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Preisverleihung beim Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte

Nuremberg International Human Rights Film Festival.

Vom 27. September bis zum 4. Oktober 2017 fand die 10. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals der Menschenrechte in Nürnberg statt. Das Nuremberg International Human Rights Film Festival (NIHRFF) ist Deutschlands größtes und ältestes Filmfestival zum Thema Menschenrechte. Seit 1999 präsentiert es alle zwei Jahre engagierte internationale Filmkunst.

Eröffnet wurde es von keinem geringeren als dem 80-jährigen Weltstar und Oscargewinnerin Vanessa Redgrave. Für dieses Jubiläum brachte Redgrave ihre erste Regiearbeit "SEA SORROW" mit, die in der Tafelhalle seine Deutschlandpremiere feierte. Hier der Trailer:

Synopsis:

Vanessa Redgrave blickt in ihrem Regiedebüt auf den historischen Kontext der Flüchtlingskrise. Sie liefert einen Rahmen, den sie dokumentarisch und mit gespielten Szenen um das Schicksal von Geflüchteten mit den großartigen Schauspielern Ralph Fiennes und Emma Thompson aufbaut. In der Film-Collage "Sea Sorrow" verbindet die Britin ihre eigene Fluchtgeschichte mit der Situation von Flüchtlingen heute. Sie selbst war als Kind wegen der deutschen Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg von London aufs Land geschickt worden. Der Film wurde als Spezialscreening in Cannes gezeigt.

Insgesamt wurden während des einwöchigen Festivals rund 60 Filme gezeigt. Am vorletzten Tag des Festivals wurden die drei Preisträger gekürt, die von einer internationalen Jury, dem Publikum und der Open Eyes-Jugendjury vergeben wurden. Neben seinem symbolischen Wert soll das Preisgeld dazu beitragen, dass weiterhin solche Filme entstehen. Die drei Preisträger wurden noch einmal am letzten Tag des Festivals gezeigt.

1. Preis:

Der Internationale Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte, dotiert mit 2.500 Euro, ging an "Ta’ang" von Wang Bing (Honkong, Frankreich, 2016). Hier der Trailer:

Synopsis:

Wang Bing, der grandiose Meister der Beobachtung und stets aufseiten der Unterdrückten und Verfolgten, nimmt sich der Volksgruppe der Ta’ang auf ihrem langsamen, unfreiwilligen Weg vom bürgerkriegszerrissenen Myanmar nach China an. Während bei uns jede Fluchtbewegung nach Europa als Bedrohung diskutiert wird, werden ähnliche Zwangsmassenwanderungen in Asien von uns medial kaum wahr genommen. Die Doku feiert ihre Premiere 2016 im Forum der Berlinale.

2. Preis:

Der Publikumspreis, dotiert mit 1.000 Euro, ging an "The War Show" von Obaidah Zytoon und Andreas Dalsgaard (Dänemark, Finnland, Syrien, 2016). Die Doku wurde zuerst auf dem IDFA Independent Film Festival in den Niederlanden vorgestellt. Hier der Trailer:

Synopsis:

The War Show ist eine persönliche Chronologie der Filmemacher und zugleich eine Innenansicht über einen unübersichtlichen Konflikt, der 2011 mit einer friedlichen Revolution in Syrien beginnt, bis die Situation nach und nach eskaliert und Freunde verschwinden oder ermordet werden.

3. Preis:

Der Preis der Open-Eyes-Jugendjury, vergeben von einer Jury aus Schülerinnen und Schülern ging an "Dil Leyla" von Asli Özarslan (Deutschland, 2016), einem Film, der sich am besten für die Menschenrechtsbildung an Schulen eignet. Die Doku lief zuerst beim IDFA in den Niederlanden, dem größten International Documentary Filmfestival der Welt, in der Sektion Students. Hier der Trailer:

Synopsis:

Leyla, eine junge Frau aus Deutschland mit kurdischen Wurzeln, kehrt nach über 20 Jahren in ihre Heimat zurück und wird im politischen Tauwetter mit 26 Jahren die jüngste Bürgermeisterin der Türkei. Doch dann stehen die Parlamentswahlen in der Türkei an wodurch ihre Heimatstadt Cizre in den Fokus des türkischen Militärs gerät und Leyla wieder von ihren Kindheitserinnerungen eingeholt wird.

Link: www.nihrff.de

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