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Preisverleihungen in Dresden, Wiesbaden, Berlin, Potsdam, Stuttgart und New York mit Trailern der Preisträger

Das Filmfestival in Dresden vergab seine Goldenen Reiter.

Mit der Verleihung der Kurzfilmauszeichnungen ist am Sonntag, den 22. April 2018 das 30. Filmfest Dresden, zu Ende gegangen. Der indische Regisseur Amar Kaushik erhielt für seinen 22 Minuten langen Kurzfilm „AABA - Grandfather“ zwei »Goldene Reiter«, in den Kategorien Kurzspielfilm International und Jugendjury International. Hier der Trailer:

Begründung der internationalen Jury:

„Angesiedelt in einer exotischen Landschaft, erzählt der Film eine klassische Geschichte über den ewigen Kreislauf des Lebens. Nach dem endgültigen Befund des behandelnden Arztes bereitet sich ein alter Mann sorgfältig auf seine letzte Reise vor. Mit wenigen Worten und einem ausdrucksstarken visuellen Stil greift der Regisseur auf humorvolle Weise ein ernstes Thema auf.“

Begründung der Jugendjury:

„Ruhig und liebevoll erzählt dieser Film eine Geschichte über das Leben und sein Ende und eröffnet dabei einen ungewöhnlichen Einblick in eine warmherzige und wortkarge Welt. Getragen wird er von drei starken Figuren und deren beeindruckend authentischer Darstellung. Zwischen Bambus und amerikanischen Kinder-TV-Shows findet der Film eine lebensnahe, fast humorvolle Antwort auf die Selbstverständlichkeit des Laufes der Dinge.“

Eine lobende Erwähnung ging in der selben Kategorie an:

„PŘÁTELSKÉ SETKÁNÍ NAD SPORTEM - Friendly Sport Meeting“ von Regisseur Adam Koloman Rybanský (Tschechische Republik, 2017)

Auch der in Hamburg lebende Regisseur Jon Frickey bekam für „NEKO NO HI - Cat Days“ (Deutschland / Japan, 2018) zwei Ehrungen: Er gewann den »Goldenen Reiter«, der erstmals für GeschlechterGerechtigkeit vergeben wurde, und zusätzlich einen Sonderpreis, den ARTE Kurzfilmpreis (6.000 Euro). Hier der Trailer:

Begründung der Jury für GeschlechterGerechtigkeit:

„Die Entwicklung der geschlechtlichen Identität setzt die Freiheit zur Selbstdefinition voraus. In medizinischen Diagnosen wird besonders Trans*- & Inter*-Personen diese Freiheit oft nicht zugestanden. Dem setzt der Preisträgerfilm ein ermutigendes ‚Be whatever you want to be!’ entgegen. Animiert für Kinder, fordert er jeden Menschen zu selbstbewusster Authentizität auf.“

Begründung der ARTE Jury:

„Dieser Animationsfilm hat die ARTE Jury durch seine Schlichtheit und sorgfältig bearbeiteten Details, wie auch seine leuchtenden Farben überzeugt. Diese starke Ästhetik ist mit einer fabelartigen Geschichte kombiniert, die mit dem Absurden flirtet um die Thematik der Identität aufzugreifen. Eine positive und behutsame Vater-Sohn Beziehung zieht sich durch den Film, die die Akzeptanz des Anderen und des Andersartigen lehrt.“

Beide Filme waren auch Teil des Kurzfilmprogramms der diesjährigen 68. Berlinale 2018 gewesen. Insgesamt wurden zehn "Goldene Reiter" überreicht sowie vier Sonderpreise, die mit insgesamt 67.000 Euro dotiert waren. Im Wettbewerb standen im Jubiläumsjahr 69 Animations- und Kurzspielfilme aus 29 Ländern.

