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Preilsverleihungen in Marl, in Graz und in Berlin

Die undotierten Grimme-Preise wurden in Marl verliehen und Preise im Wert von 130.000 € sind in Graz bei der Diagonale vergeben worden. In Berlin ging der Publikumspreis des 11mm Fußballfilmfestivals an Salomon Kalou.


                                       
Im westfälischen Marl, dem Sitz des Grimme Instituts, wurden am 31. März 2017 zum 53. Mal die Grimme-Preise an herausragende Fernsehproduktionen verliehen. Der undotierte Preis gilt als wichtigste deutsche Fernsehauszeichnung. Insgesamt wurden 12 Preise, zwei Spezialpreise sowie eine Auszeichnung für eine besondere journalistische Leistung in den vier Kategorien Fiktion, Unterhaltung, Information und Kultur sowie Kinder und Jugend vergeben.
                                       
Gleich zwei Auszeichnungen gingen an die ARD-Trilogie "Mitten in Deutschland: NSU". Zu den Preisträgern gehört auch der Satiriker Jan Böhmermann. Die diesjährigen Preisträger wurden schon am 8. März 2017 in Essen bekannt gegeben und bei uns am 9. März 2017 im BAF-Blog veröffentlicht.

Link: www.grimme-preis.de


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Einen Tag später, nämlich am Samstag, den 1. April 2017, wurden im Rahmen der Diagonale-Preisverleihung im Orpheum Graz Österreichs höchstdotierte Filmpreise im Wert von rund € 130.000 vergeben. Das Jubiläumsfestival der 20. Diagonale wurde mit einem facettenreichen Programm gefeiert, wie wir zu Beginn des Festivals am 27. März 2017 im BAF-Blog schrieben. Mit 31.200 Besucher/innen konnte ein Rekordbesuch verzeichnet werden.

Hier gibt's heute von uns detaillierte Infos zu den Preisträgern:

Großer Diagonale-Spielfilmpreis des Landes Steiermark, dotiert mit 21.000 Euro.
• Bester österreichischer Spielfilm
Lukas Valenta Rinner für "DIE LIEBHABERIN" (Argentinien). Hier der Trailer:



Der in Argentinien lebende Salzburger Lukas Valenta Rinner war mit seiner schwarzen Komödie "Die Liebhaberin (Los decentes/ A decent Woman)" zuletzt etwa schon beim Filmfestival Rotterdam, dem Max-Ophüls-Filmfestival Saarbrücken, in Toronto und in Sarajevo zu sehen. Beim Filmfestival Turin konnte er gleich drei Auszeichnungen einheimsen, im argentinischen Mar del Plata den Regiepreis. In "Die Liebhaberin" lässt Valenta Rinner in seiner Wahlheimat Buenos Aires, wo er die Filmhochschule besuchte und die Produktionsfirma Nabis Filmgroup gründete, das Dienstmädchen Belen seinen neuen Posten in einem abgeschlossenen Wohnkomplex für Reiche antreten. Immer an der Grenze zum Surrealen wandelnd, sieht sie sich dort mit dem wilden Leben einer Nudistensekte und deren konservativen Gegnern konfrontiert. "Los decentes - Die Ehrenhaften" heißt der Film im Original. Am Ende, wenn die beiden Welten, die dezente der Bourgeoisie und die weniger dezente der Nudisten, aufeinandergeprallt sind, steht im Abspann ein anderer Titel: "Los indecentes - Die Frivolen". Auch für das Sounddesign von Nahuel Palenque gab es bei der Verleihung einen Diagonale-Preis (1.500 Euro).

Großer Diagonale-Preis des Landes Steiermark, dotiert mit 21.000 Euro
• Bester österreichischer Dokumentarfilm
Ivette Löcker für "WAS UNS BINDET" - ein Elternprortrait.

Ivette Löcker porträtiert in ihrem ausgezeichneten Dokumentarfilm "Was uns bindet" ihre Eltern, die auch Jahrzehnte nach der De-facto-Trennung immer noch im gleichen Haus leben. Die Tochter betrachtet diese Zweckgemeinschaft der ihr vertrauten Menschen mit durchaus liebevollem, nicht anklagenden Blick.

• Diagonale-Schauspielpreis für einen bemerkenswerten Auftritt einer österreichischen Schauspielerin
Verena Altenberger für "DIE BESTE ALLER WELTEN"

Die 29-Jährige Verena Altenberger spielt in der autobiografisch geprägten Produktion "Die beste aller Welten" von Regisseur und Drehbuchautor Adrian Goiginger eine heroinkranke Mutter, die sich trotz Abhängigkeit bemüht, für ihr Kind da zu sein. Auch beim besten Szenenbild konnte der Film reüssieren. Er begeisterte zudem schon im Februar im Generation-Programm der 67. Berlinale 2017.

