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Deutsche Koproduktionen auf dem Sundance Independent Film Festival 2018

Deutschland tritt mit insgesamt vier Koproduktion beim Sundance-Festival in verschiedenen Sparten an.

Während in Berlin schon die ersten Pressevorführungen der Berlinale gezeigt werden, blickt der Rest der Filmwelt gespannt auf den Beginn des Sundance Film Festivals von Park City und Salt Lake City in den Skigebieten des US-Bundesstaates Utah. Es gilt als eine der wichtigsten Plattformen für unabhängige amerikanische und internationale Produktionen und findet vom 18.-28. Januar 2018 statt.

Mit mahnenden Worten hat Hollywoodstar und Festivalgründer Robert Redford (81) das Sundance Filmfestival eröffnet. Redford pries die #MeToo- und "Times Up"-Bewegung als einen Wendepunkt in Hollywood. Er hoffe, dass Frauen im Filmgeschäft nun mehr Möglichkeiten hätten, ihre Projekte zu verwirklichen. "Die Rolle der Männer ist es nun, zuzuhören", sagte er zum Auftakt bei der traditionellen Pressekonferenz. Männer hätten zu lange das Geschäft dominiert, betonte Redford.

Während der Wettbewerb der Berlinale nur Erstaufführungen zulässt, können einige Produktionen, die in Sundance als Weltpremiere vorgestellt wurden, durchaus in der Panorama Sektion der 68. Internationalen Berliner Filmfestspiele nachgespielt werden. Im letzten Jahr war darunter mit Luca Guadagninos "Call Me by Your Name" einer der Highlights der diesjährigen Oscar Saison, der allerdings bei uns erst nach der diesjährigen Berlinale am 1. März 2018 ins Kino kommt. Hier erstmals bei uns der deutsche Trailer:

Deutschland ist in diesem Jahr mit mehreren Produktionen im Wettbewerbsprogramm des renommierte Sundance Festivals vertreten. 56 Filme treten beim größten US-Filmfest für unabhängige Produktionen in vier Wettbewerbs-Kategorien gegeneinander an. Bei dem elftägigen Festival werden insgesamt 121 Langfilme aus 29 Ländern gezeigt, darunter sind 110 Spielfilme von denen 30 im offiziellen Wettbewerb laufen. Offen ist lediglich jener Film, der im Rahmen des Secret Screenings gezeigt wird.

Die meisten der Filme sind Weltpremieren. Eine umfassende Übersicht der Kategorien und Nennung aller Filme hat das angesehene Hollywood Film Magazin VARIETY hier (in english) zusammengestellt.

Im Fokus stehen in diesem Jahr Geschichten und Filme von Frauen sowie das Leben von Schwarzen.

Deutschland ist mit vier Koproduktionen vertreten.

In der "World Cinema "Wettbewerbssparte des Dokumentarfilms tritt u.a. die deutsch-brasilianische Koproduktion "The Cleaners" an.

Auch "The Tale" mit Laura Dern feiert Weltpremiere in Sundance. Der Film von Jennifer Fox, entstanden in Koproduktion mit der Berliner One Two Filmproduktion (Produzent: Sol Bondy), läuft in der wichtigsten Wettbewerbsreihe U.S. Dramatic Competition.

In der Reihe World Cinema Dramatic Competition, in der in den letzten Jahren Titel wie "Wild" von Nicolette Krebitz oder "Axolotl Overkill" von Helene Hegemann gezeigt wurden, ist diesmal kein deutscher Film ausgewählt worden.

Dagegen wird die deutsch-belgisch-italienische Koproduktion "The Happy Prince" in der Sektion »Premieres« gezeigt. Das in München gedrehte Regiedebüt von Rupert Everett wurde von deutscher Seite von der Münchner maze pictures von Philipp A. Kreuzer und Jörg Schulze produziert und erzählt von den letzten Jahren von Oscar Wilde.

Bei den internationalen Premieren werden neben dem oben erwähnten deutschen Beitrag "The Cleaners" auch "Of Fathers and Sons" des aus Damaskus stammenden syrischen Filmemachers Talal Derki nach seiner Erstaufführung beim Amsterdamer IDFA Dokumentarfilmfestival nun auch in den USA als vierter deutscher Beitrag in der World Cinema Documentary Competition gezeigt. Hier der Trailer:

Zentraler Fokus ist die Sektion »Premieres«.