Im Internationalen Wettbewerb ging ein Goldener Reiter an den Animationsfilm „LUPUS“ von Regisseur Carlos Gómez Salamanca (Kolumbien / Frankreich, 2016). Hier der Trailer:

Begründung der Internationalen Jury:

„Ausgehend von realen Ereignissen in seiner Heimat und unter Verwendung verschiedener Animationstechniken, überwindet dieser Film die Begrenztheit einer lokalen Geschichte und wird zur Metapher für eine Krankheit, die sich in vielen Gesellschaften der Welt ausbreitet.“

Begründung der Jugendjury:

„Die lobende Erwähnung der Jugendjury im internationalen Wettbewerb geht aufgrund seiner Komplexität, der besonderen Idee und ihrer vielschichtigen Umsetzung, der Kombination dokumentarischer Elemente, unterschiedlicher Animationsstile sowie der gewählten Sound- und Schnittkonzeption an den Film LUPUS.“

Eine lobende Erwähnung der internationalen Jury ging an:

„YAL VA KOOPAL - Maned & Macho“ von Regisseurin Shiva Sadegh Asadi (Iran, 2017)

Goldener Reiter des Publikums International (3.000 Euro) für:

„THE THEORY OF SUNSET“ von Regisseur Roman Sokolov (Russland, 2017). Hier der Trailer:

Weitere Preisträger im nationalen Wettbewerb im Überblick:

Goldener Reiter Animationsfilm National (3.000 Euro)

„SOG“ von Regisseur Jonatan Schwenk (Deutschland, 2017). Hier der Trailer:

Begründung der nationalen Jury:

„Dass etwas ganz Außergewöhnliches entstehen kann, wenn zwei Welten miteinander kombiniert werden, zeigt dieser Animationsfilm, der sowohl analoge als auch digitale Tricktechniken miteinander zu verbinden weiß. Seinen Figuren bleibt dieses Wunder leider verwehrt, denn sie grenzen lieber aus und lassen Angst walten, statt etwas außergewöhnlich Neues zu erschaffen. Eine bewegende Parabel auf das aktuelle Zeitgeschehen.“

Lobende Erwähnung

„HALMASPIEL“ von Regisseurin Betina Kuntzsch (Deutschland, 2017)

Begründung: „Den Geschicken des Lebens ausgesetzt, wie Spielsteine…“

Goldener Reiter Kurzspielfilm National (3.000 Euro)

„JOY“ von Regisseurin Abini Gold (Deutschland, 2017)

Begründung:

„Allein gelassen und auf sich selbst gestellt, trotzt die Protagonistin ihrer Situation. Die Hoffnung am Morgen - alles ist wieder gut - wird jäh zerstört. Enttäuschung, Verrat, Wut: In ihrem Gesicht lesen wir wie in einem offenen Buch. Das ist die Stärke dieses Sozialdramas! Hervorragend besetzt und gespielt, auf engstem Raum inszeniert, mündet der Konflikt zwischen Tochter und Mutter unweigerlich in einer Katastrophe.“

Lobende Erwähnung & Publikumspreis national:

"ATTAK" von Regisseur Ruben Meier (Deutschland, 2017)

Begründung:

„Ein Film der den Mut hat, sich männlichen Klischees und archaischen Gewaltphantasien zu stellen und sie gleichzeitig auf humorvolle Weise dekonstruiert, ohne seine Protagonisten dabei bloßzustellen. Wir sind sehr neugierig auf mehr.“

Goldener Reiter der Jugendjury National (2.000 Euro)

„U MEĐUVREMENU - Meanwhile“ von Regisseur Mate Ugrin (Deutschland, 2017)

Begründung der Jugendjury:

„In den Straßen einer einsamen Kleinstadt wird eine Geschichte von Abschied und Ausweglosigkeit erzählt. Aneinandergereihte, lichtintensive Bildkompositionen stehen dabei über Dialog und Handlung. Damit gelingt es dem Filmemacher ein dichtes, atmosphärisches und feinfühliges Bild dieser ungewissen Stille zu erschaffen. Der Zuschauer wird zu einem hilflos angezogenen Beobachter der Situation.“

Filmförderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (20.000 Euro)

„LINK“ von Regisseur Robert Löbel (Deutschland, 2017). Hier der Trailer:

Begründung:

„In weniger als acht Minuten tauchen wir in eine Welt voller Metaphern, die es schaffen, mit den einfachsten erzählerischen Mitteln die große Frage des Lebens zu stellen: Wie wollen wir leben? Zwei Figuren gehen scheinbar ihren individuellen Weg und doch hat alles, was sie tun, immer auch Konsequenzen für den anderen. Denn wer wir sind, ist wo wir herkommen.“

DEFA-Förderpreis Animation (3.000 Euro)

„MASCARPONE“ von Regisseur Jonas Riemer (Deutschland, 2018)

