen Menschen auf der Flucht – das sind mehr als je zuvor.

„Filme berühren uns mehr als jedes andere Medium. Als Zuschauerinnen und Zuschauer begeben wir uns auf eine Reise und werden Teil der Geschichte. Dokumentarfilm ist das Medium, um über Krisen zu sprechen, sie emotional nachvollziehbar zu machen und anschließend politisch aktiv zu werden“, so Jan Sebastian Friedrich-Rust, Executive Director bei der „Aktion gegen den Hunger“.

Die humanitäre und entwicklungspolitische Organisation hat das Filmfestival initiiert. Auf dem Programm stehen mehr als 20 Filme in rund 40 Vorführungen im Kino Babylon Mitte und im Hackesche Höfe Kino. Die Schirmherrschaft für das Human Rights Film Festival Berlin hat der chinesische Künstler Ai Weiwei übernommen, der in Berlin zwar weiter wohnt, denn sein kleiner Sohn geht hier zur Schule, aber nach Ende seines Professorenvertrages an der UDK Berlin, die Hauptstadt beruflich wieder verlassen will.

Eröffnung ist am 20. September 2018 um 19:00 Uhr im Kino Babylon Berlin-Mitte mit dem arabischen Film "WATANI – My Homeland" von Marcel Mettelstiefen, GB 2017, 76 Min, OmeU. Hier der Trailer:

Synopsis:

Sogar ein Ort, an dem täglich Bomben einschlagen, kann ein Zuhause sein, das man nicht verlassen möchte. Watani erzählt die Geschichte einer Familie im zerstörten Aleppo. Der Vater ist Kommandeur in der Freien Syrischen Armee. Die Stadt zu verlassen, ist für ihn keine Option. Er hält den Kampf gegen den syrischen Machthaber Bashar al-Assad für ebenso wichtig wie die Sicherheit seiner Kinder. Doch bald steht die Mutter der Familie vor einer schweren Entscheidung: die Lage in Syrien verschlechtert sich weiter während in Deutschland die Grenzen geöffnet werden. Drei Jahre lang begleitet der Filmemacher Marcel Mettelstiefen die Familie, ihren lebensgefährlichen Alltag in Syrien und ihren Weg nach Europa.

In den folgenden Tagen präsentieren auch das Hackesche Höfe Kino und das Sputnik Kino am Südstern in der Hasenheide 54 (Hinterhof) täglich Filme Human Rights Film Festival Berlin in der Originalfassung mit englischen Untertiteln. Darüber hinaus läuft vormittags ab 11:00 im Sputnik Kino ein Schulprogramm.

Einen Übersichtsplan mit den Terminen und weiteren Filmbeschreibungen sowie Trailern gibt es auf Homepage des Festivals.

Link: www.humanrightsfilmfestivalberlin.de

Quellen: Filmecho | Babylon | Höfekino

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ONE WORLD BERLN – Filmfestival für Menschenrechte und Medien.

Das bereits weiter oben erwähnte zweite Filmfestival zu Menschenrechten, das One World Berlin Human Rights Film Festival findet vom 17. bis 20. Oktober 2018 im Aquarium am Kotti (U-Bahnhof Kottbusser Tor) statt.

Als erstes Programmhighlight wird die Berlin-Premiere der Dokuserie "Rest in Power: The Trayvon Martin Story" angekündigt. Hier der Trailer:

Synopsis:

Die Serie von Jenner Furst und Julia Willoughby Nason (ausführender Produzent: Jay-Z) beleuchtet die vielen Facetten und Auswirkungen des Falls Trayvon Martin, ein afro-amerikanischer Jugendlicher, der von einem Mitglied einer Nachbarschaftswache in Florida erschossen wurde, lediglich weil dieser Martin wegen seiner Hautfarbe und Kleidung als Bedrohung empfand. Der Täter, George Zimmermann, wurde zunächst nicht angeklagt, weil die "Stand Your Ground" Gesetzgebung in Florida den Selbstverteidigungsbegriff sehr weit fasst. Als es doch nach Ermittlungen zur Anklage kam, wurde Zimmerman freigesprochen. Die Empörung über Trayvon Martins Tod war eine Initialzündung der Black Lives Matter Bewegung.

Weitere Programminfos liegen noch nicht vor, sollen aber im Laufe des Septembers noch folgen.

Das Festival betreibt seit seiner erstmaligen Ausrichtung im Jahr 2004 politische und gesellschaftliche Aufklärung. Internationale Medienprogramme mit anschließenden Publikumsdiskussionen dokumentieren die Menschenrechtssituation auf der ganzen Welt, bieten Hintergrundinformation zu gegenwärtigen Entwicklungen und zeigen, welche Möglichkeiten es für die Einzelne oder den Einzelnen gibt, sich für die Sache der Menschenrechte einzusetzen. Bereits seit 2004 unterstützt das Deutsche Institut für Menschenrechte das Filmfestival und organisiert in diesem Rahmen Filmvorführungen mit Diskussionsrunden.

Link: www.oneworld-berlin.de

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