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Deutscher Dokumentarfilmpreis und bester deutscher Fernsehfilm

Verleihung des Bernd-Burgemeister-Preis beim Filmfest München & Preisvergaben in Stuttgart beim SWR Doku Festival.

Noch bis zum 7. Juli 2018 läuft das Filmfest München, doch schon jetzt wurde in dessen Rahmen der Bernd-Burgemeister-Preis für den besten deutschen Fernsehfilm des Jahres an „Rufmord“ verliehen.

Die für das ZDF entstandene Hager Moss-Auftragsproduktion der Produzentinnen Kirsten Hager und Carmen Stozek unter der Regie von Viviane Andereggen erzählt das Drama einer jungen Grundschullehrerin, gespielt von Rosalie Thomass, die plötzlich das Mobbingopfer eines Unbekannten wird. Das Buch schrieben Claudia Kaufmann und Britta Stöckle. Vor der Kamera standen u.a. auch Johann von Bülow, Johanna Gastdorf und Ulrike C. Tscharre.

Der Bernd Burgemeister Fernsehpreis wird dem Produzenten des besten Spielfilms aus der Filmfest-Reihe Neues Deutsches Fernsehen von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF) verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. In diesem Jahr waren auch die Filme „Endlich Witwer“ (Bavaria Fiction) und „Unser Kind“ (Heimatfilm) nominiert.

Alle Filme der Reihe Neues Deutsches Fernsehen 2018

»Alles Isy«

von Mark Monheim, Max Eipp, Deutschland 2018

mit Claudia Michelsen, Claudia Mehnert, Milena Tscharntke

Drife Filmproduktion GmbH & Co. KG, Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)

»Die Auferstehung«

von Niki Stein, Deutschland 2018

mit Leslie Malton, Herbert Knaup, Joachim Król

Eikon Media GmbH, Südwestrundfunk (SWR)

»Bier Royal«

von Christiane Balthasar, Deutschland 2018

mit Gisela Schneeberger, Lisa Maria Potthoff, Robert Palfrader

Moovie GmbH, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

»Endlich Witwer«

von Pia Strietmann, Deutschland 2018

mit Joachim Król, Anneke Kim Sarnau, Friederike Kempter

Bavaria Fiction GmbH, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

»Frankfurt, Dezember 17«

von Petra K. Wagner, Deutschland 2018

mit Ada Philine Stappenbeck, Christoph Luser, Lana Cooper, Barnaby Metschurat

Hessischer Rundfunk (HR)

»Für meine Tochter«

von Stephan Lacant, Deutschland 2018

mit Dietmar Bär, Anna Hermann, Merlin Rose

Ninety-Minute Film GmbH, Bavaria Fiction GmbH, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

»Der große Rudolph«

von Alexander Adolph, Deutschland 2018

mit Thomas Schmauser, Hannelore Elsner, Lena Friederike Urzendowsky, Robert Stadlober

Producers at Work GmbH, Bayerischer Rundfunk (BR)

»Hanne«

von Dominik Graf, Deutschland 2018

mit Iris Berben, Petra Kleinert, Herbert Knaup

Provobis Gesellschaft für Film und Fernsehen, Norddeutscher Rundfunk (NDR)

»Kruso«

von Thomas Stuber, Deutschland/Litauen 2018

mit Albrecht Schuch, Jonathan Berlin, Andreas Leupold

Ufa Fiction GmbH, Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)

»Der Mordanschlag«

von Miguel Alexandre, Deutschland 2018

mit Petra Schmidt-Schaller, Ulrich Tukur, Maximilian Brückner

Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co KG, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

»Nichts zu verlieren«

von Wolfgang Murnberger, Deutschland/Österreich 2018

mit Georg Friedrich, Christopher Schärf, Lisa Wagner

Royal Pony Film GmbH & Co. KG, Lieblingsfilm GmbH, Bayerischer Rundfunk (BR), Österreichische Rundfunk (ORF)

»Der Polizist und das Mädchen«

von Rainer Kaufmann, Deutschland 2018

mit Albrecht Schuch, Johannes Allmayer, Günther Maria Halmer

Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.KG, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

»Rufmord«

von Viviane Andereggen, Deutschland 2018

mit Rosalie Thomass, Johann von Bülow, Shenja Lacher

Hager Moss Film GmbH, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

»Schwartz & Schwartz – Mein erster Mord«

von Rainer Kaufmann, Deutschland 2018

mit Devid Striesow, Golo Euler, Cornelia Gröschel

Bavaria Fernsehproduktion GmbH, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