Begründung:

„In einer gekonnt abstrahierten und üppig inszenierten Liebeserklärung an das große Kino Hollywoods, verkörpert der Gewinnerfilm eine gelungene Gradwanderung zwischen technischer Perfektion und bewusst haptischen Vereinfachungen. Hervorragend ineinander verwobene Animationstechniken und Realfilmelemente zwingen den Zuschauer in eine rasante, filmische Achterbahnfahrt.“

Preisträger Nationaler und Internationaler Wettbewerb:

Goldener Reiter Filmton (3.000 Euro)

„MIN BÖRDA - The Burden“, Music & Sound: Hans Appelqvist (Schweden, 2017)

Begründung:

„Humor, Tiefe, Kreativität und Vielseitigkeit zeichnen die Tonspur dieses Films aus. Dabei sind alle Elemente auf höchstem Niveau und stehen sowohl untereinander als auch mit dem Bild in perfekter Verbindung. Der Umgang mit Musik, Geräuschen und Sprache geht weit über das Illustrieren der Handlung hinaus und bildet die Seele des Films. Durch die innovative Verwendung experimenteller Effekte und Verfremdung wird die traditionelle Musicalform zum Spiegel der Surrealität unseres gesellschaftlichen Alltags.“

Lobende Erwähnung der Jury für GeschlechterGerechtigkeit

„MRS MCCUTCHEON“ von Regisseur John Sheedy (Australien, 2017)

Begründung:

„Die Tanzfläche eines Schulballs verwandelt sich in ein gesellschaftliches Ideal, bei dem jeglicher heteronormative Konformitätszwang für einen Abend aufgehoben scheint. Geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung sowie ethnische Herkunft spielen keine Rolle mehr, getreu dem Motto: Sei einfach Du selbst und stolz darauf!“

Zitat von Preisstifter Enrico Damme, Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen: „Mit unserer Preisstiftung möchten wir gern Filmemacher und Filmemacherinnen unterstützen, die in ihren Kurzfilmen eine besondere Sensibilität für Gender- und Geschlechterfragen aufzeigen. Unser Filmpreis soll dabei helfen, Themen wie Sexismus, geschlechtliche Identität und Benachteiligungen von Männern, Frauen und LSBTTIQ* in die Mitte der Gesellschaft zu rücken."

Mitteldeutsche Filmnacht 2018:

Publikumspreis (2.000 Euro)

„OCCUPIED SUMMER“ von Regisseurin Berit Toepfer (Deutschland, 2017)

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Über FILMFEST DRESDEN – International Short Film Festival.

Das 1989 gegründete FILMFEST DRESDEN zählt zu den renommiertesten und höchstdotierten Kurzfilmfestivals in Europa. Jedes Jahr Mitte April bringt es an sechs Festivaltagen aktuelle Kurzfilmproduktionen aus Deutschland, Europa und der Welt in die sächsische Landeshauptstadt und verzeichnet zwischen 20.000 und 25.000 Besucher. In diesem Jahr wurde erstmals kein Besucherzuwachs verzeichnet, sondern mussten leichte Verluste hingenommen werden. Dafür aber lockten sommerliche Temperaturen über 8.000 Zuschauer zum Open Air Kino auf dem Dresdner Neumarkt.

Insgesamt wurden Preisgelder im Gesamtwert von 67.000 Euro in den Sparten nationaler und internationaler Animations- und Kurzspielfilm sowie vier Sonderpreise verliehen. Darunter der DEFA-Förderpreis für Animation, der ARTE-Kurzfilmpreis, der „Goldene Reiter“ Filmton sowie der Filmförderpreis der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, dotiert mit 20.000 Euro.

Für das Programm zum Internationalen und Nationalen Wettbewerb werden jährlich mehr als 2.000 Kurzfilme aus rund 100 Ländern eingereicht.

Das FILMFEST DRESDEN wird von der Filmförderungsanstalt (FFA) als offizielles Referenzfestival gelistet. Es ist Mitglied der AG Kurzfilm - Bundesverband Deutscher Kurzfilm, der Europäischen Filmakademie (EFA), des Filmverbands Sachsen e.V.

Link: www.filmfest-dresden.de

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Filme aus Estland, Ungarn und Serbien räumen bei goEast 2018 ab.