Besonders im Fokus steht in Sundance stets die Sektion »Premieres«, hier stellen zumeist renommierte Filmemacher oder große Namen ihre Werke vor. In diesem Jahr wird es neben der deutschen Koproduktion "The Happy Prince" folgende Filme zu sehen geben:

"Beirut" von Brad Anderson mit Jon Hamm und Rosamund Pike erzählt von einem amerikanischen Diplomaten auf gefährlicher Mission im Libanon zu Beginn der Achtzigerjahre.

"The Catcher Was a Spy" von Ben Lewin mit Paul Rudd und Sienna Miller erzählt die wahre Geschichte eines Geheimagenten des OSS, der den USA beim Wettrennen um den Bau der ersten Atombombe beistand.

"Colette" von Wash Westmoreland mit Keira Knightley und Dominic West erzählt die Geschichte der berühmten Schriftstellerin in Paris, die ihre Bücher unter dem Namen ihres Mannes veröffentlichte.

In "Come Sunday" von Joshua Marston mit Chiwetel Ejiofor geht es um einen Pastor, der sich gegen die Kirchendoktrin stellt.

In "Damsel" von David Zellner und Nathan Zellner begibt sich Robert Pattinson im Wilden Westen auf eine gefährliche Reise.

Gus Van Sant zeigt seinen neuen Film "Don't Worry, He Won't Get Far on Foot" mit Joaquin Phoenix und Jonah Hill.

Mit "Futile Gestures" kehrt auch David Wain nach Sundance zurück, der mit Will Forte in der Hauptrolle von dem Gründer von National Lampoon erzählt.

"Hearts Beat Loud" von Brett Haley erzählt von einem Vater und seiner Tochter, die in Brooklyn beginnen, gemeinsam Lieder zu schreiben.

Die Nick-Hornby-Verfilmung "Juliet, Naked" von Jesse Peretz mit Rose Byrne und Ethan Hawke wurde auf der American Film Market & Conferences (AFM) im November 2017 in Santa Monica nach Deutschland an Prokino verkauft.

In "A Kid Like Jake" von Silas Howard müssen Claire Danes und Jim Parsons als junges Ehepaar damit fertig werden, dass ihr Sohn lieber mit Mädchenspielzeug spielt.

"Ophelia" von Claire McCarthy mit Daisy Ridley und Naomi Watts erzählt Shakespeares "Hamlet" noch einmal ganz neu.

Nach einem Drehbuch von Oren Moverman entstand "Puzzle" mit Kelly Macdonald.

"Leave no Trace" von Debra Granik ("Winter’s Bone") ist ein vom Sundance Institute produzierter Film und erzählt u. a. mit Ben Foster von einem Vater und seiner Tochter, die von der Außenwelt abgeschieden in einem Naturpark leben.

In "What They Had" von Elizabeth Chomko werden mit Hilary Swank und Michael Shannon zwei Geschwister gezeigt, die mit der Alzheimer-Erkankung ihrer Mutter konfrontiert werden.

Weitere interessante Werke laufen im U.S.-Wettbewerb.

Im U.S.-Wettbewerb laufen darüber hinaus Filme wie "Burden" mit Garrett Hedlund über einen Klansman, der sich unerwartet verliebt sowie "Lizzie" mit Chloe Sevigny und Kristen Stewart über die berüchtigte Mörderin Lizzie Borden.

Gezeigt werden in dieser Reihe außerdem: "Blaze" von Ethan Hawke, "I Think We're Alone" mit Peter Dinklage und Indiequeen Elle Fanning, "The Kindergarten Teacher" mit Maggie Gyllenhaal, oder das Regiedebüt von Paul Dano "Wildlife" mit Carey Mulligan. Als Abschlussfilm soll Brett Haleys "Hearts Beat Loud" laufen, der ursprünglich für die Premieres-Sektion eingeplant gewesen war.

Die Retrospektive widmet sich Todd Haynes.

Wie die Veranstalter bekannt gaben, wird es ein Publikumsgespräch mit dem Filmemacher Todd Haynes geben, dem die diesjährige Retrospektive gewidmet ist.

Link: www.sundance.org

Quellen: 3sat | Blickpunkt:Film | Variety

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