• Diagonale-Schauspielpreis für einen bemerkenswerten Auftritt eines österreichischen Schauspielers
Philipp Hochmair für "KATER"

Der Schauspielpreis an Philipp Hochmair ging für seinen Part des Andreas in Händl Klaus' schwulem Beziehungsdrama "Kater". Der unkonventionelle Film überraschte und schockierte schon das Panorama-Publikum auf der 66. Berlinale 2016.

Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz
• Bester innovativer Film, Experimental- oder Animationsfilm
Katrina Daschner für "PFERDEBUSEN"

Diagonale-Preis Kurzspielfilm
• Bester Kurzspielfilm
Clara Stern für "MATHIAS"

Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm
• Bester Kurzdokumentarfilm
Kristina Schranz für "SPIELFELD"

Diagonale-Preis der Jugendjury des Landes Steiermark
• Bester Nachwuchsfilm
Santiago Rodríguez Durán für "Revolución Solar"

Diagonale-Preis Bildgestaltung des Verbandes österreichischer Kameraleute AAC
• Beste Bildgestaltung Spielfilm
Wolfgang Thaler und Sebastian Thaler für "UGLY"

Diagonale-Preis Bildgestaltung des Verbandes österreichischer Kameraleute AAC
• Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm
Attila Boa für "UNTITLED"

Diagonale-Preis Schnitt des Verbandes Filmschnitt aea
• Beste künstlerische Montage Spielfilm
Ulrike Kofler, Monika Willi und Christoph Brunner für "WILDE MAUS"

Diagonale-Preis Schnitt des Verbandes Filmschnitt aea
• Beste künstlerische Montage Dokumentarfilm
Christin Veith und Cordula Thym für "RELATIV EIGENSTÄNDIG"

Diagonale-Preis Sounddesign des Verbandes österreichischer Sounddesigner/innen VOESD
• Bestes Sounddesign Spielfilm
Nahuel Palenque für "DIE LIEBHABERIN"

Diagonale-Preis Sounddesign des Verbandes österreichischer Sounddesigner/innen VOESD
• Bestes Sounddesign Dokumentarfilm
Peter Kutin und Florian Kindlinger für "HOMO SAPIENS"

Diagonale-Preis Szenenbild des Verbandes österreichischer Filmausstatter/innen VÖF
• Bestes Szenenbild Spielfilm
Veronika Merlin für "DIE BESTE ALLER WELTEN"

Diagonale-Preis Kostümbild des Verbandes österreichischer Filmausstatter/innen VÖF
• Bestes Kostümbild Spielfilm
Monika Buttinger für "DIE MIGRANTIGEN"

• Der Preis Innovative Produktionsleistung wurde geteilt und geht ex aequo an:

- Allegro Film für "BAUER UNSER"
- Vento Film für "MISTER UNIVERSO"
- Wega Film für "WILDE MAUS"

Link: www.diagonale.at


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Zum Abschluss des 11mm Fußballfilmfestivals vergab das Publikum am 3. April 2017 die »Goldene 11« an Salomon Kalou, den international erfolgreichen Stürmer von Hertha BSC und jetzt auch der Hauptprotagonist der frisch prämierten Dokumentation „Salomon Kalou - L'Éléphant chéri“ von Angel Chow-Toun. Hier ein kurzer Einblick von der Preisvergabe:



Über den Film:
Der sehr persönliche Dokumentationsfilm gibt Einblicke in die Herkunft und Familie des ivorischen Fußballstars, der 2012 mit dem FC Chelsea die Champions League-Trophäe nach London brachte und 2015 mit dem Team der Elfenbeinküste den Africa Cup of Nations gewonnen hat. Die französische Filmemacherin Angel Chow-Toun hat Kalou über ein Jahr lang mit der Kamera begleitet und seine Eltern und Geschwister besucht. Sie beschreibt ihren Star als sehr normalen, bescheidenden Mann, der weiß, wo er seine Wurzeln hat und woraus er seine Kraft schöpfen kann. Ganz anders als viele der heutigen Fußball-Millionäre.

Bei den 11mm shortkicks gewann der mexikanische Film „Domingo“ von Regisseur Raúl López Echeverría den Kurzfilmpreis des Festivals. Die Geschichte des leidenschaftlichen Hobby-Fußballspielkommentators überzeugt die siebenköpfige Jury aus Film- und Fußballbranche.

Mit den Preisvergaben endete nach fünf aufregenden Tagen die 14. Ausgabe des Internationalen Fußballfilmfestivals »11mm«. Über 4000 Besucher besuchten das Festival, das 56 Fußballfilme aus 25 Ländern im Kino Babylon zeigte. An dem begleitenden Schulprogramm 11minimeter im Filmtheater am Friedrichshain nahmen rund 750 Schülerinnen und Schüler teil.

Link: www.11-mm.de

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