Die Wiesbadener Caligari FilmBühne bot auch dieses Jahr vom 18.-24. April 2018 die denkbar schönste Kulisse für eine Feier im Zeichen außergewöhnlicher Filmkunst.

Im düsteren estnischen Mittelalter hat goEast 2018 einen Kultfilm in Schwarzweiß aufgespürt: Bei der Preisverleihung der 18. Ausgabe des Festivals des mittel- und osteuropäischen Films gewinnt "NOVEMBER" von Rainer Sarnet den Preis für den Besten Film, dotiert mit 10.000 Euro. Hier der Trailer:

Begründung:

Bilder voll visuellem Fantasie- und Ideenreichtum komponiert Sarnet zu einem ungewöhnlichen Wintermärchen in einem estnischem Dorf, das versucht, in Gesellschaft von Werwölfen und anderen Zaubergestalten über den Winter zu kommen. Die freie künstlerische Vision und der hintergründige Humor überzeugten die Jury um Präsidentin Ildikó Enyedi.

Die Ungarin Bernadett Tuza-Ritter gewann mit dem Dokumentarfilm "A WOMAN CAPTURED" den mit 7.500 Euro dotierten Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Beste Regie, und den Preis der internationalen Filmkritik gleich mit dazu. Hier der Trailer:

Begründung:

Das goEast-Publikum war tief beeindruckt, und auch die beiden Jurys erkannten und würdigten den zärtlichen Blick der Regisseurin auf das Leben ihrer Protagonistin Marish. Nicht anders als eine Sklavin lebt sie in einem europäischen Privathaushalt und kämpft um ihre Freiheit.

Die FIPRESCI zeichnete neben einem Dokumentar- auch einen Spielfilm aus: "ICE MOTHER - DIE EISSCHWIMMERIN" des Tschechen Bohdan Sláma über die verwitwete Hana, die den Sprung raus aus den Konventionen und rein ins kühle Nass wagt, Gratulation!

Der Film "DIE ANDERE SEITE VON ALLEM" (THE OTHER SIDE OF EVERYTHING, Serbien, Frankreich, Katar 2017, Regie: Mila Turajlić) über die Proteste, die zum Sturz von Slobodan Milošević führten, wurde mit dem Preis des Auswärtigen Amtes für Kulturelle Vielfalt (4.000 EUR) ausgezeichnet.

Die Jury würdigte mit einer lobenden Erwähnung zudem "REZO" (Russland 2017) von Regisseur Levan Gabriadze für „die herzerwärmende Familiengeschichte zwischen den Wellen der Geschichte des 20. Jahrhunderts – erzählt mit Humor und Menschlichkeit.“ Die Form des Films passe hervorragend zum Thema.

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Über das goEast Festival.

Jährlich im April verwandelt das Deutsche Filminstitut Frankfurt / Main mit dem goEast Festival die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden zu einem der international wichtigsten Schauplätze für das Kino aus Mittel- und Osteuropa. Dabei adressieren die über 100 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, die sich über sieben Festivaltage und mindestens ebenso viele Sektionen verteilen, FachbesucherInnen und heimisches Kinopublikum gleichermaßen. goEast hat sich als Projekt des der Aufgabe verschrieben, „tief im Westen" die Vielfalt und den Reichtum des mittel- und osteuropäischen Kinos stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Im Wettbewerb traten wie gewohnt 16 Filme gegeneinander an, zehn Spiel- und sechs Dokumentarfilme. 14 Beiträge feierten bei goEast ihre Deutschlandpremiere.

Link: www.filmfestival-goeast.de

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Lola: Der Romy-Schneider-Film räumte ab

Der Film "Drei Tage in Quiberon" ist der Abräumer bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Filmpreises. Bei der Gala in Berlin wurde der Film über ein Interview mit Romy Schneider mit sieben Lolas ausgezeichnet, darunter der für den besten Film. Die Lola in Gold ist 500.000 Euro wert. Das Preisgeld muss für die Produktion eines neuen Films verwendet werden.

Marie Bäumer bekam für ihre Darstellung eine Lola als beste Hauptdarstellerin, Emily Atef wurde für die Regie der NDR/ARTE/ORF-Produktion geehrt.

Für die beste männliche Hauptrolle erhielt Franz Rogowski in dem Melodram "In den Gängen" den Preis. "Beuys" wurde der beste Dokumentarfilm.

