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Update für die Canon C100 ab Februar 2014

Canon rüstet C100 auf kontinuierlichen Autofokus um.



Canon rüstet die professionelle Videokamera Cinema EOS C100 ab 2014 gegen einen Aufpreis auf einen Autofokus um, der sich kontinuierlich nachstellt. Dazu muss die Kamera allerdings einem Servicecenter überlassen werden. Die Hardwareänderung kann an allen bisherigen C100 vorgenommen werden. Sie müssen dazu jedoch eingeschickt werden. Ein einfaches Firmware-Update per Download genügt nicht.

Bei der kleinen kompakten, spiegellosen Canon-M Systemkamera ermöglicht dagegen ein Firmware-Update per Download einen wesentlich schnelleren und kontinuierlichen Autofokus. Er ist bei dem Amateur-Modell sogar dringend erforderlich, um das neue Super-Weitwinkel Zoom-Objektiv mit EF-M 11-22mm IS-STM mit Autofokus benutzen zu können.

Die Canon EOS C100 ist verwandt mit der EOS C300, aber kleiner und nimmt nur in Full-HD im 16:9 Format auf. In der C100 steckt ein Super-35-mm-CMOS-Sensor mit rund 8,3 Megapixeln, der von ISO 320 bis 20.000 arbeiten soll. Das Cine 'Super 35mm' Format entspricht mit 25 x 13mm nahezu dem 'APS-C' Formatgröße mit 25 x 14mm, hat jedoch nicht die Größe der 'FF' Full-Format Cine-Cameras. Deshalb können an der EOS C-100 auch die preiswerteren EF-S Objektive der bekannten APS-C Spiegelreflexkamera-Reihe wie der 7D, der 70D oder der 100D-700D verwendet werden. Das Bajonett unterscheidet sich etwas von den EF-Vollformat Objektiven, wegen des geringeren Aufnahmewinkels.

Im übertragenen Sinne entspricht das APS-C-Format drei Perforationslöchern eines 35mm Films, während das 35mm 'Full-Frame' Format mit 36mm x 24mm auch als VistaVision Format bekannt ist und acht Perforationslöcher abdeckt. Bei der Benutzung von Cine-Linsen mit PL-Mount Anschluss wird die Fläche des APS-Sensors komplett ausgefüllt während diese Objektive für die Fläche des FF35 Sensors nicht geeignet sind.

Allerdings ist das APS-C-Format nicht genormt. Die Variationen liegen zwischen 20.7mm × 13.8 mm bis zu 28.7mm × 19.1mm. Der Canon Sensor der Spiegelreflexkamera 7D hat beispielsweise eine Sensorgröße von 22.3mm x 14.9mm. Unter anderem setzt Canon bei einigen Modellen auch auf das etwas größere APS-H-Format. Andere Hersteller, wie beispielsweise Nikon und Sony, verwenden dagegen Sensoren im DX-Format, der mit 23,7 mm × 15,6 mm zwischen dem APS-C und dem APS-H Format liegt. All diese Sensoren sind jedoch nicht originär für das 16:9 TV-Format konstruiert, denn sie haben wie das original Kleinbildformat ein Seitenverhältnis von 3:2, während Kodaks APS-Format ursprünglich für die Ausgabe als Dia-Show auf dem Fernseher im Breitbildformat gedacht war. Deshalb konnte seinerzeit anstelle von APS-Fotoabzügen auch eine CD mit den entwickelten Bildern geordert werden. Im digitalen Bereich wird dagegen bei Videoaufnahmen der Sensor oben und unten beschnitten (maskiert), um eine HD-Ausgabe im 16:9 Format zu ermöglichen.



Die neue Autofokus-Funktion der Canon EOS C100 ist mit allen Canon-EF-Objektiven und EF-S Objektiven inkl. der STM-Modelle mit Stepmotor möglich. Außerdem gibt es einen Autofokus-Lock, der die Funktion unterbricht. Die modifizierten C100 verfügen über zwei Menüpunkte für den Autofokus-Modus. Der One-Shot AF ist die bisherige Scharfstellfunktion, während Continous Autofocus die Schärfe ständig nachstellt.

Die Full-HD-Aufzeichnung erfolgt mit 24 MBit pro Sekunde mit 4:2:0-Farbabtastung sowie 24, 25 und 30p sowie 50 und 60i im Format AVCHD. Die Daten werden auf SDHC- und SDXC-Karten gespeichert, von denen gleich zwei in die C100 gesteckt werden können. Dadurch kann wahlweise ein Backup erstellt oder die Speicherkapazität beider Karten für längere Aufnahmen zusammengefasst werden. Über die HDMI-Schnittstelle kann das Videosignal auch unkompliziert inklusive Timecode ausgegeben und auf einem externen Speichergerät gesichert werden.

