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IFA - Internationale Funkausstellung Berlin 2017

IFA sieht gutes Konsumklima für Unterhaltungselektronik.

Die IFA Berlin ist die global führende Messe für Consumer Electronics und Home Appliances. Sie findet vom 1. - 6. September 2017 wie immer unter dem Berliner Funkturm am Messedamm statt.

Die Vernetzung im smarten Heim ist eines der ganz großen Themen, die sowohl in den oberen Etagen der Messehallen bei den Ausstellern von Audio und Fernsehprodukten relevant ist, wie auch in den unteren Etagen der neueren Hallen 1-6, wo die Küchen- und Haushaltsexperten ihr angestammtes Domizil haben.

Allerdings trifft die Trennung nicht mehr auf alle Hersteller zu. Firmen wie LG, Philips, Panasonic, Grundig und Samsung bieten ihre Präsentationen als Gesamtshow in einem Erlebnispark mit zuckersüßen "Candys" an und trennen deshalb die sogenannte »Weiße Ware« wie Kühlschränke und Waschmaschinen nicht mehr auf ihrer Ausstellungsfläche von Fernsehgeräten und Computern ab, denn es soll auf den TV-Geräten bewusst demonstriert werden, wenn andere im Haus vernetzte Geräte Alarm schlagen.

Im vernetzten Haus wird alles überwacht.

Egal ob es der Rauchmelder ist, das Babyphone, die nicht verschlossene Haustür, der leere Kühlschrank oder ein Leck an der Waschmaschine, alles soll überwacht oder kontrolliert werden können.

Bisher hatte die Vernetzung im Haus oft Probleme bereitet. Abhilfe schafft AVM mit neuen Fritz Routern und komplett neuer Software, die erstmals eine WLAN Mesh Technologie ermöglicht. Doch was ist Mesh? Dazu ein Video:

Bei der Mesh Technologie können weitere Adapter wie Powerline Extender oder WLAN Repeater jetzt untereinander kommunizieren und sich sogar miteinander verbinden. Somit könne auch Repeater im Haus erreicht werden, deren Empfangssignal zu schwach war, um bis zum Router, der Fritz Box, zu reichen. Die Verlängerung oder Erweiterung des Signals von einem Repeater zu einem weiteren Repeater war bisher von AVM nicht supportet worden. Mit der Mesh Funktion und neuer Software ist dies aber jetzt mit einer neuen Fritz Box möglich.

Der Signalweg kann alternativ auch über das Stromnetz erfolgen. Die neuen Powerline Adapter haben neben dem LAN-Anschluss auch WLAN integriert und können somit das Signal vom Router über das Stromnetz empfangen und zusätzlich über WLAN an einen weiteren WLAN-Repeater im Haus weitergeben. Dabei erhalten alle Geräte die selbe Kennung der Fritz Box, die dann an die Endgeräte wie Smartphone, Tablet, Computer oder Fernsehgerät auch vom Repeater übermittelt wird.

Sollte eine Gerät kurzzeitig ausfallen, so kann durch Mesh der Signalweg über einen anderen Knotenpunkt automatisch wieder aufgenommen werden.

Ohne Internetanschluss gibt es keine Updates.

Experten sehen beim Smart Home in Deutschland große Wachstumssprünge. Obwohl das nicht ungefährlich ist, dürfte am Ende alles mit allem vernetzt sein. Tatsächlich funktioniert ein aktuelles Smart-TV-Gerät ohne Internetanschluss nicht mehr ordnungsgemäß, denn die Hersteller liefern heute schon bei aktuellen Fernsehgeräten regelmäßig neue Updates nach. Ohne Internetanschluss ist deren Installation quasi nicht möglich. Im schlimmsten Falle lassen sich dann keine neuen Programme mehr empfangen.

Gerade dieser Tage hatte Unitymedia in Nordrhein-Westfalen die analogen Programme im Kabelnetz für immer abgeschaltet. In Gebäuden mit älteren Hausverteileranlagen klappt aber die Senderplatzumstellung plötzlich nicht wie geplant, denn es kam zu Fehlermeldungen. Der Kabelnetzbetreiber wollte den Fehler schnell beheben, doch zahlreiche Kunden sprachen Kunden teilweise von einem TV-Totalausfall oder berichten von erheblichen Schwierigkeiten mit dem Sendersuchlauf.