Deutsche Filmpreise in Silber und Bronze gingen in der Kategorie »Bester Spielfilm« an Fatih Akins "Aus dem Nichts" sowie an "Western" von Valeska Griesebach.

Alle Preise in der Übersicht hatten wir zur unserer Berichterstattung über den Deutschen Filmpreis als UPDATE am Freitag, 27. April 2018, eingestellt.

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Tribeca prämiert deutsche Koproduktionen.

Zwei deutsche Koproduktionen können sich über Auszeichnungen beim Tribeca Filmfestival in New York freuen. Als bester internationaler Spielfilm gewann der in Deutschland, Griechenland und Zypern produzierte Film "Smuggling Hendrix". Er erzählt die Geschichte eines Musikers, der seinen Hund auf Zypern über die Grenze schmuggeln will. Hier der Trailer auf Cineuropa:

Bester Dokumentarfilm wurde der in Deutschland, Großbritannien und Australien produzierte "Island of the Hungry Ghosts" über eine Krabbenwanderung. Großer Hauptgewinner mit drei Preisen war das Drama "Diane" von Kent Jones.

Link: www.tribecafilm.com/festival

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Auszeichnungen beim 25. Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS).

Nach sechstägiger Dauer ging am Sonntag, 29. April 2018, das ITFS in Stuttgart mit letzten Preisverleihungen zu Ende und lockte mehr als 100.000 Besucher an, womit einen neuen Publikumsrekord erreicht wurde. Allein 50.000 Open-Air Besucher machten den Stuttgarter Schlossplatz zur vermutlich größten Picknickdecke des Landes. 16.000 Besucher staunten in der GameZone u.a. über die VR-Installationen und probierten Spiele aus.

Schon am Freitag, 27. April 2018, wurden im Rahmen des Animation Production Day die ersten sechs Preise vergeben: Der neu initiierte Germany’s Next Animation Talent, der Deutsche Animationsdrehbuchpreis, zwei Tricks for Kids-Serienpreise, der Trickstar Business Award sowie der Animated Com Award.

• Der Trickstar Business Award ging an "House of Broken Hearts" von Tünde Vollenbroek (Studio Pupil).

• Der Deutsche Animationsdrehbuchpreis ging an „Peterchens Mondfahrt“ von Ali Samadi Ahadi und Arne Nolting.

• Der Preis für die beste nationale Animationsserie für Kinder Tricks for Kids Serie national ging an „Animanimals – Faultier“ von Julia Ocker (Studio FILM BILDER).

• Der Preis Tricks for Kids Serie international ging an „Hey Duggee – The Tadpole Badge“ von Grant Orchard (Studio Aka).

• Der Animated Com Award International ging an „Migros – Finn“ von Kyra Buschor, Constantin Paeplow und Ben Liam Jones (Passion Animation Studios).

• Der erstmals vergebene Preis Germany’s Next Animation Talent ging an „The Snollies“ von Jens Opatz und Pia Auteried.

Der APD ist die wichtigste Businessplattform für Animationsprojekte in Deutschland und findet jedes Jahr im Rahmen des Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart und der FMX – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media statt. 170 Teilnehmer aus 26 Ländern hatten an zwei Tagen im Rahmen des Ko-Produktions- und Finanzierungsmarktes über neue Animationsprojekte verhandelt. 48 vielversprechende Projekte mit einem Gesamtproduktionsvolumen von ca. 170 Millionen Euro hatte die Jury für den diesjährigen APD aus insgesamt 71 Einreichungen ausgewählt.

• TRICKSTAR FÜR AXEL PRAHL

Axel Prahl ist der diesjährige Gewinner des Animationssprecherpreises (Trickstar) für die Rolle des „Alter Bill“ in „Käpt‘n Sharky“, den das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart am 26. April 2018, bereits zum 10. Mal vergab. Hier der Trailer:

Stellungnahme der Jury:

"Die Jury überzeugte Prahl, weil er als ehemaliger, liebenswerter Sharky-Sprecher für das Hörbuch nun beim Kinodebüt des Käpt’n Sharky diese Rolle aufgab und den hinterhältigen Piratenschurken Alter Bill synchronisierte und dieser Wechsel mit ausgesprochener Leichtigkeit famos gelang. Er findet beim Alten Bill den richtigen Ton zwischen bösartiger Gier und lächerlicher Tollpatschigkeit. Gerade Kinder werden ihren Spaß haben, da das Böse hier immer auch lachhaft und dusselig ist. Der Alte Bill ist eben gerade nicht zum Fürchten, sondern eher ein Fall für die Kombüse!"