In den abnehmbaren Handgriff ist ein Stereomikrofon eingebaut. Die Kamera nimmt in Dolby Digital AC3 oder 16-Bit Linear PCM Audio mit 48 kHz auf. In das Gehäuse sind zwei XLR-Eingänge integriert. Das 8,8 Zentimeter (3,5 Zoll) große dreh- und schwenkbare LC-Display mit 922.000 Bildpunkten befindet sich auf der Rückseite der Kamera.

Die Canon EOS C100 ist mittlerweile für rund 4.563,65 € inkl. 19% MwSt. erhältlich während der Einstiegspreis noch bei 6.725 Euro lag. Das Update kostet 500 US-Dollar und soll ab Februar 2014 angeboten werden.

Zum Vergleich kostet die größere Canon EOS C300 im Super35mm Cinema Format mit EF-Mount bereits 12.364,10 € inkl. 19% MwSt. Dieses Modell ist sowohl mit EF-Objektivanschluss wie auch mit PL-Mount erhältlich. Für die EF-S Objektive ist weder die C300 noch das größere Modell C500 geeignet. Letzteres bietet 4K-Aufzeichnung, Speicherung von RAW-Daten und kann auch die professionellen Canon EF Cinema-Objektive aufnehmen. Diese sind mit manuellen, industrieweit üblichen Steuermöglichkeiten und mit EF-Bajonett wie auch mit PL-Anschluss erhältlich.

Flagschiff im Canon-Programm ist jedoch EOS-1D C, eine bahnbrechende, leistungsstarke Multimedia-Spiegelreflexkamera, die sich sowohl für herausragende Fotos und dank 4K-Video-Aufzeichnung und innovativen Videofunktionen wie Canon Log Gamma auch für exzellente Videos empfiehlt. Auch bei der Canon EOS-1D C gab es bei einigen Chargen Probleme mit dem Autofokus. Für dieses Modell wird jedoch eine kostenlose Reparatur von Canon angeboten.

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Sony Camcorder mit Sensoren im Super-35-mm-Format.
Auch Sony hat zwei professionelle Videokameras im Programm, die mit einem Super-35-mm-Sensor und 4K-Auflösung ausgestattet sind. Die Cinealta-Kamera PMW-F55 ist mit einem globalen Shutter ausgerüstet, der bei der PMW-F55 fehlt. Der Sensor erreicht eine Auflösung von 4.096 x 2.160 Pixeln.

Beide Modelle haben PL-Objektivanschluss, sodass Objektive von Angénieux, Arri, Canon, Carl Zeiss, Cooke, Fujifilm und Leica genutzt werden können.

Bei der Sony F5 muss jedoch ein externer Rohdatenrekorder angeschlossen werden, um die maximale Auflösung aufnehmen zu können. Ansonsten bleibt es bei 2K und Full-HD. Die PMW-F55 hingegen kann auch intern das hochauflösende Videoformat speichern.

Der globale Shutter bei der F55 liest das Sensorbild parallel und nicht zeilenbasiert wie die sonstigen CMOS-Sensoren aus. Bei CCDs ist der globale Shutter hingegen üblich. Durch das parallele Auslesen soll es nicht mehr zum sogenannten Rolling-Shutter-Effekt kommen.

Die Kameras nehmen Videos im Format MPEG-4 H.264 oder Sonys proprietären Codec SR MPEG-4 SStP auf, der auf die Speicherkarten SxS PRO+ geschrieben wird. Wenn 2K- oder 4K-Rohdaten benötigt werden, wird das Speichersystem AXS-R5 mit 512 GByte Kapazität benötigt. Damit kann die F5 auch niedriger aufgelöste Videos (HD) in Rohdatenformat mit einer Bildfolgegeschwindigkeit von 120 Frames pro Sekunde aufnehmen. Bei der F55 sind es sogar 240 Frames pro Sekunde bei 2K.

Zur Aufnahmekontrolle kann der Sony PMW-F55 an Sonys neuem 30-Zoll-Display PVM-X300 mit 4K-Auflösung über die vier 3G-SDI-Ports angeschlossen werden, das eine Auflösung von 4.096 x 2.160 Pixeln mit bis zu 60p wiedergeben kann. Alternativ kann auch ein Sony-Bravia-Fernseher mit 84 Zoll und 4K-Auflösung angeschlossen werden. Er erreicht jedoch nur eine horizontale Auflösung von 3.860 Pixeln. Einen OLED-Sucher mit 1.280 x 720 Pixeln sowie ein 3,5-Zoll- und 7-Zoll-Display zur Aufnahmekontrolle werden ebenfalls als Zubehör angeboten.

Die neuen Cinealta-Kameras sind seit Februar 2013 erhältlich. Die bedeutendste Kamera der Serie - die Cinealta F65 mit 4K-Aufnahme - kostet immerhin 65.000 US-Dollar, die kleineren Modelle liegen preislich deutlich darunter.

Quellen: Canon | Sony | Golem | Wikipedia

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