Andere Kunden berichteten vor einiger Zeit von Problemen mit Blu-ray Playern, die manch ältere DVDs nicht mehr abspielen wollten. Auch in diesem Fall half nur ein Firmware-Update, für das der entsprechende Blu-ray Player am Internet angeschlossen sein musste. Wir könnten weitere Beispiele aufführen, die verdeutlichen sollen, wofür ein Internetanschluss auch in Haushalten ohne Computer nahezu unabdingbar geworden ist.

Auf der traditionsreichen Elektronikmesse IFA, dessen Geschichte 1924 als internationale Funkausstellung begann, werden auch in diesem Jahr Weltneuheiten und Highlights aus den Bereichen Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik präsentiert. Auch die Konjunkturerwartung habe Aufwind. Im ersten Halbjahr legte die Branche insgesamt um 2,4 Prozent zu. Wichtige Treiber waren etwa das Geschäft mit Smartphones und TV-Geräten. 13% der Nutzer wären sogar bereit, deutlich mehr Geld für gute Bildschirmqualität eines neuartigen Ultra-HD-Fernseher auszugeben, als sie es bislang tatsächlich tun. Das Marktforschungsunternehmen GfK erwartet für das Jahr 2017 einen Gesamtumsatz von 180 Milliarden Euro.

Vor allem Smartphones sind einer der größten Wachstumsmotoren im Bereich technischer Konsumgüter. Aber auch die Nachfrage nach Wearables, wozu unter anderem Smartwatches, Health- und Fitnesstracker sowie Wrist Sport Computer wie GPS Pulsuhren gehören, gewinnen an Popularität.

Acer setzt auf Virtual Reality (VR).

Natürlich sind auch PC-Hersteller wie die taiwanesische Firma Acer wieder auf der IFA vertreten. Acer startete bereits gestern im Rahmen einer Pressekonferenz, ein regelrechtes «Produktfeuerwerk». Auch in Sachen Virtual Reality (VR) wird Acer zur IFA Neuigkeiten mitbringen. In Kooperation mit Microsoft sind Steam-kompatible VR-Headsets angekündigt, die auf Microsofts Mixed-Reality-Plattform basieren. Damit können ohne Einsatz von zusätzlichen Sensoren im Raum virtuelle Bestandteile in die reale Umgebung eingeblendet werden. Auch von Dell, HP und Lenovo wird es VR-Headsets geben und Dank Steam VR-Unterstützung sollte bald reichlich Spiele-Content folgen.

Dass die 3D-Brillen nicht nur Spielerei sind, davon sind sogar die Internationalen Filmfestspiele in Venedig überzeugt. Nichts sei mehr so, wie es war, weshalb die Mostra den Blick in die Zukunft wagt und in diesem Jahr eine extra Insel geschaffen hat, in der die Zuschauer in fremde Welten abtauchen können.

Panasonic mit OLED 4K-TV und HDR.

Panasonic dagegen mag es dagegen bodenständiger und kündigte eine Kooperation mit der Twentieth Century Fox Film Corporation an. Um nicht nur im Kino, sondern auch zu Hause das beste Bilderlebnis zu haben, werden zukünftig OLED TVs mit HDR-Technologie einen breiteren Raum in der Produktpalette von Panasonic einnehmen. Die Geräte können nicht nur problemlos 4K-Streams darstellen, sondern verfügen darüber hinaus mit HDR über einen höheren Farb- und Kontrastumfang. Zusammen mit Samsung hat man sich zudem bei High Dynamic Range auf eine Norm geeinigt, die als Firmware-Update nachgereicht werden soll.

Darüber hinaus soll die neue Panasonic Lumix DC-GH5 Systemkamera ebenfalls mit dem Update versorgt werden, um bestmögliche 4K-Filmaufnahmen sowie hochauflösende HDR-Standbilder normgerecht auf den hauseigenen OLED-Bildschirmen wiedergeben zu können.

Link: www.ifa-berlin.de

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