• Special Mention

Jochen Kuhn und Eric Hanson für die Synchronisation von „Painting in motion“

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Der Grand Prix von Stuttgart ging am Sonntagabend in diesem Jahr an die deutsch-japanische Produktion „Cat Days“ von Jon Frickey, der sich damit für die Academy Awards, den Oscars, qualifiziert hat. Den Trailer des Films haben wir eingangs bei den Dresdner Filmpreisen bereits vorgestellt. Zukünftig wird auch der Preisträger von INTERFILM Berlin, dem internationalen Kurzfilmfestival, das wieder im November in Berlin stattfindet, ebenfalls direkt für die Kurzfilm-Oscars nominiert sein.

Neu in diesem Jahr war die besondere, erstmalig eigenständige Preisverleihung des Stuttgarter »Tricks for Kids« Kurzfilm-Wettbewerbs. Die achtköpfige Kinderjury vergab den Trickstar an Tatiana Moshkova aus Russland für ihren Kurzfilm „Kokosha“ ("Coco`s Day"). Hier der Trailer:

Der Ehren-Trickstar ging an Dittmar Lumpp, den ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführer der Film- und Medienfestival gGmbH für sein Verdienst des Auf- und Ausbaus des Festivals.

Die Preisträger des 25. Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart 2018

INTERNATIONALER WETTBEWERB

GRAND PRIX für "Cat Days"

Regie/Director: Jon Frickey

Produzenten/Producers: Jon Frickey, Takashi Horiguchi

Deutschland, Japan 2017, 11:09 min.

Die Begründung der Jury:

„Wir alle waren uns sehr schnell darüber einig, wer der Gewinner des diesjährigen internationalen Wettbewerbs sein soll. Der Film, über den wir sprechen, hat einfach alles: er bietet viele Interpretationsmöglichkeiten, spricht jeden an, hat intelligenten Witz, und zeigt und den ehrlichen und manchmal witzigen Blick eines Kindes auf das Leben… Und es sind Katzen im Film! Es ist wirklich schwer, etwas so Komplexes so einfach erscheinen zu lassen. Der Gewinner des Grand Prix ist CAT DAYS von Jon Frickey.“

Special Mention für "(Fool Time) JOB"

Regie/Director: Gilles Cuvelier

Produzent/Producer: Richard Van Den Boom

Produktion/Production: Papy3D Productions

Frankreich 2017, 16:31 min.

LOTTE REINIGER FÖRDERPREIS für "Enough"

Regie/Director: Anna Mantzaris

Schule/School: Royal College of Art

Großbritannien 2017, 2:19 min.

SWR PUBLIKUMSPREIS für "Negative Space"

Regie/Director: Ru Kuwahata, Max Porter

Produzenten/Producers: Edwina Liard, Jean-Louis Padis, Nidia Santiago

Produktion/Productionl: Ikki Films

Frankreich 2017, 5:30

YOUNG ANIMATION

PREIS FÜR DEN BESTEN STUDENTENFILM für "Sog"

Regie/Director: Jonatan Schwenk

Produzent/Producer: Jonatan Schwenk

Schule/School: Kunsthochschule Kassel

Deutschland 2017, 10:14 min.

Begründung der Jury:

"Wir waren überwältigt von der generellen Qualität aller Filme im Programm und wollen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Ihren Arbeiten gratulieren. Wir haben uns entschieden den Preis einer starken Geschichte zu verleihen, die eine wichtige, soziale Botschaft trägt - eine Reflexion unserer Gesellschaft. Tadellose Umsetzung und der beherzte und harmonische Einsatz mehrerer verschiedener Animations-Techniken machen diesen Film zu einer unwiderstehlichen und herausragenden Arbeit. Herzlichen Glückwunsch - SOG!"

Special Mention für "Augenblicke"

Regie/Director: Kiana Naghshineh

Produzenten/Producers: Mareike Keller, Malte Stehr (im Katalog steht das gleiche wie Regie…)

Schule/School: Filmakademie Baden-Württemberg - Animationsinstitut

Deutschland 2017, 3:45 min.