»Sieben Stunden«

von Christian Görlitz, Deutschland 2018

mit Bibiana Beglau, Till Firit, Thomas Loibl

H&V Entertainment GmbH, Bayerischer Rundfunk (BR)

»Unser Kind«

von Nana Neul, Deutschland 2018

mit Susanne Wolff, Andreas Döhler, Britta Hammelstein

Heimatfilm GmbH + Co. KG, Westdeutscher Rundfunk (WDR)

Link: www.filmfest-muenchen.de

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Vom 27. - 30. Juni 2018 lief in Stuttgart das SWR Doku Festival 2018 in dessen Rahmen der von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und dem Südwestrundfunk (SWR) vergebene Deutsche Dokumentarfilmpreis vergeben wurde. Er ging an "Kinder des Kalifats" (engl: "Of Fathers and Sons") von Regisseur Talal Derki. Mit der Auszeichnung ist auch ein Preisgeld von 20.000 Euro verbunden.

Die Koproduktion, an der auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) beteiligt ist, wurde von BASIS Filmproduktion Berlin zusammen mit Ventana Film, Cinema Group Production, SWR und rbb sowie mit Arte und Impact Partners hergestellt.

Der Dokumentarfilm begleitet in Syrien den Alltag einer radikal-islamistischen Familie über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren und dokumentiert wie Kinder durch Verwandte radikalisiert werden. Die Kamera konzentriert sich dabei hauptsächlich auf die Kinder und liefert einen einzigartigen Einblick in eine Kindheit mit einem Vater, dessen größter Traum die Errichtung eines islamischen Kalifats ist. Hier der Trailer:

Biographie des Regisseurs

Talal Derki wurde in Damaskus geboren und lebt seit 2014 in Berlin. Er studierte Filmregie in Athen und arbeitete als Regieassistent für diverse Spielfilmproduktionen. Zwischen 2009 und 2011 war er Regisseur für verschiedene arabische Fernsehprogramme. Außerdem arbeitete er als freiberuflicher Kameramann für CNN und Thomson & Reuters. Für seinen aktuellen Film kehrte Talal Derki in seine Heimat Syrien zurück. Dort gewann er das Vertrauen einer radikal-islamistischen Familie und begleitete ihren Alltag über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren.

Talal Derkis Kurzfilme und abendfüllende Dokumentarfilme erhielten Auszeichnungen auf verschiedenen Festivals weltweit. Sein Dokumentarfilm "Return to Homs" wurde 2014 mit dem World Cinema Grand Jury Prize des Sundance Film Festivals ausgezeichnet. 2018 wurde auch sein neuer Film "Of Fathers and Sons" wieder beim US-Sundance Film Festival mit dem »World Cinema Grand Jury Prize« für Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Unter den zahlreichen weiteren Auszeichnungen wurde der mit 4.000 Euro dotierte Preis der „STZ Leserjury" an Florian Opitz für „System Error“ verliehen. Der Förderpreis des Haus des Dokumentarfilms (HDF) und ein Preisgeld von 3.000 Euro ging an „Shut up and play the Piano“ von Philipp Jedicke.

SWR-Intendant Peter Boudgoust: „In Zeiten von immer schneller werdenden Nachrichten und auch manchmal viel zu vielen unterschiedlichen Informationen wird nochmals deutlicher, wie sehr wir den Dokumentarfilm brauchen. Er zeigt die Phänomene, etwa von Globalisierung, Migration und Terrorismus. Er kann die komplexen Strukturen sichtbar machen, Menschen und ihre Geschichten authentisch zeigen, Zwischentöne zulassen. Wie auch schon im vergangenen Jahr beim Festival deutlich geworden ist, müssen wir uns über die herausragende Qualität des deutschsprachigen Dokumentarfilms keine Sorgen machen.“

rbb-Intendantin Patricia Schlesinger: "Talal Derki nimmt uns mit in eine für uns sonst unzugängliche Lebenswirklichkeit. Es ist eine der zentralen Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, solche Filme mit zu ermöglichen."

Link: www.deutscher-dokumentarfilmpreis.de

Dort sind alle Preisträger 2018 zu finden.

Quellen: ots by dpa | Filmecho | swr | rbb | Filmfest München

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