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Große DVD-Verlosung eines aktuellen Kinderfilms

Mit freundlicher Unterstützung von STUDIOCANAL und boxoffice verlost der BAF zwei DVD's des Kinofilms Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt.

Mit "ROBBI, TOBBI UND DAS FLIEWATÜÜT" verfilmte Erfolgsregisseur Wolfgang Groos im letzten Jahr den gleichnamigen Kinderbuchklassiker von Boy Lornsen erstmals als Realfilm. Der Regisseur hatt bereits Kinderfilmerfahrung und 2015 mit „RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN“ den zweiten Teil von Andreas Steinhöfels Kinderbuchtrilogie abgedreht, der nicht nur bei den Kindern gut ankam, sondern auch von der Presse recht gut angenommen worden war.

Der Titel von "ROBBI, TOBBI UND DAS FLIEWATÜÜT" klingt ähnlich, nur dass Robbi kein Mensch, sondern ein kleiner Roboter ist, der vom Himmel gefallen ist. Die 1967 entstandene Geschichte des Sylter Kinderbuchautors kam 1972 als mehrteiliger Puppenfilm ins Fernsehen. Darin musste der kleine sprechende Computer zusammen mit Tobbi ein paar Aufgaben lösen, um erwachsen zu werden. Die inzwischen etwas betagte TV-Version wurde deshalb vom Drehbuchautor Jan Berger („Der Medicus“) für einen Kinofilm zeitgemäß überarbeitet. Zum großartigen Cast zählen neben Stars wie Alexandra Maria Lara, Sam Riley, Jördis Triebel oder Bjarne Mädel auch die Newcomer Arsseni Bultmann und Melina Mardini sowie TV-Moderator Ralph Caspers in seiner ersten Kinorolle.

Held des Films ist natürlich der 10-jährige Tobbi, den der Berliner Kinderdarsteller Arsseni Bultmann ideal verkörpert. Bultmann hat bereits seit 2013 erste Film- und TV-Erfahrungen. "ROBBI, TOBBI UND DAS FLIEWATÜÜT" ist seine zweite große Kinorolle, die er gut meistert. Hier der Trailer:

Zum DVD-Start am 11. Mai 2017 verlosen wir zwei DVD's, die Ihnen direkt zugesandt werden. Wer gewinnen möchte, schreibt uns bitte eine Mail an: baf-berlin@web.de mit dem Stichwort »Studiocanal-Verlosung«. Die Gewinner werden benachrichtigt. Alle anderen nicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 10.05.2017. Bitte die Absenderangaben nicht vergessen.

Nachfolgend haben wir eine Zusammenfassung des Inhalts und unsere persönliche Filmkritik eingefügt, denn die Neuverfilmung weicht in einigen Punkten etwas von der alten Fassung und dem Buch ab. Um den Film spannender zu gestalten wurde ein Bösewicht eingefügt, der den Robbi, dem Tobbi abjagen will. Warum dies ausgerechnet eine Aktiengesellschaft sein muss, worunter sich die Zielgruppe der kleinen Zuschauer wahrscheinlich nichts vorstellen kann, erscheint uns etwas fragwürdig. Für den schüchternen Tobbi, der als aufgeweckter junger Erfinder dargestellt wird, gibt es im realen Leben tatsächlich etliche Vorbilder.

Kurzinhalt:

Der kleine Tobbi ist erst in der dritten Klasse und dennoch mit seinen knapp 10 Jahren schon ein schlauer Erfinder, auf den seine Eltern recht stolz sind. Nur mit seinen Klassenkameraden hat er Probleme, weshalb er ihnen meist aus dem Weg geht und auch nicht zu deren Parties eingeladen wird. Das findet seine Mutter, die eine im Ort recht beliebte Autowerkstatt leitet, gar nicht gut. Kurzerhand meldet sie Tobbi zu einem Sportkurs an damit er Kontakt zu Gleichaltrigen findet. Doch Tobbi nimmt Reißaus und legt sich auf einer Wiese ins Gras.

Aufgescheucht durch einen Vogel steht er gerade noch rechtzeitig wieder auf, um nicht von einem Objekt getroffen zu werden, das mit einem lauten Knall vom Himmel fällt und direkt hinter ihm am Boden einschlägt. Schüchtern wie Tobbi ist, traut er sich dem Himmelskörper, von dem er glaubt, es sei ein abgestürzter Satellit, kaum zu nähern. Doch die Neugierde siegt und Tobbi schleppt das Objekt in seine Garage.

Dort entpuppt sich der Himmelskörper als kleiner junger Roboter, der seine Eltern sucht, die mit einem Raumschiff auf die Erde gestürzt sind. Die nun folgenden Einzelheiten zu verraten, wäre unfair. Jedenfalls hilft Tobbi dem Robbi und Dank ihres Erfindergeistes wird gemeinsam mit weiteren hilfreichen Händen ein Flugobjekt gebaut, das "Fliewatüüt" heißt. Dieses kann zudem wie ein Schiff schwimmen und wie ein Auto auf der Straße fahren. So sollte eigentlich einer langen aufregenden Reise bis zum Nordpol nichts entgegenstehen, um dort die Eltern des kleinen Roboters zu finden. Doch es gibt Widersacher. Der Absturz des unbekannten Raumschiffes wurde auch von anderen bemerkt, die nun nach Robbi und Tobbi auf der Jagd sind, um an das Geheimnis des sprechenden Roboters zu kommen....