DER FANTASTISCHE PREIS für "O Matko! - Oh Mother!"

Regie/Director: Paulina Ziolkowska

Produzenten/Producers: Piotr Furmankiewicz, Mateusz Michalak

Produktion/Production: FUMI STUDIO

Schule/School: The Polish National Film, Television and Theatre School - Lodz Film School, Polen 2017, 12:49 min.

Special Mention für "Cubed"

Regie/Director: Xue En Ge

Schule/School: Nanyang Technological University

Singapur 2017, 3:52 min.

TRICKS FOR KIDS SHORTS für "Kokosha - Coco's Day"

Regie/Director: Tatiana Moshkova

Produzenten/Producers: Mikhail Aldashin, Boris Mashkovtsev

Russland 2017, 4:20 min.

Begründung der Kinderjury:

„….weil der Film den Alltag der Kinder widerspiegelt“. (Luise)

„….weil der Film sehr fantasievoll ist und er lädt zum Träumen ein“. (Anni)

….“weil er realistisch ist, denn nicht jedes Kind mag Rotkohl“. (Fanny)

Special Mention für

"Le Vent dans les roseaux - The Wind in the Reeds"

Regie/Director: Arnaud Demuynck, Nicolas Liguori

Produzent/Producer: Arnaud Demuynck

Produktion/Production: Les Films du Nord

Frankreich, Schweiz 2016, 26:37 min.

Tricks For Kids – Preis für die beste Animationsserie für Kinder national

„Animanimals – Faultier“

Deutschland, 2018, 4:00 Min.

Regie: Julia Ocker

Produktion: Studio FILM BILDER

International, gestiftet von MIP Junior 2018

„Hey Duggee – The Tadpole Badge“

Großbritannien, 2016, 7:00 Min.

Regie: Grant Orchard

Produktion: Studio Aka

AMAZON AUDIENCE AWARD für "Hybrids"

Regie/Director: Florian Brauch, Matthieu Pujol, Kim Tailhades, Yohan Thireau, Romain Thirion

Schule/School: MoPA

Frankreich 2017, 6:22 min.

ANIMOVIE "Xing Fu Lu Shang - On Happiness Road"

Regie/Director: Hsin-Yin Sung

Produzent/Producer: Sylvia Feng

Produktion/Production: On Happiness Road Productions Ltd.

Taiwan 2017, 110 min.

Begründung der Jury:

„Uns gefiel der visuelle Stil und der besondere Rhythmus, der uns sofort in die bezaubernde Coming-of-Age-Geschichte des jungen Mädchens brachte, das in der Taiwan aufgewachsen ist. On Happiness Road ist eine universelle Familiengeschichte, die in wunderschönen Bildern durch seine mitreisende Animation emotional und fesselnd erzählt wird.“

Trickstar Business Award

Projekt “House of Broken Hearts” von Tünde Vollenbroek

Firma: Studio Pupil

Niederlande

Jurybegründung:

„Die Jury des Trickstar Business hat sich nach eingehenden Beratungen für die Vergabe des Trickstar Business 2018 an das Projekt House of Broken Hearts von Tünde Vollenbroek vom Studio Pupil Amsterdam entschieden.House of Broken Hearts ist ein crossmediales Projekt über misslingende (Liebes-)Beziehungen in 2 D für junge Erwachsene.“

Arab Animation Forum

Gewinnerprojekt: "Double Vision" by: Ibraheem Ramadan, Syrien

Jurystatement:

„Ibraheem Ramadan hat die Jury mit seinem nostalgischen Road Moive, der zwischen 1974 und 2011 spielt, überzeugt. Die Mischung aus persönlichen Video-und Fotomaterial, Stop Motion – und Cut Out Animation sowie Archivmaterial ist eine gelungene Visualisierung und hat uns begeistert. Ibraheem Ramadam entwickelt aus seiner persönlichen Perspektive einen hoch- komplexen Dokumentarfilm, der Raum und Zeit zu einem Film von globalem Interesse verbindet. Wir können es kaum erwarten, diesen Film im Kino zu sehen!“

Deutscher Animationsdrehbuchpreis für „Peterchens Mondfahrt“

Autoren: Ali Samadi Ahadi und Arne Nolting

Link: www.itfs.de

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Die Jurys der Sehsüchte vergaben ihre Preise in Potsdam-Babelsberg.