Unsere Filmkritik:

Die beschauliche Kleinstadt Tütermoor gerät ins Visier der Firma PlumPudding, als just dort der Absturz einer Blechkiste aus dem Weltall verortet wird. Ausgerechnet Tobbi (Arsseni Bultmann) findet den kleinen Außerirdischen, der etwas ganz besonderes ist. Robbi ist ein Roboter und hat trotzdem ein Herz und Gefühle. Das macht ihn in seiner Heimat zum Außenseiter und das verbindet ihn natürlich mit Tobbi, der allerlei praktische Dinge erfindet, aber von seinen Mitschülern gemobbt wird.

Die Vorlage des Stoffes stammt von Boy Lornsen. Sein Buch hatte der WDR in den 70ern zur Miniserie verfilmt. Für eine Neuverfilmung war es also durchaus Zeit. Wolfgang Groos, Regisseur der Serie “Rennschwein Rudi Rüssel” und der “Vampirschwestern” modernisierte mit seinem Drehbuchautor Jan Berger (“Eine andere Liga”) die Handlung und baute Smartphone-Sucht und Kaufrausch mit ein, was auch kleineren Kindern bereits geläufig ist. Die großen Themen des Abenteuerfilms sind natürlich zum einen Freundschaft und zum anderen der Mut. Tobbi hat keine Freunde, bis Robbi sein Leben aufmischt. Mit ihm kommt er bis zum Nordpol, wo er das Inuit-Mädchen Nunu (Melina Mardini) kennenlernt. Um sich zu behaupten muss er auch schon mal Mut aufbringen.

Die Neuverfilmung geht auch mit der Rollenverteilung ganz mit der Zeit. Da steht der Papa (übrigens gespielt von Ralph Caspers, den wohl jedes Kind und seine Eltern aus der “Sendung mit der Maus” kennen) in der Küche und zaubert die wunderbarsten Gerichte auf den Tisch, während die Mama (Jördis Triebel) die beste Mechanikerin weit und breit ist und auch Tobbis Erfindungen zusammenschraubt, obwohl sie ihn immer wieder drängt, Freunde zu finden und mehr raus zu gehen.

Die Neuverfilmung hält die Realverfilmung einfach, humorvoll und temporeich, wobei auch die kleinsten Zuschauer gut mitkommen werden. Freigegeben ist der Film ohnehin ab fsk 0. Zwar gibt es den fiesen Konzernchef, der Robbi und seinen Eltern das Herz rausreißen möchte, um es in seine Produkte übertragen zu können, aber die kühle Umgebung des Labors bietet genug Abstand zu dem im warmen Licht gehaltenen Elternhaus. Das Abenteuer eine Erfindung umzusetzen, nämlich das Fahrzeug zu Land, Luft und Wasser, das Fliewatüüt, steht ohnehin eher im Mittelpunkt. Tobbi und sein neuer Freund meistern eine Etappe nach der anderen. Immer wieder müssen sie dem sich streitenden Agentenpärchen Sharon Schalldämpfer (Alexandra Maria Lara) und Brad Blutbad (Sam Riley) entwischen, dabei wird es nie wirklich gruselig oder zu spannend.

Elisabeth Nagy

Der Schwerpunkt der Neuverfilmung liegt auf dem schüchternen Tobbi, der durch die Erfahrungen, die er auf der langen beschwerlichen Reise erfährt, klug und mutig werden soll, um sich in einer gefährlichen Welt wehren zu können. Die Originalversion des Buches wie auch der Puppenfilm sind vielleicht etwas kindlicher und charmanter, denn dort werden dem kleinen Computer Robbi nur Aufgaben gestellt, durch die er lernen kann, so leistungsstark wie die erwachsenen Großcomputer zu werden. In beiden Fällen geht es aber um Vorbilder fürs Leben, womit der Film - trotz einiger dramaturgischer Schwächen - für Kinder im Alter von ca. 4-10 Jahren sehr zu empfehlen ist. Hervorzuheben ist das herausragende Setting und die ausgezeichnete Kameraführung. Neben den klassischen Kinderfilmthemen wie Freundschaft und Selbstvertrauen schwingt ein bisschen „E.T. – Der Außerirdische“ auch noch mit. An spannende, für Kinder geeignete Abenteuerfilme, wie beispielsweise die französische Verfilmungen von "Belle & Sebastian" langt diese Buchverfilmung jedoch nicht.

Die DVD-Veröffentlichung wartet mit ein paar Extras auf, zu denen ein “Making of”, ein “Blick hinter die Kulissen” und zwei Featurettes gehören. Darüber hinaus gibt es eine Tonspur für Sehbehinderte und Untertitel für Hörgeschädigte.

Quelle des DVD Covers: boxoffice heldt fehr gbr / Hamburg

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