Ebenfalls am Sonntag, 29. April 2018, ging an der Filmuniversität in Potsdam-Babelsberg die 47. Ausgabe des Filmfestivals der Studierenden nach fünftägiger Laufzeit zu Ende.

Die Preise in den 11 Kategorien, dotiert mit einem Wert von über 40.000 €, lagen zwar bis Mitternacht noch nicht vor, wurden uns aber im Laufe des heutigen Montag Mittag nachgereicht.

In der Sektion Spielfilm lang, in der diesmal insgesamt sieben Filme liefen, hat "BRUT" von Constantin Hatz aus Österreich gewonnen. Seine Premiere feierte der Film im Oktober 2017 im Wettbewerb der 51. Internationalen Hofer Filmtage.

Die Jury begründete die Entscheidung damit, dass er "die Zuschauer*innen mit auf eine Reise zu den Abgründen der weiblichen Seele nimmt." "BRUT", ein Horrorfilm der Gefühle, ein äußerliches und seelisches Verhalten, das sich fortpflanzt, das weitergetragen wird, das die Mutter einpflanzt in ihren Nachwuchs, "stelle seine Perfektion ebenso zur Schau, wie er sie infrage stellt", so die Jury.

Den Preis für den besten Spielfilm kurz gewann "RÅ" (Regie: Sophia Bösch). Die Geschichte einer Initiation wird zu einer Sinneserfahrung. Die Spielfilm kurz-Jury war begeistert von RÅs objektiver Natur, emporsteigend von einer anteilnehmenden und ganzheitlichen Perspektive.

Die Jury von Dokumentarfilm lang zeichnete "MEUTHEN’S PARTY" (Regie: Marc Eberhardt) aus. Hier der Trailer:

Die Kamera bleibt immer nah am doppelten Spiel des Protagonisten Jörg Meuthen von der AfD und decodiert dieses. Laut der Dokumentarfilmjury "ist es ein wichtiger Film, der genau beobachtet und uns einlädt, darüber nachzudenken, wie Rechtspopulisten es schaffen, in der Mitte unserer Gesellschaft rechtes Gedankengut - wieder - salonfähig und erfolgreich zu machen."

In der Kategorie Dokumentarfilm kurz überzeugte "KRISTIANS PRELUDE" (Regie: Winand Derks van de Ven).

Die Jury empfand es als große Kunst, dass der Film das Gefühl von Betroffenheit vermittelte, ohne selbst betroffen zu sein.

Als das beste Drehbuch wurde "LE HEDER" von Ella Cieslinski ausgezeichnet. Die Jury überzeugte die atmos-phärische Stimmigkeit und die differenzierten Charaktere.

Als bestes Musikvideo wurde "ES IST SCHON OKAY" (Regie: Jonatan Geller-Hartung) mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Ebenfalls einen Publikumspreis bekam "MASCARPONE" (Regie: Jonas Riemer) in der Genrefilm-Sektion.

In der Sektion bester Kinderfilm wurde "MADE IN FRANCE" (Regie: Lamia Akhabbar, Robin Cioffi, Brice Dublé, Stanislas Gruénais, Maxime Guerry, Alexia Portal) ausgezeichnet.

Die Kinderjury wurde durch seine kreative Machart und seine bunten Bilder überzeugt.

Als bester Jugendfilm wurde "SIRENE" (Regie: Zara Dwinger, Niederlande) ausgewählt.

Besonders sein Soundtrack und das Schauspiel haben die Teens-Jury überzeugt. Die Transgender-Thematik, die das Publikum nachdenklich macht, wurde als sehr wichtig empfunden.

In der Kategorie Spotlight Produktion entschied sich die Jury für "TRANCING ADDAI" (Produktion: Britta Strampe).

Der Film habe von der ersten Minute an Publikum und Jury emotional berührt. Mit einer eigenen, stilsicheren visuellen Sprache wurde ein Weg gefunden, eine Geschichte fesselnd zu erzählen.

In der Sektion Animation gewann "CREAM" (Regie: Lena Ólafsdóttir).

Die Jury war beeindruckt vom originellen, überraschenden und grotesken schwarzen Humor, der die Banalitäten des Lebens kommentiert.

Link: sehsuechte.de

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